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Iran: Ein Schlüsselstaat Eurasiens – der wahre Kriegsgrund der USA

Von Uwe Froschauer

Geht es den USA im Konflikt mit dem Iran wirklich um Menschenrechte, Demokratie oder die angebliche Gefahr iranischer Atomwaffen? Oder verbirgt sich hinter der moralischen Rhetorik ein wesentlich nüchterneres strategisches Kalkül? Ein Blick auf die geopolitische Landkarte legt eine andere Interpretation nahe. Der Iran liegt an einer der wichtigsten Schnittstellen Eurasiens – zwischen den Energiezentren des Nahen Ostens, den Rohstoffregionen Zentralasiens und den aufstrebenden Wirtschaftsmächten Asiens. Wer diesen Raum kontrolliert oder politisch schwächt, beeinflusst zugleich die Entwicklung eines ganzen Kontinents. Genau deshalb steht der Iran seit Jahrzehnten im Fokus US-amerikanischer Machtpolitik. Nicht Menschenrechte oder Atomprogramme bilden den eigentlichen Kern des Konflikts, sondern die strategische Rolle des Landes als geopolitischer Schlüsselstaat auf dem eurasischen Schachbrett.

Das Zusammenwachsen Eurasiens versuchen die USA zur Erhaltung einer unipolaren, von ihnen gesteuerten Weltordnung mit allen denkbaren Mitteln zu verhindern.

Halford Mackinder und Zbigniew Brzezinski

In geopolitischen Analysen gilt der eurasische Kontinent seit über einem Jahrhundert als das strategische Zentrum der Weltpolitik. Bereits der britische Geograf Halford Mackinder formulierte Anfang des 20. Jahrhunderts die berühmte „Heartland-Theorie“. Seine zentrale These lautete, dass die Kontrolle über die große Landmasse Eurasiens – insbesondere über die inneren Regionen zwischen Osteuropa und Zentralasien – einen entscheidenden Einfluss auf die globale Machtverteilung haben könne. Wer diese zentrale Landmasse kontrolliere, so Mackinder, könne langfristig eine dominierende Stellung in der Weltpolitik erlangen.

Mackinder fasste seine Überlegungen 1904 in einem oft zitierten geopolitischen Leitsatz zusammen:

„Wer Osteuropa beherrscht, kontrolliert das Heartland; wer das Heartland beherrscht, kontrolliert die Weltinsel; wer die Weltinsel beherrscht, kontrolliert die Welt.“

Mit der „Weltinsel“ meinte Mackinder die zusammenhängende Landmasse aus Europa, Asien und Afrika – also den mit Abstand größten geopolitischen Raum der Erde. Auf dieser sogenannten Weltinsel leben heute rund 85 Prozent der Weltbevölkerung, hier befinden sich der Großteil der landwirtschaftlichen Produktionsflächen, ein erheblicher Teil der industriellen Kapazitäten sowie die wichtigsten Energie- und Rohstoffreserven der Welt. Eurasien allein umfasst rund 36 Prozent der globalen Landfläche, beherbergt jedoch etwa 70 bis 75 Prozent der Weltbevölkerung und erwirtschaftet mehr als 60 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts.

Aus Mackinders Sicht lag der entscheidende Vorteil des Heartlands darin, dass es im Gegensatz zu den klassischen Seemächten kaum durch Flotten blockiert werden konnte. Wer diese riesige, ressourcenreiche Landmasse kontrollierte und durch Eisenbahnen und später moderne Infrastruktur miteinander verband, hätte langfristig einen strukturellen Machtvorteil gegenüber maritimen Imperien.

Diese Überlegungen beeinflussten über Jahrzehnte strategisches Denken im Westen. Besonders deutlich griff der US-amerikanische Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski diese Logik nach dem Ende des Kalten Krieges wieder auf. In seinem 1997 erschienenen Buch The Grand Chessboard bezeichnete er Eurasien als das „geopolitische Schachbrett“, auf dem sich die Zukunft der globalen Machtverhältnisse entscheidet.

Brzezinski argumentierte offen, dass die Vereinigten Staaten als erste echte globale Supermacht ein zentrales strategisches Ziel hätten: das Entstehen einer dominierenden Macht oder eines Machtblocks in Eurasien zu verhindern, der die amerikanische Vormachtstellung infrage stellen könnte. Für Washington sei es daher entscheidend, die politischen, wirtschaftlichen und militärischen Entwicklungen auf diesem Kontinent dauerhaft zu beeinflussen.

In Brzezinskis Analyse liegt der Grund dafür auf der Hand: Eurasien ist nicht nur der bevölkerungsreichste Kontinent, sondern auch der wirtschaftlich dynamischste. Hier befinden sich einige der größten Volkswirtschaften der Welt – darunter China, Indien, Japan, Deutschland und Russland – sowie ein erheblicher Teil der globalen Energie- und Rohstoffreserven, insbesondere im Nahen Osten, in Russland und in Zentralasien. Gleichzeitig verlaufen durch diese Region die wichtigsten Handels- und Transportkorridore zwischen Europa und Asien.

Wer diese Räume politisch miteinander verbindet – etwa durch Energieinfrastruktur, Handelsrouten oder transkontinentale Verkehrsnetze –, würde langfristig einen wirtschaftlichen und strategischen Block schaffen, der sich der Kontrolle externer Mächte entziehen könnte. Genau diese Entwicklung gilt in Washington seit Jahrzehnten als geopolitisches Albtraumszenario.

Seit dem Ende des Kalten Krieges sind die USA die führende Macht in einer weitgehend unipolaren Weltordnung. In einer solchen Konstellation verfügen sie über erheblichen Einfluss auf internationale Institutionen, Finanzsysteme, militärische Bündnisse und globale Handelsstrukturen. Sollte jedoch ein stärker integrierter eurasischer Raum entstehen, würde sich das internationale System schrittweise in Richtung einer multipolaren Ordnung entwickeln, in der mehrere große Machtzentren nebeneinander existieren.

Vor diesem Hintergrund erscheinen viele Konflikte, Bündnisse und Interventionen der letzten Jahrzehnte in einem anderen Licht. Vom NATO-Vormarsch nach Osteuropa über die Machtkämpfe im Kaukasus bis hin zu den Krisen im Nahen Osten lässt sich ein wiederkehrendes Muster erkennen: Die geopolitischen Schlüsselräume Eurasiens sollen fragmentiert bleiben, während regionale Mächte gegeneinander ausgespielt werden.

Schlüsselstaat Iran

In diesem Kontext gewinnt der Iran besondere Bedeutung. Das Land liegt geografisch an einer der wichtigsten Schnittstellen Eurasiens – zwischen dem Nahen Osten, Zentralasien, dem Kaukasus und dem Indischen Ozean. Wer diesen Raum politisch und wirtschaftlich stabil integriert, schafft eine Verbindung zwischen einigen der bedeutendsten Energie- und Handelsräume der Welt. Deshalb gilt der Iran seit Jahrzehnten als einer der zentralen geopolitischen Drehpunkte auf dem eurasischen Schachbrett.

Hinzu kommt ein weiterer Faktor: der Zugang zur Straße von Hormus. Diese nur rund 50 Kilometer breite Meerenge zwischen dem Iran und Oman zählt zu den wichtigsten maritimen Nadelöhren der Weltwirtschaft. Schätzungen zufolge passieren hier täglich rund 20 Prozent des globalen Ölhandels sowie ein erheblicher Teil des Flüssiggastransports. Für viele Industriestaaten ist diese Route daher eine der zentralen Lebensadern der Energieversorgung. Der Iran besitzt entlang dieser Passage eine mehrere hundert Kilometer lange Küstenlinie – ein strategischer Vorteil, der ihm erheblichen Einfluss auf eine der sensibelsten Regionen der globalen Energiearchitektur verleiht.

Auch die Rohstoffbasis des Landes selbst spielt eine entscheidende Rolle. Der Iran verfügt über die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt und zählt bei den Ölreserven zu den fünf größten Staaten. Zusammengenommen handelt es sich um eines der größten Energiepotenziale des Planeten. Würde dieses Potenzial vollständig in internationale Infrastrukturprojekte eingebunden, könnte der Iran zu einem zentralen Energie- und Transitknoten zwischen Russland, Zentralasien, dem Nahen Osten, Europa und Asien werden.

Hier überschneiden sich mehrere große Infrastrukturprojekte, die das wirtschaftliche Gewicht Eurasiens weiter verschieben könnten. China betrachtet den Iran als wichtigen Bestandteil seiner „Neuen Seidenstraße“ (Belt and Road Initiative), die durch Eisenbahnlinien, Straßen, Häfen und Energieprojekte eine engere wirtschaftliche Verbindung zwischen Ostasien, Zentralasien, dem Nahen Osten und Europa schaffen soll. Auch der sogenannte Internationale Nord-Süd-Transportkorridor, der Indien über den Iran und das Kaspische Meer mit Russland und Europa verbinden soll, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Dieser Korridor könnte Transportzeiten zwischen Südasien und Europa um mehrere Wochen verkürzen und damit eine ernsthafte Alternative zu klassischen Seewegen darstellen.

In geopolitischer Perspektive bedeutet dies: Der Iran liegt an einer möglichen Schnittstelle mehrerer eurasischer Integrationsachsen – zwischen Russland, China, Indien und dem Nahen Osten. Sollte sich diese wirtschaftliche und infrastrukturelle Vernetzung langfristig durchsetzen, würde ein immer enger verflochtener eurasischer Wirtschaftsraum entstehen, der einen Großteil der Weltbevölkerung, der industriellen Kapazitäten und der Rohstoffressourcen in sich vereint.

Für eine Seemacht wie die Vereinigten Staaten, deren globale Dominanz historisch stark auf Kontrolle von Handelsrouten, Finanzsystemen und militärischen Bündnissen basiert, stellt diese Entwicklung ein strategisches Risiko dar. Ein stabiler, miteinander verbundener eurasischer Raum könnte langfristig wirtschaftliche und politische Strukturen hervorbringen, die sich der direkten Einflussnahme Washingtons entziehen.

Vor diesem Hintergrund wird verständlich, warum der Iran seit Jahrzehnten im Zentrum geopolitischer Spannungen steht. Es geht dabei weniger um regionale Konflikte beispielsweise zwischen Israel und dem Iran, oder das iranische Atomprogramm, sondern um die strategische Frage, welche Mächte künftig die zentralen Verkehrs-, Energie- und Machtachsen Eurasiens prägen werden.

Auf dem geopolitischen Schachbrett, von dem Brzezinski sprach, ist der Iran daher weit mehr als ein regionaler Akteur – er ist ein Schlüssel in der strategischen Architektur des gesamten Kontinents.

Vom Schah zum Sanktionsstaat – warum der Iran seit 1979 geopolitisch isoliert werden soll

Die strategische Bedeutung des Iran erklärt auch, warum das Land seit Jahrzehnten unter massivem politischem und wirtschaftlichem Druck steht. Die heutigen Spannungen zwischen Washington und Teheran begannen nicht erst mit dem iranischen Atomprogramm oder regionalen Konflikten. Ihr Ursprung liegt vielmehr in einem geopolitischen Bruch, der bis ins Jahr 1979 zurückreicht.

Bis zur iranischen Revolution war der Iran unter Schah Mohammad Reza Pahlavi einer der engsten Verbündeten der Vereinigten Staaten im Nahen Osten. Das Land fungierte als strategischer Pfeiler der amerikanischen Ordnung in der Region – militärisch, wirtschaftlich und politisch. Mit der Revolution und dem Sturz des Schahs verlor Washington jedoch schlagartig einen zentralen Verbündeten an einer der wichtigsten geopolitischen Schnittstellen Eurasiens.

Seit diesem Moment verfolgt die US-Politik gegenüber dem Iran im Kern ein dauerhaftes Ziel: die politische und wirtschaftliche Handlungsfähigkeit des Landes zu begrenzen. Sanktionen, diplomatische Isolation und militärischer Druck sind seit Jahrzehnten zentrale Instrumente dieser Strategie. Kaum ein anderes Land der Welt ist so lange und umfassend mit wirtschaftlichen Strafmaßnahmen belegt worden wie der Iran.

Offiziell werden diese Maßnahmen meist mit dem iranischen Atomprogramm, regionalen Konflikten oder Menschenrechtsfragen begründet. Doch im geopolitischen Kontext erscheint die Lage komplexer. Ein wirtschaftlich starkes, politisch unabhängiges Iran könnte eine zentrale Rolle bei der Integration Eurasiens spielen – als Energieversorger, Transitland und strategischer Verbindungskorridor zwischen mehreren Weltregionen.

Die dauerhafte Schwächung des Iran ist weniger als Reaktion auf einzelne politische Konflikte, sondern eher als Teil einer langfristigen geopolitischen Strategie der USA zu sehen.

Der Iran im entstehenden multipolaren Eurasien

Während der Westen seit Jahrzehnten versucht, den Iran zu isolieren, verändert sich gleichzeitig das geopolitische Umfeld Eurasiens. Neue Bündnisse, Infrastrukturprojekte und Wirtschaftsnetzwerke entstehen, die zunehmend unabhängig von den traditionellen Machtzentren des Westens funktionieren.

In diesem Kontext rückt der Iran erneut in den Mittelpunkt. Das Land ist inzwischen Teil mehrerer Organisationen und Kooperationen, die auf eine stärkere wirtschaftliche und politische Vernetzung Eurasiens abzielen. Dazu gehört unter anderem die BRICS-Staatengruppe, der der Iran seit 1. Januar 2024 offiziell angehört.

Die BRICS-Staaten – ursprünglich Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – verstehen sich zunehmend als Plattform für die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit großer Schwellenländer. Zusammen repräsentieren sie bereits einen erheblichen Teil der Weltbevölkerung und der globalen Wirtschaftsleistung.

Mit der Erweiterung des Bündnisses wächst auch dessen geopolitisches Gewicht. Viele dieser Staaten verfolgen das Ziel, ihre wirtschaftlichen Beziehungen stärker voneinander abhängig zu machen, alternative Finanzsysteme zu entwickeln und den internationalen Handel teilweise unabhängiger vom US-Dollar zu organisieren.

Für den Iran eröffnet diese Entwicklung neue Perspektiven. Während westliche Sanktionen den Zugang zu internationalen Märkten stark einschränken, entstehen gleichzeitig alternative wirtschaftliche Netzwerke in Eurasien. Kooperationen mit Russland, China, Indien oder den Staaten Zentralasiens gewinnen dadurch zunehmend an Bedeutung.

Vor allem China betrachtet den Iran als wichtigen Baustein seiner langfristigen Infrastrukturstrategie entlang der sogenannten Neuen Seidenstraße. Eisenbahnverbindungen, Energieprojekte und Handelsrouten sollen den asiatischen Kontinent enger miteinander verknüpfen und den Landhandel zwischen Ostasien, Zentralasien, dem Nahen Osten und Europa massiv ausbauen.

Damit rückt der Iran erneut in jene geopolitische Rolle, die bereits frühere Strategen beschrieben haben: als Knotenpunkt zwischen mehreren Macht- und Wirtschaftsregionen Eurasiens.

Fazit

Ein Blick auf die geopolitische Entwicklung der letzten hundert Jahre zeigt, wie aktuell die Überlegungen des britischen Geografen Halford Mackinder bis heute geblieben sind. Seine berühmte Heartland-These brachte eine einfache, aber folgenreiche Erkenntnis auf den Punkt: Die Kontrolle über die zentralen Landräume Eurasiens hat entscheidenden Einfluss auf die globale Machtverteilung.

Auch ein Jahrhundert später bleibt Eurasien das strategische Zentrum der Weltpolitik. Entsprechend bezeichnete der amerikanische Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski Eurasien als das entscheidende „Schachbrett“ der internationalen Politik. Für die Vereinigten Staaten bestand die zentrale strategische Herausforderung darin, zu verhindern, dass sich auf diesem Kontinent ein Machtblock bildet, der ihre globale Vormachtstellung infrage stellen könnte.

In diesem Zusammenhang gewinnt der Iran seine eigentliche Bedeutung. Das Land liegt an einer der wichtigsten Schnittstellen zwischen Nahost, Zentralasien, Russland und dem Indischen Ozean. Seine Rolle geht damit weit über regionale Konflikte hinaus: Der Iran ist ein geopolitischer Schlüsselstaat in einem Raum, in dem sich die Machtbalance des 21. Jahrhunderts entscheidet.

Genau darin liegt der Kern der heutigen Spannungen. Es geht nicht nur um einzelne politische Streitpunkte oder sicherheitspolitische Narrative, sondern um eine größere strategische Frage: Wer prägt künftig die wirtschaftlichen und politischen Verbindungsachsen Eurasiens – und damit die Machtordnung der kommenden Jahrzehnte.

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Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.

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Kriegsverbrechen, illegale Kriege, Kinder- und Völkermord – was noch? Ein atomarer Präventivschlag?


Von Uwe Froschauer

Dem aktuell als Schurkenstaat zu bezeichnenden Land Israel ist alles zuzutrauen. In arabischen Gefilden wird auch gemunkelt, die USA seien der große Teufel und Israel der kleine. Viele meiner orientalischen Bekannten meinen auch, es wäre umgekehrt, und Israel würde die USA instrumentalisieren. Nun, das liegt im Auge des Betrachters. Unzweifelhaft richtig ist jedoch die Tatsache, dass beide bellizistisch und imperialistisch orientierten Länder jeder Menge illegal geführte Kriege zu verantworten haben.

Das Völkerrecht kennt ein klares Prinzip: Krieg ist verboten – außer zur Selbstverteidigung oder mit Zustimmung der Vereinten Nationen. In der politischen Realität jedoch scheint dieses Prinzip vor allem für schwächere Staaten zu gelten. USA und Israel interpretieren die Regeln regelmäßig zu ihren Gunsten. Sie scheint die UN-Charta von 1945 nicht zu interessieren.

Die Geschichte illegaler Kriege der letzten Jahrzehnte ist reich an Beispielen. Der Irakkrieg 2003, die Invasion Panamas, der NATO-Luftkrieg gegen Jugoslawien – an dem sich auch Deutschland beteiligte – oder die wiederholten militärischen Operationen Israels im Gazastreifen – all diese Konflikte wurden ohne Mandat des UN-Sicherheitsrates geführt oder lösten weltweit massive völkerrechtliche Kritik aus.

Wenn nun erneut Bomben fallen – wieder mal auf den Iran –, stellt sich deshalb die Frage: Handelt es sich um eine außergewöhnliche Eskalation oder lediglich um das nächste Kapitel einer langen Serie militärischer Interventionen?

Völkerrechtswidrige Militäraktionen Israels

Bereits in früheren Jahrzehnten kam es zu militärischen Aktionen Israels, die international als Bruch des Völkerrechts zu interpretieren sind. Im Juni 1981 bombardierte die israelische Luftwaffe den irakischen Atomreaktor Osirak nahe Bagdad. Israel erklärte, man habe damit ein zukünftiges Atomwaffenprogramm des Irak verhindern wollen.
Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den Angriff jedoch einstimmig und bezeichnete ihn als Verletzung des Völkerrechts. Selbst enge Verbündete Israels kritisierten damals den Präventivschlag. Präventivschläge sind völkerrechtswidrig, das sollte auch Ihnen klar sein, Herr Merz!

Libanonkrieg 1982

1982 begann Israel eine großangelegte Militärinvasion im Libanon. Ziel war offiziell die Zerschlagung der PLO-Strukturen (PLO = Palästinensische Befreiungsorganisation) im Süden des Landes.

Die Offensive führte jedoch zu einer Besetzung großer Teile des Libanon und zu einer langjährigen militärischen Präsenz Israels. International besonders schockierend wirkte das Massaker in den Flüchtlingslagern Sabra und Schatila, das von mit Israel verbündeten Milizen verübt wurde.

Eine israelische Untersuchungskommission stellte später fest, dass die israelische Führung eine indirekte Verantwortung trug, weil sie das Massaker nicht verhindert hatte. In meinen Augen ist auch nicht auszuschließen, dass dieses Massaker nicht nur geduldet, sondern angeordnet wurde. Wie eingangs gesagt: Ich traue den Israelis mittlerweile jede Gräueltat zu.

Die Gaza-Kriege

Israel hat durch mehrere illegale Militäraktionen gegen Gaza große Schuld auf sich geladen.

Gaza-Krieg 2008–2009 („Operation Cast Lead“)

Ende 2008 begann Israel eine massive Militäroperation im Gazastreifen. Ziel war laut israelischer Regierung, die Raketenangriffe der Hamas zu stoppen.

Der Krieg dauerte rund drei Wochen. Dabei wurden große Teile der Infrastruktur im Gazastreifen zerstört. Nach Angaben internationaler Organisationen starben über tausend Palästinenser, darunter zahlreiche Zivilisten.

Der später veröffentlichte Goldstone-Bericht der Vereinten Nationen warf sowohl Israel als auch der Hamas mögliche Kriegsverbrechen vor.

Gaza-Krieg 2014 („Operation Protective Edge“)

Im Sommer 2014 eskalierte der Konflikt erneut. Israel startete eine groß angelegte Luft- und Bodenoffensive im Gazastreifen.

Der Krieg dauerte sieben Wochen. Über 2 000 Palästinenser wurden getötet, darunter viele Zivilisten, während auf israelischer Seite mehr als 70 Menschen starben. Die Relation der Todesopferzahlen beider Seiten ist bezeichnend und typisch für Präventiv- und Vergeltungsschläge Israels.

Internationale Menschenrechtsorganisationen warfen Israel wiederholt eine unverhältnismäßige Gewaltanwendung vor. Israel argumentierte dagegen, die Hamas missbrauche zivile Infrastruktur für militärische Zwecke.

Gaza seit 2023

Seit dem Hamas-Angriff auf Israel im Oktober 2023 führt Israel einen der massivsten Militäreinsätze seiner Geschichte im Gazastreifen durch.

Große Teile des dicht besiedelten Küstengebiets wurden zerstört, Millionen Menschen sind vertrieben worden. Internationale Organisationen, darunter Amnesty International und Human Rights Watch, werfen Israel schwere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht vor.

Der Internationale Gerichtshof befasst sich mit der Frage, ob Israels Vorgehen den Tatbestand eines Völkermordes erfüllt – eine juristische Bewertung, die allerdings noch nicht endgültig entschieden ist. Die Schuld Israels ist für mich keine Frage, sondern Fakt: Das israelische Regime hat sich des Völker- und Kindermords schuldig gemacht. Die Verantwortlichen sind in Den Haag den Richtern vorzuführen und zu verurteilen.

Die Landkarte ohne Palästina

Für Aufsehen sorgte auch ein symbolischer Moment auf internationaler Bühne. Während einer Rede vor der UN-Generalversammlung in New York präsentierte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Karte des Nahen Ostens, die er als Vision eines „neuen Nahen Ostens“ bezeichnete. Auf dieser Karte waren jedoch weder der Gazastreifen noch das Westjordanland als palästinensische Gebiete eingezeichnet – das gesamte Gebiet erschien faktisch als Teil Israels.

Netanjahu nutzte die Grafik, um ein regionales Bündnis Israels mit arabischen Staaten darzustellen und die strategische Konfrontation mit dem Iran zu betonen. Die Darstellung ist jedoch ein klares politisches Signal: eine Zukunftsvision, in der ein eigenständiger palästinensischer Staat schlicht nicht mehr vorkommt. An Hybris ist diese Aktion sowie Benjamin Netanjahu, gegen den vom Internationalen Strafgerichtshof ein Haftbefehl erlassen wurde, wohl kaum zu überbieten. Jeder, der den Kindermörder Netanjahu hofiert, macht ihn salonfähig und sich damit mitschuldig, sei es nun Friedrich Merz, Donald Trump oder Viktor Orban.

Die Botschaft dieser Karte war ebenso deutlich wie provokant: Während international weiterhin über eine Zwei-Staaten-Lösung diskutiert wird, geht die aktuelle israelische Politik von einer Vorstellung aus, in der das historische Palästina vollständig unter israelischer Kontrolle steht. Benjamin Netanjahu versucht mit aller Kraft eine international angestrebte Zwei-Staaten-Lösung zu verhindern, auch wenn er dabei über 20.000 Kinderleichen gehen muss. Schande über diesen Mann! Wann klicken endlich die Handschellen?

Der Zwölf-Tage-Krieg gegen den Iran (2025)

Im Juni 2025 eskalierte der Schattenkrieg zwischen Israel und dem Iran erstmals zu einem offenen militärischen Konflikt. Am 13. Juni begann Israel mit überraschenden Luftangriffen auf iranische Militär- und Nuklearanlagen. Bei den Angriffen wurden mehrere militärische Kommandeure, Wissenschaftler und weitere Personen getötet, während gleichzeitig iranische Luftabwehrsysteme und Infrastruktur zerstört wurden.

Der Iran reagierte innerhalb weniger Stunden mit massiven Gegenangriffen. Mehr als 550 ballistische Raketen und über 1.000 Drohnen wurden in Richtung Israel gestartet und trafen neben militärischen Zielen auch zivile Einrichtungen.

Die Vereinigten Staaten griffen zunächst indirekt in den Konflikt ein, etwa durch die Abwehr iranischer Angriffe. Am zehnten Tag des Krieges beteiligten sich die USA schließlich selbst an den militärischen Operationen und bombardierten mehrere iranische Nuklearanlagen.

Der Krieg dauerte insgesamt zwölf Tage, kostete über tausend Menschen das Leben und löste eine massive Eskalationsspirale im gesamten Nahen Osten aus. Erst am 24. Juni 2025 wurde unter internationalem Druck eine Waffenruhe vereinbart.

Dieser kurze, aber intensive Krieg ist ein weiteres Beispiel für militärische Präventivschläge außerhalb eines klaren Mandats der Vereinten Nationen – ein Muster, das den ohnehin fragilen Rahmen des internationalen Rechts weiter unter Druck setzt.

Kleiner Exkurs: Friedrich Merz‘ Reaktion auf den 12-Tage-Krieg

Während international über die völkerrechtliche Legitimität der Angriffe Israels und der Vereinigten Staaten auf den Iran gestritten wurde, stellte sich die deutsche Bundesregierung demonstrativ an die Seite ihrer westlichen Partner. Bundeskanzler Friedrich Merz lobte das Vorgehen Israels sogar ausdrücklich. In einem Interview am Rande des G7-Gipfels erklärte er:

„Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht für uns alle.“

Die Aussage sorgte selbst innerhalb der deutschen Politik für Irritationen und Kritik. Oppositionspolitiker und Teile der Koalition warfen dem Kanzler vor, mit dieser Wortwahl einen militärischen Angriff zu legitimieren, dessen völkerrechtliche Grundlage hoch umstritten ist.

Solche Aussagen sind ein politisches Signal, das weit über diplomatische Solidarität hinausgeht. Deutschland tritt damit faktisch als enger politischer Unterstützer einer militärischen Eskalation auf, deren Folgen kaum absehbar sind. Es deckt damit in meinen Augen den Terrorstaat Israel.

Eine kurze Geschichte US-amerikanischer Interventionen

Die Vereinigten Staaten präsentieren ihre militärischen Einsätze regelmäßig als notwendige Maßnahmen zur Verteidigung von Freiheit, Sicherheit oder internationaler Stabilität. Kritiker wie ich verweisen jedoch darauf, dass die Geschichte der US-Außenpolitik von einer langen Reihe militärischer Interventionen geprägt ist – die meisten davon ohne Mandat der Vereinten Nationen oder mit völkerrechtlich umstrittener Begründung. Ein Blick auf einige markante Beispiele zeigt, wie häufig militärische Gewalt von den USA – meist völkerrechtswidrig – eingesetzt wurde.

Iran 1953

In einer von der CIA unterstützten Operation wurde der demokratisch gewählte iranische Premierminister Mohammad Mossadegh gestürzt. Hintergrund war unter anderem seine Entscheidung, die iranische Ölindustrie zu verstaatlichen. Der Putsch ebnete den Weg für die autoritäre Herrschaft des Schahs und gilt bis heute als prägendes Ereignis der iranisch-amerikanischen Beziehungen. Der Schah, Mohammad Reza Pahlavi, regierte anschließend jahrzehntelang mit starker Unterstützung der Vereinigten Staaten und westlicher Staaten. Seine Herrschaft war von enger Zusammenarbeit mit dem Westen, aber auch von politischer Repression geprägt: Oppositionelle wurden von der berüchtigten Geheimpolizei SAVAK verfolgt, inhaftiert oder gefoltert. Die autoritäre Modernisierungspolitik des Schahs und die wachsende soziale Ungleichheit führten schließlich zu immer stärkeren Protesten, die 1979 in der Islamischen Revolution und dem Sturz der Monarchie mündeten.

Guatemala 1954

Auch in Guatemala unterstützte die CIA den Sturz einer gewählten Regierung. Präsident Jacobo Árbenz hatte Landreformen eingeleitet, die auch die gegenläufigen Interessen des US-Konzerns United Fruit Company betrafen. Der Putsch führte zu jahrzehntelanger politischer Instabilität und Bürgerkrieg.

Vietnamkrieg (1955–1975)

Der Vietnamkrieg entwickelte sich zu einem der blutigsten Konflikte des Kalten Krieges. Millionen Menschen verloren ihr Leben. Besonders umstritten war der Golf-von-Tonkin-Zwischenfall 1964 – der nicht stattfand –, aber von der US-Regierung als Begründung für eine massive militärische Eskalation genutzt wurde.

Grenada 1983

US-Truppen landeten auf der Karibikinsel Grenada und stürzten die dortige Regierung. Die Intervention erfolgte ohne Mandat des UN-Sicherheitsrates und wurde von der UN-Generalversammlung als Verletzung des Völkerrechts verurteilt.

Panama 1989

Mit der „Operation Just Cause“ griffen die Vereinigten Staaten Panama an, um Machthaber Manuel Noriega festzunehmen. Der Militäreinsatz führte zu schweren Kämpfen in der Hauptstadt und wurde international als Eingriff in die Souveränität eines Staates kritisiert.

Jugoslawien / Kosovo 1999

Die NATO unter der Federführung der USA bombardierte Serbien und andere Teile der damaligen Bundesrepublik Jugoslawien, offiziell um eine humanitäre Katastrophe im Kosovo zu verhindern. Da kein Mandat des UN-Sicherheitsrates vorlag, wurde der Einsatz von zahlreichen Völkerrechtlern wie auch von mir als problematisch oder illegal bewertet.

Irakkrieg 2003

Der Einmarsch in den Irak erfolgte ohne Zustimmung der Vereinten Nationen. Die US-Regierung begründete den Krieg mit angeblichen Massenvernichtungswaffen des irakischen Regimes – Waffen, die später nie gefunden wurden. Der damalige UN-Generalsekretär Kofi Annan erklärte rückblickend, der Krieg sei nicht im Einklang mit der UN-Charta gewesen. Er war völkerrechtswidrig, er war illegal, ein Umstand, der die imperialistischen USA nicht interessiert.

Libyen 2011

Unter Führung der NATO griffen westliche Staaten in den libyschen Bürgerkrieg ein. Das ursprüngliche UN-Mandat sah den Schutz der Zivilbevölkerung vor, entwickelte sich jedoch faktisch zu einer militärischen Unterstützung für den Sturz von Muammar al-Gaddafi. Die NATO – der verlängerte militärische Arm der USA – hat das UN-Mandat zweifelsfrei überschritten.

Venezuela 2026

Ein weiteres Beispiel für eine umstrittene militärische Intervention ereignete sich Anfang Januar 2026 in Venezuela. In den frühen Morgenstunden des 3. Januar führten US-Streitkräfte eine großangelegte Militäraktion in der Hauptstadt Caracas durch. Nach Luftangriffen auf militärische Infrastruktur drangen amerikanische Spezialkräfte in das Anwesen des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ein, nahmen ihn und seine Frau fest und brachten beide anschließend in die Vereinigten Staaten. Dort sollten sie wegen Drogenhandelsvorwürfen vor Gericht gestellt werden. Ein billiger Vorwand der USA, um das ölreichste Land der Erde kontrollieren zu können.

Die Operation löste weltweit heftige Reaktionen aus. Zahlreiche Staaten und Völkerrechtsexperten kritisierten das Vorgehen als klaren Verstoß gegen die staatliche Souveränität Venezuelas und gegen das Gewaltverbot der UN-Charta. Ohne Mandat der Vereinten Nationen und ohne die Notwendigkeit unmittelbarer Selbstverteidigung ist diese Aktion letztendlich eine Variante klassischer Regime-Change-Politik, um an das Öl Venezuelas heranzukommen.

Befürworter der Operation argumentierten, Maduro habe ein autoritäres Regime geführt und sei in internationalen Drogenhandel verwickelt gewesen. Kritiker wie ich halten dem entgegen, dass selbst schwerwiegende Vorwürfe gegen eine Regierung nach internationalem Recht nicht als Rechtfertigung für eine militärische Intervention auf dem Territorium eines souveränen Staates dienen können.

Diese Reihe von Interventionen zeigt ein wiederkehrendes Muster: Militärische Gewalt wird als Instrument geopolitischer Interessen eingesetzt – oft unter dem Banner von Sicherheit, Demokratie oder Menschenrechten. Befürworter argumentieren, dass viele dieser Einsätze notwendig gewesen seien, um internationale Krisen einzudämmen oder autoritäre Regime zu stoppen. Diese Überlegung mag in dem einen oder anderen Fall mitgespielt haben, dürfte nach meiner Einschätzung jedoch nicht der Hauptgrund für die unverhältnismäßigen Gewaltakte der USA und Israels gewesen sein. Unstrittig ist: Kein anderer Staat hat in den vergangenen Jahrzehnten weltweit so häufig militärisch interveniert wie die Vereinigten Staaten – und das meist illegal. Kein anderes Land agiert beziehungsweise reagiert so unverhältnismäßig aggressiv wie Israel.

Vor diesem historischen Hintergrund betrachte ich auch den aktuellen Konflikt mit dem Iran nicht als isoliertes Ereignis – sondern als Teil einer langen Tradition militärischer völkerrechtswidriger Interventionen.

Die Liste solcher Interventionen ließe sich noch lange fortsetzen. Sie zeigt jedoch bereits ein wiederkehrendes Muster: Militärische Gewalt wird immer wieder auch ohne Mandat der Vereinten Nationen eingesetzt – meist mit der Begründung von Sicherheit, Terrorbekämpfung oder präventiver Selbstverteidigung. Ich sehe darin jedoch vor allem die Fortsetzung geopolitischer Machtpolitik mit militärischen Mitteln.

Zustimmung aus Berlin – Deutschlands heikle Rolle

Während sich viele Staaten der Welt besorgt über die Eskalation im Nahen Osten äußerten, stellte sich die deutsche Bundesregierung politisch an die Seite Washingtons und Tel Avivs. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte kurz nach Beginn der Angriffe am 28. Februar 2026, man teile „viele der Ziele“ der Vereinigten Staaten und Israels. Gleichzeitig äußerte er die Einschätzung, die Militärschläge sollten „das zerstörerische Spiel eines geschwächten Regimes beenden“.

Deutschland sei zwar militärisch nicht beteiligt, betonte Merz, stehe jedoch „in engem Kontakt mit unseren internationalen Partnern, inklusive den Vereinigten Staaten und Israel“.

Ich sehe in dieser Haltung ein politisches Signal, das weit über diplomatische Solidarität hinausgeht. Denn wenn ein militärischer Angriff ohne Mandat der Vereinten Nationen stattfindet, wird definitiv das zentrale Prinzip der internationalen Ordnung verletzt, das Gewaltverbot der UN-Charta.

Besonders heikel ist dabei die Rolle Deutschlands selbst. Auf deutschem Boden befindet sich mit der US-Luftwaffenbasis Ramstein einer der wichtigsten militärischen Knotenpunkte der Vereinigten Staaten in Europa. Von dort aus werden seit Jahren Kommunikations- und Logistikstrukturen für militärische Operationen im Nahen Osten betrieben.

Sollte sich der Konflikt weiter ausweiten, könnte genau diese Infrastruktur Deutschland in eine gefährliche Lage bringen. Denn in der Logik moderner Kriegsführung gilt: Wer militärische Operationen ermöglicht oder unterstützt, wird selbst Teil des Konflikts – und damit potenziell auch ein Ziel. Der Iran sieht das so.

Die gefährliche Eskalationslogik

Neben den unmittelbaren militärischen Folgen des Krieges wächst vor allem die Sorge vor einer weiteren Eskalation. Jochen Mitschka beschreibt in einem Artikel (https://apolut.net/trumps-vier-wochen-szenario-von-jochen-mitschka/) die Gefahr, dass sich der Konflikt dramatisch zuspitzen könnte, falls Israel militärisch in eine existenzielle Lage geraten sollte. In einem solchen Szenario könnte – so die Befürchtung – auch der Einsatz nuklearer Waffen in Betracht gezogen werden.

Israel gilt seit Jahrzehnten als faktische Atommacht, auch wenn das Land sein Nukleararsenal offiziell weder bestätigt noch dementiert. Genau diese strategische Ambiguität spielt in vielen militärischen Szenarien eine Rolle: Atomwaffen werden nicht offen erwähnt, bleiben aber als „letzte Option“ im Hintergrund bestehen.

Es könnte eine gefährliche Eskalationsspirale entstehen. Sollte ein Staat zu der Überzeugung gelangen, eine konventionelle Niederlage stehe unmittelbar bevor, könnten nukleare Drohungen oder sogar begrenzte Schläge als letztes Mittel in Betracht gezogen werden.

Fazit

Noch ist ein solches Szenario reine Spekulation. Doch gerade in einem Konflikt zwischen regionalen Großmächten, in dem mehrere Atommächte indirekt beteiligt sind, zeigt sich, wie schnell ein regionaler Krieg globale Risiken entwickeln kann.

In diesem Spannungsfeld wird besonders deutlich, welche Verantwortung Deutschland trägt: Als enger politischer Verbündeter der USA und Israels – die überdacht werden sollte –, mit eigener strategischer Infrastruktur wie der Luftwaffenbasis Ramstein, steht das Land längst nicht nur am Rand – es wird Teil des Konflikts, und jeder politische Handschlag könnte zur Mitverantwortung für mögliche Folgen werden. Auch militärische Schläge auf deutschem Boden sind dann nicht mehr auszuschließen. Dieses gefährliche Zusammenspiel aus Zustimmung, logistischem Ermöglichen und realer Nähe zum Kriegsschauplatz macht jede Entscheidung zu einem Drahtseilakt. Ich befürchte, Herr Merz ist sich dessen kaum bewusst.

Mit dem Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran, und seine Befürwortung oder zumindest Duldung durch Brüssel, Berlin, Paris und London stellt sich die Frage: Wie lange kann das Völkerrecht noch Bestand haben, wenn das Recht des Stärkeren immer dreister zur neuen Norm erklärt wird?

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Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
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Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


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Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

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G‘schichtn aus‘m Nachbargartn – Folge 43

Abwegiges – Schwurbeleien – Unsinn

Eine Satire von Werner Roth

Wir im „Imperium der Lügen“ haben die tollsten Deepies, die selbstlos, ohne viel Aufhebens, seit über 100 Jahren das Gesundheits- und Bildungswesen mit vielen Milliarden unterstützen, den fantastischsten POTUS, den man für Geld kaufen kann, die besten und cleversten Schlapphüte überhaupt (Woher kommt nochmal 007?).

Wer die Presseshow mit Pinochio und dem Don gesehen hat, der weiß doch jetzt, dass wir mit den US-Forces auch das tollste und überragendste Militär der ganzen Galaxie haben. Wer soll uns da noch was anhaben? Der Don lügt doch nicht? Gibt es da etwa eine winzige Diskrepanz zwischen politischer Rhetorik und Realität?

Unsere Medien tönen das doch auch all überall rum. Wir sind die Größten, die Tollsten und können am längsten. Die darüber majestätisch thronenden (Doppel-)Moral-Werte, die dem doofen Rest der Weltbevölkerung noch Mores lehren werden, sind dazu DIE Superwaffe im „Kampf der Welten“. Oder ist das am Ende doch wieder „Alles Lüge“, wie es schon Rio Reiser in den 80ern besungen hat?

Denn noch am Tag des Angriffs auf den Iran, nachdem die die bodenlose Unverschämtheit besessen haben sich zu wehren mit Gegenangriffen auf den Angreifer, beeilte sich das Triumvirat der unbeliebtesten Regierungschefhampeln von der Deepies Gnaden in Europa, Starmer, Macron und Merz, diese untolerierbaren „Verteidigungsmachenschaften“ der Iraner „aufs Schärfste“ zu verurteilen. Diese verdammten Mullahs wollen sich auch noch verteidigen? Ja, geht’s noch?

„Was erlaube Struuunz, äähhäm…, Iran?“ schießt es einem da umgehend ins Hirn, in Erinnerung an Giovanni Trapattoni. Wobei die drei lautsprechenden Eunuchen-Tenöre, äähhäm…, Zwergendiktatoren meilenweit entfernt von der Souveränität und Grandezza des Misters im Staube der Geschichte zu kriechen gezwungen sind.

Der Fisch am Kopf stinkt genauso wie der faulende Rest dieses überfälligen „Volkskörpers“.

Die Deepies beginnen sich, zunehmend offensichtlicher, zu verhalten, wie ein Spielsüchtiger beim Roulette, der permanent auf eine Zahl setzt und naturgemäß eher nicht gewinnt. Er ist aber überzeugt, irgendwann gewinnt er. Bloß wann halt.

Das Vorgehen im Iran zeigt dies unverkennbar. Wieder mal „Shock and Awe“, gleichzeitig mittels Palantir die gegnerische Führung dem Jenseits zuführen, also zu ermorden, um dann auch noch den x-ten Regime-Change im Maidan-Röckchen zu inszenieren. „Wea wui wettn, dass‘s jetza guad gäht?“?

Es ist immer klarer zu sehen, was die „neue Normalität“ letztendlich wirklich bedeutet. Hinterlist, Heimtücke, Betrug, Habgier und Mordlust sind die am besten passenden Attribute für das anglo-amerikanisch-khasarisch dominierte „Imperium der Lügen“. Der olle Kaiser nannte dieses nebulöse Eiland, auf dem seine Verwandten ihre Spielchen spielten, „perfides Albion“. Hatte der vielleicht gar nicht so Unrecht?

Man könnte munkeln, am 28. Februar begann der Absturz der Menschheit ins schwarze Loch. Der Ereignishorizont könnte bald überschritten werden.

Gar viele begeisterte (oder vergeisterte?) US-Kommandanten verkündeten ihren Truppen erst kürzlich, dass „Präsident Trump von Jesus gesalbt worden sei, um das Signalfeuer im Iran zu entzünden, um Armageddon auszulösen und seine Rückkehr auf die Erde zu markieren“. „Pfaigrod, jetz spinnas totoi, de Amis.“

„Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.“

Die Fluglinie „Emirates“ als fester Bestandteil der High-Quality-Class-Airlines, könnte nun problemlos den früheren Bahn-Slogan, leicht angepasst, übernehmen: „Alle reden vom Krieg. Wir nicht. Wir fliegen immer.“ So flott, wie die nach dem Angriff auf Iran wieder in der Luft waren, trägt das sicher seinen Teil bei zur weiteren Markenpflege, hin zur Spitze der Beliebtheit.

Die Bahn würde ja mit ihrem früheren Werbespruch (1966) „Alle reden vom Wetter. Wir nicht. Wir fahren immer.“, schon aufgrund der dadurch ausgelösten Lachsalven auf der Stelle restlos bewegungsunfähig werden. Wobei diese Schockstarre, der geistige Bewegungsstillstand und das völlige Fehlen von Verantwortlichkeit inzwischen DAS Kennzeichen von „UnsererDemokratie“ sind. Die Bahn ist dafür höchstens ein Symbol von vielen.

Auch die Rituale des großen gottgleichen Stalin sind wieder en vogue. Nach Reden vom „Stählernen“ gab es ja ewigen Applaus vom Publikum. Denn wer zuerst zu klatschen aufhörte, bekam danach eine ziemliche Klatsche verpasst. Beim Parteitag der christlichen und demokratischen (ja, man darf hier lachen) Union war die Beifallsorgie knapp 11 Minuten lang. Was war Rekord bei Stalin?

Zum aktuellen Zustand der Welt, v.a. der westlichen, könnten einem auch die Worte eines der größten Menschenverächter der Geschichte einfallen: „Dies ist nicht das Ende. Es ist nicht einmal der Anfang vom Ende. Aber es ist, vielleicht, das Ende des Anfangs“ Das sagte nicht Stalin, sondern sein Bruder im Geiste der Misanthropie, der Winston Churchill nach dem Sieg der britischen Armee über die Nazis in der zweiten Schlacht von El Alamein im November 1942.

Kürzer und verständlicher wird der Sinn von Winstons Geschwurbel in einem der beliebten Fan-Gesänge zum Ausdruck gebracht: „Jetzt geehts lohos! Jetzt geehts lohos! …“. Also, der Endspurt zum Ende der Fahnenstange hat begonnen. „Jetzat goads da Graaba nah!“

Bei allem Überdruss, es muss ja weitergehen.

Seit Jahrzehnten wird von Israel behauptet, „dass der Iran nur noch wenige Tage davon entfernt sei, eine Atomwaffe zu erwerben.“ Dirk Pohlmann hat da kürzlich in einem Gespräch mal so nebenbei genau so was aus einem offiziellen Dokument zitiert, das aus 1982 stammt.

Der Don sagte vor kurzem, wie so oft, versehentlich die Wahrheit, nur vertat er sich, wie so oft, in einem kleinen Detail. Er rumpelte also raus: „Man kann nicht zulassen, dass der Iran, ein Land, das von Verrückten regiert wird, Atomwaffen besitzt.“ Wenn man Iran hier mit USA ersetzt, erblickt die reelle Wahrheit das Licht.

Der Don hat ebenso bei jeder Gelegenheit rausposaunt: „Ich werde keinen Krieg beginnen. Ich werde Kriege beenden.“ Und nu? Vielleicht beendet der letzte Krieg nun ihn?

„Das ist kein Detail. Das ist tektonisch.“

Sogar der überaus renommierte und eigentlich besonnene Michael Hudson meint, „man kann den Angriff vom Samstag, dem 28. Februar, auf Iran als den eigentlichen Auslöser des Dritten Weltkriegs betrachten.“

Einer der ewigen Besserwisser, der Brian Berletic, hat dazu was Prinzipielles dargelegt: „Darüber hinaus muss Washingtons primäres geopolitisches Ziel klar verstanden werden – es strebt die Vorherrschaft über alle Nationen der Welt an. Mit einer Partei, deren ultimatives Ziel die Unterordnung oder sogar Eliminierung jener ist, die mit ihr verhandeln wollen, gibt es nichts zu verhandeln.“

Pepe Escobar weiß auch immer was beizutragen zu den Deepies, die hinter den USA und EU den Kurs bestimmen: „Sie herrschen, indem sie die Regeln schreiben, Gerichte, Verträge, Codes und die übergeordnete Terminologie kontrollieren. Darüber hinaus sind die wirklichen Herrscher klug genug, unsichtbar zu bleiben“

Gibt’s da jetzt sonst noch was von Belang?

Im unablässigen Informationsfluss der obrigkeitlich zertifizierten Medien, manche nennen das eine Giftmüllbrühe, kommt „unser“ Freiheitskampf in den Steppen der Ukraine nur noch tröpfchenweise vor. Immerhin erfahren wir, dass die ukrainischen Helden, also die unsrigen, weiter vorrücken. Dergleichen gab‘s schon vor exakt 81 Jahren. Da haben „die unsrigen“ auch gesiegt – bis zum bitteren Ende.

Bald wird es über die Ukraine ähnliche Aussagen geben, wie bei Asterix. „Ukraine? Kenn ich nicht. Es gab nie eine Ukraine.“ Tausche Ukraine durch Alesia aus, dann wird alles klar.

Bei Gaza ist es ähnlich dünn mit den Infos, aber das ist nachvollziehbar. Denn da ist so gut wie nichts mehr, bestenfalls torkeln da noch ein paar „versprengte“ Gestalten durch die Trümmer. Ansonsten hat sich da des Ftznfrtzes Spruch verwirklicht: „Frieden gibt’s auf jedem Friedhof.“ „Salam aleikum“, „Friede sei mit euch“ …

Die Redewendung „Schlimmer kann es nicht mehr kommen“ wird gerade einer Falsifizierung unterzogen. Denn immer schneller kommt es immer noch schlimmer.

Stets der anderen Seite Paranoia vorwerfen, wenn sie den Betrug bemerkt.

Nichtsdestotrotz gilt, wer zu sehr in Details abdriftet, verliert den Blick fürs ganze Bild. Je näher man ran zoomt, umso weniger sieht man vom „großen Ganzen“. Das „Imperium der Lügen“, der westlich geprägte Kapitalismus, geht gerade unter, egal wie viel Nebelraketen aus Lügen und Propaganda noch gezündet werden.

Ernst Wolff und Daniele Ganser rücken unabhängig voneinander das Iran-Drama in ein bisher kaum wahrgenommenes Licht. Iran dient demnach als gigantische Ablenkaktion von etwas viel Entscheidenderem, dem akuten Zerfall des US-Dollars als Leitwährung auf Petro-Dollar-Basis. Dazu wird nun alles kaputt geschlagen.

Und die Lösung ist dann… Trara! Die staatliche Digital-Währung! Sie erzählen hierzu die gleiche Geschichte, die nicht nur enorm plausibel ist, sondern sehr wahrscheinlich die bittere Wahrheit beschreibt. „De ham si do abgsprochn, oda ned?“

Aber beide deuten trotzdem eines kaum an. Weil‘s halt keiner glaubt, weil‘s so unglaublich ist. Den tatsächlich existenten tiefen Staat. Die Monster, die durch die Nebel des Epstein-Dramas geisterhaft, aber dennoch immer konkreter, zu erkennen sind. Wenn die ganz ans Licht gezerrt werden, mögen sie wie Vampire zu Staub zerfallen.

Geld regiert die Welt. Und wer kontrolliert das Geld?

Wem gehört die FED? Wem gehört die Bank-of-England? Sprich, wer kontrolliert die Weltleitwährung, den US-Dollar, auf dem das ganze Kartenhaus beruht?

Da landet man dann bei den Namen, die jeder schon mal irgendwie gehört hat, aber die wenigsten wissen da mehr dazu. Das sind seit Generationen Rothschild, Rockefeller, Morgan, Vanderbilt und noch ein paar weniger bekannte aus diesem exklusiven Club, natürlich auch die mit der „Stiff-Upper-Lip“ aus Merry-old-England.

Deren Macht und Einfluss wäre perdu, wenn der US-Dollar die Leitwährungsfunktion verlieren würde. Der riesige Schuldenberg würde alles unter sich begraben. Dieser wahre tiefe Staat steht in einem existentiellen Kampf. Die Menschen als solches interessieren da nicht weiter. Das muss man doch verstehen, Menno… die armen Reichen aber auch…

Das Bewegen im genehmen Meinungskorridor wird immer mehr zum Drahtseilakt. Deshalb Schluss! Aus! Ende! Servus, Pfiat enk und Baba…

Mehr von Werner Roth finden Sie hier: https://www.anderweltonline.com/satire/

Der Artikel wurde zuerst veröffentlicht bei AnderweltOnline unter
https://www.anderweltonline.com/satire/satire-2026/gschichtn-ausm-nachbargartn-folge-43/

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Die CDU könnte regieren – wenn sie nur wollte

09. März 2026, von Albrecht Künstle

– Die Wahl in Baden-Württemberg ist gelaufen: Grüne vorn

– Aber eine Koalition der CDU mit der AfD wäre möglich

– Ob die CDU die „Frohe Botschaft“ des Wahltages kennt?

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg ist gelaufen. Das Wettrennen zwischen den regierenden Grünen und der mitregierenden CDU ging aus wie schon vor fünf Jahren, wobei die CDU stärker zunahm als die Grünen ab – es ist fast ein Patt mit weniger als einem Prozent Unterschied. Die Wahlanalysen zeigen, dass nicht die Wahlprogramme entscheidend waren, sondern der Bekanntheitsgrad und Sympathiewert der Spitzenkandidaten. Von der Programmatik her liegen die beiden Parteien zwar deutlich auseinander, was die beiden Spitzenkandidaten für das Ministerpräsidentenamt Manuel Hagel und Cem Özdemir nicht davon abgehalten hat, sich öffentlich fast in den Armen zu liegen. Es scheint ausgemachte Sache zu sein, dass sich die CDU nun als Juniorpartner der Grünen Regierung anbiedert. Doch muss das wirklich sein?

Nein, denn die CDU könnte den Ministerpräsidenten stellen und in Baden-Württemberg den Ton angeben – wie auch im Bund übrigens –, was allerdings nur mit der AfD möglich wäre. Denn:  CDU und AfD hätten im neuen Stuttgarter Landtag ebenfalls eine komfortable Mehrheit der 154 Abgeordneten. Programmatisch liegen die Parteien nicht allzu sehr auseinander. Vieles scheinen die beiden Parteien voneinander abgeschrieben zu haben. Wer den Wahl-O-Mat nutzte um sich zu vergewissern, wie er oder sie liegt, konnte nach der Beantwortung der über 30 Fragen feststellen, dass die eigene Präferenz, je nachdem die Bestätigung für die eigene Partei, oder mit wenig Abstand eine Wahlempfehlung zugunsten der AfD oder CDU erhielt. Warum also nicht koalieren?

Schwarz-blau müsste die Zukunft sein

Mit der AfD könnte die CDU erheblich mehr durchsetzen als mit den Grünen. Wenn auch „die Musik“ im trostlosen Berlin gemacht wird, eine schwarz-blaue Koalition in BW würde den Takt für eine Trendwende setzen im ungebremsten Niedergang des ehemaligen Exportweltmeisters Deutschland, dessen Erfolgszentrum über Jahrzehnte in den high tec – Ländern BW und Bayern lagt. „Könnten“ – wäre da nicht die AfD, die in einer jahrelangen Medienkampagne zum Schmuddelkind der Nation dämonisiert wurde.

Könnte von einer CDU, die sich dem “C” im Parteinamen verpflichtet fühlt, nicht erwartet werden, sich christliche Gedanken zu machen? Beim heutigen Kirchgang stand das Johannes-Evangelium von der Begegnung von Jesus mit einer Samariterin am Brunnen im Mittelpunkt. Diese Frau wunderte sich, dass sich Jesus mit ihr unterhielt, nicht nur mit ihr als eine Frau, sondern mit einer Samariterin! Sie sagte: Du als Jude sprichst mit mir – wo doch Samariter in den Augen der Juden als Fremdvolk, eine Art Paria sind, jedenfalls als Außenseiter?

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter

Denn man sollte wissen: Juden und Samariter galten als verfeindet. Niemals hätte ein Samariter einem halbtoten Juden am Wegrand geholfen. Und niemals wäre ein Jude bereit gewesen, einen Samaritaner zu lieben wie sich selbst. Nie hatte ein jüdischer Rabbi mit einer samaritanischen Frau gesprochen. Überhaupt pflegten die Juden bei ihren Reisen einen großen Bogen um die Samariter zu machen. Samariter waren für Juden quasi das, was in den Augen der heutigen Altparteien die geächtete AfD-Anhängern sind. Doch, und hier wird es christlich: Jesus durchbrach dieses Muster. Nicht nur in diesem Evangelium, sondern auch, als er ausgerechnet einen Samariter als  Barmherzigen herausstellte.

Was könnten uns diese Gleichnisse aus der Bibel lehren? Leben wir gedanklich immer noch in der Zeit vor 2000 Jahren? Politiker tun sich ja bekanntlich schwer damit, aus der Geschichte zu lernen. Wäre es nicht an der Zeit, den Kleinkrieg mit der AfD zu beenden. In beiden Parteien gibt es außer Übereinstimmung in Sachfragen noch gute Christen. Mit der ausgrenzenden Brandmauer hatten die Altparteien bisher keinen Erfolg. Wie aus der Stadt Samaria schließlich ein Land Samaria wurde – heute der nördliche Teil des Westjordanlandes – so vergrößerte sich auch die AfD – trotz oder wegen der Stigmatisierung als politischer Paria – auf rund ein Fünftel der Bevölkerung.

15 Jahre Kretschmann reichen

Ein Politikwechsel gebietet nicht nur die Strategie, sondern insbesondere die inhaltliche Politik. Denn wie oben aufgezeigt, liegen CDU und AfD programmatisch näher beieinander als mit den Grünen. Gemeinsam würden sie den Wandel repräsentieren, der von weiten Teilen der Bevölkerung gefordert wird. Wenn Özdemir im Wahlkampf propagierte, es gebe drei wichtige Aufgaben für Baden-Württemberg, Wirtschaft, Wirtschaft und nochmals Wirtschaft, sollte er wissen, dass er mit der Programmatik seiner Grünen nicht erfolgreich sein kann. Wenn sich die CDU auf Biegen und Brechen einem „grünen“ Ministerpräsidenten unterwerfen will sollte sie wissen, dass sie dann nur eine einzige und starke Opposition haben wird, die AfD!

Die SPD wird sich mit ihren 5,5 Prozent wohl auf das Schicksal vorbereiten müssen, das jetzt der FDP widerfahren ist. Diese ist nach 75 Jahren aus dem Stuttgarter Parlament ausgeschieden, was meinerseits bedauert wird. Sie wäre heute nicht mehr überflüssig. Mit nur 0,6 Prozent Abstand zwischen CDU und Grünen sollte es keine ausgemachte Sache sein, dass Özdemir Ministerpräsident wird. 15 Jahre Kretschmann sollten reichen. In diesen Jahren hat Baden-Württemberg leider abgewirtschaftet. Es tut weh, das nicht nur mit ansehen, sondern auch den weiteren Niedergang des Landes mit erleben zu müssen. Wirklich weiter so?

Dieser Artikel ist ohne „KI“ ausschließlich mit Künstle-Intelligenz 😊 erstellt; zuerst hier https://ansage.org/die-cdu-koennte-regieren-wenn-sie-nur-wollte/ erschienen.

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Die großen Lügen (Teil 3) Corona II: Die Impfung ist sicher

Von Uwe Froschauer

Während der Corona-Pandemie wurde ein Satz in immer neuen Varianten wiederholt: „Die Impfung ist sicher“. Er fiel nicht immer wortgleich, doch seine Botschaft war klar und konsistent. Von Regierungsmitgliedern, „Spitzenpolitikern“ und in weiten Teilen der Medien wurde die Impfung als verlässlich, geprüft und vertrauenswürdig dargestellt. Diese kommunikative Linie sollte Vertrauen schaffen — was bei vielen auch gelang. Bei mir und bei einigen anderen hinterließ sie jedoch ein Unbehagen, das bis heute nachwirkt. Und dieses Gefühl gibt mir heute recht: Die Impfung war alles andere als sicher!

Schon früh betonte der damalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dass bei der Entwicklung der Impfstoffe „keine Abstriche bei der Sicherheit“ gemacht würden. Die Sicherheit der Impfstoffe stehe „ganz oben auf der Agenda“, sagte er mehrfach. Die Botschaft war eindeutig: Auch wenn alles schneller gehe als sonst, bleibe der wissenschaftliche Standard unangetastet.

Von wegen!

Geschwindigkeit und Sicherheit wurden rhetorisch nicht als Spannungsverhältnis dargestellt, sondern als vereinbar. Dieser Unsinn ist ungefähr so, als würde man behaupten: Wir können die Schwangerschaft der Frauen von neun Monate auf zwei Monate verkürzen — bei gleichem Resultat.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel warb mit Nachdruck für die Impfkampagne. Sie formulierte vorsichtiger, aber nicht weniger bestimmt. In Ansprachen und Pressekonferenzen verwies sie auf die Prüfverfahren der europäischen Zulassungsbehörden und darauf, dass man sich auf diese Prozesse verlassen könne. Konnte man eben nicht! Die Impfung sei ein Weg, sich selbst und andere zu schützen — ein Satz, der implizit Sicherheit voraussetzt.

Wie wir heute wissen, war weder Eigenschutz noch Fremdschutz durch die Impfung gegeben. Merkel vermied absolute Formulierungen, doch ihre Botschaft zielte auf Vertrauen in Staat, Wissenschaft und Verfahren. Und genau dieses Vertrauen wurde missbraucht.

Am deutlichsten formulierte Karl Lauterbach, zunächst als Gesundheitsexperte der SPD, später als Bundesgesundheitsminister. Er erklärte wiederholt, die Impfstoffe seien „sehr sicher“ und schwere Nebenwirkungen „extrem selten“. Hier eine offizielle Grafik zu Impfnebenwirkungen:

Ich würde mal sagen, die Grafik spricht für sich, oder, Herr Lauterbach?

Die Krankenhausdaten zeigen zweifellos, dass nach Covid-Impfungen wesentlich häufiger Nebenwirkungen behandelt wurden als sonst nach Impfungen üblich.

Im Februar 2022 meldete die deutsche Krankenversicherung „BKK ProVita“, dass bei ihren Versicherten erheblich mehr ärztliche Behandlungen wegen Covid-Impfnebenwirkungen abgerechnet wurden, als aufgrund der offiziellen Zahlen zu erwarten gewesen wäre. 

Die BKK ProVita schlug vor, dass andere Krankenversicherungen ebenfalls ihre Versichertendaten auswerten und sie dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zur Verfügung stellen sollten. Das PEI ist in Deutschland für das Erfassen von Impfnebenwirkungen zuständig. Doch was geschah in „unserer Demokratie“? Am 1. März 2022 wurde Andreas Schöfbeck, der Vorstand der „BKK ProVita“ gefeuert. Er hatte auf die mutmaßliche Untererfassung von Impfnebenwirkungen hingewiesen.

Die Lüge von der Sicherheit der Impfung mit „sehr seltenen Nebenwirkungen“ musste schließlich aufrechterhalten werden. nicht wahr?

Mehr dazu, siehe hier.

Das Thema Nebenwirkungen hat Helmut Sterz, lange Zeit Cheftoxikologe und Autor des absolut lesenswerten Buches „Die Impfmafia“, besonders beschäftigt. Mehr zu Helmut Sterz und seinem Buch im nächsten Abschnitt dieses Artikels. Auf Seite 57 schreibt Sterz zu den Impfnebenwirkungen:

„Sehr früh nach der Marktzulassung war eine Welle von schweren Nebenwirkungen bei Geimpften zu erkennen. Die Verantwortlichen der Gesundheitsbehörden hätten daher die Zulassung der mRNA-Vakzine bereits im Laufe des Jahres 2021 rückgängig machen müssen. Das haben Sie nicht in Erwägung gezogen, und dafür sollten sie angeklagt werden: Meine Arbeit liefert hinsichtlich der Pfizer/BioNTech-Vakzine CORMINATY klare Beweise für die Schuld der Behördenexperten.“

Auf Seite 200 ist im Buch von Helmut Sterz zu lesen:

„Meine Analyse hat schwerwiegende Abweichungen von praktisch allen verbindlichen Behördenrichtlinien in Bezug auf die präklinische Sicherheit aufgedeckt. Es ist wahrlich erschreckend, wenn man jetzt im Nachhinein konstatieren muss, dass der größte Teil der beim Menschen registrierten Nebenwirkungen bei der Anwendung von COMIRNATY in sorgfältig durchgeführten Tierversuchen hätte vorhergesehen und durch Einschränkung der Indikation vermieden werden können.“

Sterz beschreibt in seinem Buch zahlreiche Fälle von Impfgeschädigten, die unter schweren gesundheitlichen Folgen leiden, darunter neurologische Störungen, Herzprobleme und Autoimmunerkrankungen. Er kritisiert die mangelnde Unterstützung für die Betroffenen, die von den verantwortlichen Stellen im Regen stehengelassen werden.

Die Frage ist, was unsere angeblich demokratisch strukturierte Gesellschaft wert ist, wenn sie andere Meinungen nicht mehr zulässt. Ist nicht gerade das Festhalten an einem Narrativ bei gleichzeitigem Abschmettern anderer Sichtweisen das Merkmal für eine Diktatur schlechthin?

Andersdenkende und tatsächlich „Besserwissende“ wie Andreas Schöfbeck, der deutsche Mediziner und emeritierte Hochschullehrer, Sucharit Bhakdi, der deutsche Internist, Sozial- und Umweltmediziner sowie Politiker, Wolfgang Wodarg, und viele andere wahrheitssuchende Menschen wurden in der Coronazeit vom mafiös organisierten Coronaregime diffamiert, etikettiert, diskreditiert und stellenweise auch verfolgt. Jede Meinung, die das „Imperium der Lügen“ gefährdete, wurde plattgemacht.

Meinungspluralismus — ein unverzichtbares Kennzeichen einer Demokratie — war nicht mehr gegeben. Als Mediziner und Wissenschaftler sollte Karl Lauterbach wissen, dass bei der Wahrheitssuche Dissens die Essenz der Wissenschaft ist. In seiner Funktion als Politiker war ihm Wahrheitssuche fremd, weshalb er auch äußerte, dass Wahrheit oftmals der „politische Tod“ sei.

In der Coronazeit herrschte Diktatur. Sie wird wohl bei einigen Historikern — Rückgrat vorausgesetzt — als „Coronadiktatur“ in die Geschichte eingehen.

Für Lauterbach war die Impfung das zentrale Instrument zur Beendigung der Pandemie. Zweifel an ihrer Sicherheit wies er regelmäßig zurück — eine zutiefst antidemokratische und unwissenschaftliche Denk- und Verhaltensweise. Aus diesem Grund sehe ich Herrn Lauterbach besonders in der Pflicht, sich seiner Verantwortung zu stellen.

Die politische Kommunikation der Corona-Protagonisten folgte einer klaren Logik: In einer Krise, in der schnelles Handeln erforderlich schien, sollte Unsicherheit nicht betont, sondern begrenzt werden. Die Sicherheit der Impfung wurde von den Entscheidern in Coronazeiten vermutlich nicht als vollständige Abwesenheit von Risiken verstanden — wenn auch meist von den Coronaerzählern anderes behauptet wurde —, sondern als ausreichend belegt für eine breite Anwendung der Giftspritzen.

Dass die Sicherheit der neuen Impfstoffe sich nicht auf Langzeitdaten stützen konnte, wurde nur selten explizit thematisiert und in den Hintergrund gerückt.

Aber wie kommt das bei den Bürgern an? Wenn die Politik sagt, etwas sei „sicher“, verstehen viele Bürger darunter mehr als eine statistische Risiko-Nutzen-Abwägung. Sie hören eine Zusicherung, eine Beruhigung — eine Form von Garantie. Dem Bürger ist dabei oft nicht klar, dass in der Sprache der Wissenschaft „sicher“ meist bedeutet: Nach aktuellem Kenntnisstand überwiegt der Nutzen. Wissenschaft ist immer nur der momentane Stand des Irrtums, und versucht, der wie auch immer gearteten „Wahrheit“ näher zu kommen. Für den Bürger klingt das jedoch so: Es besteht kein ernstzunehmendes Risiko! Dabei war das Risiko enorm, wie der massive Anstieg der Impfnebenwirkungen und die rasant zunehmende Übersterblichkeit seit Impfbeginn Ende 2020 zeigt.

Diese Diskrepanz zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und politischer Kommunikation wurde selten offen thematisiert. Stattdessen dominierte eine Sprache der Gewissheit. Zweifel galten schnell als irrational oder unsolidarisch. Wer Fragen stellte, riskierte, zu einem „Impfgegner“ abgestempelt zu werden — unabhängig davon, ob es um grundsätzliche Ablehnung oder um konkrete Sicherheitsaspekte ging.

Rückblickend lässt sich sagen: Die Aussage „Die Impfung ist sicher“ war weniger eine wissenschaftliche Feststellung als eine politische, auf fingierten Fakten beruhende Erzählung. Sie diente dazu, Handlungsfähigkeit zu demonstrieren und gesellschaftliche Mobilisierung zu ermöglichen. Schließlich warteten viele Bürger auf die Erlösung in Form der Impfung aus diesem lebensbedrohlich kommunizierten Zustand, der aber lediglich so gefährlich war wie eine mittelmäßige Grippe. Die Wirkungen der Impfung waren wesentlich lebensbedrohlicher als das, wovor sie schützen sollten. Und das wussten die Entscheider in Coronazeiten relativ früh. Dennoch beharrten sie auf ihrem Narrativ, führten in Deutschland für etwa neun Monate sogar die grundgesetzwidrige einrichtungsbezogene Impfpflicht ein, und forcierten darüber hinaus eine allgemeine Impfpflicht. Sie zerstörten dabei zahllose wirtschaftliche Existenzen und brachten auch viele Menschen gesundheitlich schwer in Gefahr.

Die Verantwortlichen sollten sich einem umfassenden Untersuchungsausschuss stellen – nicht nur einer Enquete-Kommission.

Die einrichtungsbezogene Impfpflicht bedeutete faktisch: Wer seinen Arbeitsplatz etwa im Krankenhaus nicht verlieren wollte, musste sich impfen lassen. Für die Betroffenen war das kein freiwilliger medizinischer Eingriff, sondern eine existenzielle Zwangssituation.

Viele empfanden diese Regelung daher als eine Form indirekter Erpressung: Entweder Impfung — oder Verlust der beruflichen Existenz. Wenn der Staat Menschen vor die Wahl stellt, ihre körperliche Integrität oder ihre wirtschaftliche Lebensgrundlage zu riskieren, stellt sich zwangsläufig die Frage, wie weit demokratische Prinzipien in einer solchen Situation noch gewahrt sind.

Sind solche Maßnahmen noch Ausdruck eines freiheitlichen Rechtsstaates — oder bereits Anzeichen einer Diktatur?

Die „Pandemie“ hat gezeigt, dass politische Kommunikation dem gesellschaftlichen Bedürfnis nach Klarheit nachkommen muss. Die Bevölkerung hätte tiefgehend darüber informiert werden müssen, dass es sich insbesondere bei den mRNA-Impfstoffen nicht um ein klassisches Vakzin, sondern um einen genverändernden Wirkstoff handelt, dessen Folgen aufgrund fehlender Langzeitdaten nicht absehbar sind. Die nicht ausgegorenen Impfstoffe hätten gar nicht erst zugelassen werden dürfen, was natürlich den renditegierigen Impfstoffherstellern gar nicht gepasst hätte. Liegt da vielleicht der Hund begraben?

Information über — sowie Entwicklung und Zulassung von Impfstoffen

Anfang Dezember 2025 erschien das äußerst bemerkenswerte Buch „Die Impfmafia“ von Helmut Sterz, auf das ich mich in diesem Abschnitt beziehe. Es gibt aus meiner Sicht momentan keine bessere und profundere Darstellung der unrechtmäßigen Geschehnisse in Hinblick auf Entwicklung und Zulassung von Vakzinen.

Helmut Sterz, langjähriger Toxikologe in der Pharmabranche — zuletzt bei Pfizer tätig —, versteht sein Werk als fundamentale Abrechnung mit der Pharmaindustrie und den politischen Entscheidungsträgern der Corona-Impfkampagne. Er war über 35 Jahre in leitender Funktion im Bereich Toxikologie tätig und sieht sich daher fachlich legitimiert, die Abläufe kritisch zu bewerten.

Ebenso wie der ehemalige Pfizer-Vizepräsident Michael Yeadon, der die Pharmaindustrie scharf kritisierte und behauptete, „auf ein Kind, das durch Covid stirbt, kommen 100 Kinder, die durch die Impfung sterben“, versteht sich auch Helmut Sterz als Insider, der die Vorgänge in der Branche aus eigener Erfahrung beurteilen kann.

Beide äußern die Auffassung, dass es während der Coronazeit zu schwerwiegenden Fehlentwicklungen in der Pharmabranche gekommen sei.

Sterz beleuchtet in seinem Buch die Entwicklung und Zulassung der mRNA-Impfstoffe, insbesondere des Pfizer/BioNTech-Impfstoffs COMIRNATY, und erhebt schwere Vorwürfe gegenüber Herstellern und zuständigen Behörden. Er kritisiert, dass aus seiner Sicht grundlegende wissenschaftliche und ethische Standards verletzt wurden.

Darüber hinaus ordnet Sterz die Impfstoffpolitik in einen größeren machtpolitischen Kontext ein. Er verweist auf den Einfluss internationaler Organisationen wie dem World Economic Forum (WEF) und dessen Politikerschmiede — „Young Global Leaders“ —, die einst Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier, Jens Spahn, Annalena Baerbock und Konsorten zu dem formten, was sie heute sind. Auch globale Finanzakteure wie BlackRock — bei dessen deutschem Ableger Bundeskanzler Friedrich Merz fünf Jahre als Aufsichtsratsvorsitzender diente — nennt Sterz in diesem Zusammenhang. Ebenso bezieht er supranationale Institutionen wie die WHO sowie superreiche Oligarchen und Familien wie Rockefeller und Rothschild ein. Sterz argumentiert, dass politische und wirtschaftliche Netzwerke in der Pandemiepolitik eine besondere Rolle gespielt hätten.

Ende 2020 brachte die Pharmaindustrie angeblich wirksame Impfstoffe nach nur wenigen Monaten Forschung auf den Markt, obwohl dies üblicherweise Jahre dauert. Der Autor des Buches äußert starke Skepsis gegenüber der schnellen Entwicklung und betont, dass die Substanzen von Pfizer/BioNTech keine Impfungen im herkömmlichen medizinischen Sinne, sondern modifizierte mRNA-Injektionen seien.

Im Jahr 2021 häuften sich Berichte über ungewöhnlich viele und schwere Impfnebenwirkungen, die alle Altersgruppen und Organsysteme betrafen und teils lebensbedrohlich waren. Anfang 2022 forderten autokratisch eingestellte Politiker rigorose Maßnahmen gegen Impfunwillige, darunter massive Freiheitseinschränkungen. Zudem wurden Impfunwillige wie Bürger zweiter Klasse behandelt — man denke nur an 2G, 3G, Verunglimpfungen wie „Pandemie der Ungeimpften“ und dergleichen.

Was Helmut Sterz an der Entwicklung und Zulassung der COVID-19-Impfstoffe kritisiert

Als die COVID-19-Impfstoffe Ende 2020 zugelassen wurden, dominierte der politische Wille, eine angeblich globale Krise möglichst schnell zu beenden. In dieser Atmosphäre der nicht bestehenden, jedoch kommunizierten Dringlichkeit geriet eine Frage in den Hintergrund, die in der Arzneimittelentwicklung normalerweise zentral ist: Was wissen wir — und was wissen wir noch nicht?

Der Mediziner und Autor Helmut Sterz setzt genau an dieser Stelle an. In seinem Buch „Die Impfmafia“ — das zur Pflichtlektüre für jeden aufgeklärten und informierten Menschen gehören sollte – kritisiert er weniger den Impfstoff als solchen, sondern das Verfahren, mit dem er entwickelt, geprüft und zugelassen wurde.

Sterz’ Kernthese lautet: Die COVID-19-Impfstoffe, insbesondere die neuartigen mRNA-Impfstoffe, kamen auf den Markt, ohne dass alle sicherheitsrelevanten präklinischen Studien durchgeführt wurden, die üblicherweise dazu dienen, langfristige Risiken auszuschließen. Für ihn ist das kein Detail, sondern ein grundlegendes Problem wissenschaftlicher Sorgfalt.

Ein zentraler Punkt seiner Kritik betrifft die fehlenden Langzeit-Toxizitätsstudien. In der klassischen Arzneimittelentwicklung werden neue Wirkstoffe über lange Zeiträume an Tieren getestet, um schleichende Schäden an Organen, chronische Entzündungen oder Autoimmunreaktionen zu erkennen. Diese Studien dauern Monate oder Jahre — Zeit, die während der Pandemie bewusst nicht abgewartet wurde. Sterz stellte richtigerweise fest: Man konnte zum Zeitpunkt der Zulassung schlicht nicht wissen, ob sich bestimmte Nebenwirkungen erst langfristig zeigen.

Eng damit verbunden ist sein Hinweis auf nicht durchgeführte Genotoxizitäts- und Karzinogenitätsstudien. Solche Tests sollen klären, ob ein Wirkstoff das Erbgut schädigen oder langfristig das Krebsrisiko erhöhen kann. Bei den COVID-19-Impfstoffen wurden diese Untersuchungen nicht experimentell durchgeführt, sondern mit dem Argument übersprungen, dass die verwendeten Bestandteile „nicht als genotoxisch oder karzinogen zu erwarten“ seien. Für Sterz ist genau das der kritische Punkt: Annahmen ersetzen Messungen. Gerade bei einer neuen Technologie wie der mRNA-Plattform hält er das zurecht für wissenschaftlich unzureichend.

Ein weiterer Aspekt seiner Argumentation betrifft die unzureichend untersuchte Verteilung der Impfstoffbestandteile im Körper. Sterz bemängelt, dass nicht systematisch geprüft wurde, in welchen Organen sich die Wirkstoffe oder ihre Abbauprodukte anreichern, wie lange sie dort verbleiben und welche biologischen Effekte daraus entstehen könnten. Im Klartext: Man wusste nicht genau, wohin der Impfstoff im Körper gelangt — man ging davon aus, dass dies unproblematisch sei.

All diese Punkte fasst Sterz unter einem übergeordneten, absolut berechtigten Vorwurf zusammen: Die Notfall- beziehungsweise bedingte Zulassung hat dazu geführt, dass klassische Prüfschritte verkürzt, zusammengelegt oder in die Zeit nach der Zulassung verschoben wurden. Langzeitdaten sollten vor, und nicht nach dem breiten Einsatz erhoben werden. Ein Teil der Sicherheitsprüfung hat faktisch in der Allgemeinbevölkerung stattgefunden — an den „Versuchskaninchen“, wie Olaf Scholz die Geimpften im Wahlkampf 2021 bezeichnete.

Sterz kritisiert zu Recht, die Fachinformationen zu den Impfstoffen seien unvollständig und irreführend gewesen. Ärzte und Patienten wurden nicht ausreichend über mögliche Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt. Auf Seite 204 seines Buches schreibt Sterz:

„Die von den Behörden und ihren Experten während der „Pandemie“ verbreiteten Informationen zur Sicherheit und Qualität der neuartigen Vakzine entbehrten einer wissenschaftlich gesicherten Grundlage, sie enthielten oft absichtliche Lügen, um den Menschen durch Angstmache „an der Nadel“ zu halten.

Aufgrund meiner fachlichen Erfahrung beurteile ich dieses Vorgehen bei der präklinischen Entwicklung von COMIRNATY als kriminell. Sowohl in den USA als auch in Europa können nach Erklärung eines Gesundheitsnotstands besondere Gesetze erlassen werden, die alle an der Bekämpfung der Notsituation Beteiligten von einer Haftung für Schäden jeglicher Art befreit, welche durch die Bekämpfungsmaßnahmen entstehen. Allerdings greift diese Immunität nicht, wenn die betreffenden Personen oder Institutionen sich im Zusammenhang mit ihrem Auftrag eines absichtlichen Vergehens oder einer willentlichen Amtspflichtverletzung schuldig machen. Meine Analyse belegt, dass derartige Vergehen im Verlauf der präklinischen Sicherheitsprüfungen vielfach geschehen sind.“

Wann hören wir endlich „Handschellen klicken“, wie es der deutsche Moderator und Autor Peter Hahne, in einem Interview mit der Weltwoche am 7. April 2024 forderte? Wörtlich sagte er bei der Textstelle in den Minuten 43 und 44:

„… ich will Handschellen klicken hören. (…) Die Akten des Robert Koch-Instituts sagen eindeutig: Die Verschwörungstheorien sind reinste Realität und jetzt erwarte ich, dass doch endlich die Politik sagt nicht nur Aufklärung, sondern Schuldzuweisung — ohne dem hat das doch gar keinen Sinn — wir wollen jetzt wissen, wer ist schuld daran, dass das zur Ideologie wurde. Und jetzt kann ich Ihnen ganz klar sagen was mein Vorschlag ist: Lasst doch endlich aus den Gefängnissen die Leute raus, die da immer noch sitzen – Ärzte, Hebammen, Gesundheitspersonal, die falsche Impfausweise ausgestellt haben und sowas (…), lasst die frei, wir brauchen jetzt viel Platz für Politiker, für die Verantwortlichen (…) es bleibt mein Satz bestehen: Ich will Handschellen klicken hören – das Schlimmste ist, dass die Leute sich jetzt aus der Verantwortung stehlen…“

Sie besitzen kein Rückgrat, keine Ehre und kein Format — traurig, aber wahr. Es lohnt sich, das ganze 90 Minuten dauernde Interview mit Peter Hahne anzusehen, der Deutschland als moralisch verseuchtes Notstandsgebiet beschreibt.

Nun wieder zurück zu den Ausführungen von Helmut Sterz.

Wichtig ist auch, was Sterz ausdrücklich nicht sagt: Er behauptet nicht, dass die Impfstoffe zwangsläufig gefährlich seien oder dass jeder Geimpfte Schaden davonträgt. Sein Argument ist subtiler und zugleich unbequemer:

Das Fehlen bestimmter Studien bedeutet ein Fehlen von Wissen. Und dieses Nicht-Wissen sei in Kauf genommen worden, obwohl es um Eingriffe bei Millionen — ja Milliarden — gesunder Menschen ging.

Sterz’ Kritik richtet sich damit weniger gegen einzelne Forscher oder Hersteller als gegen ein System, das im Ausnahmezustand bereit war, wissenschaftliche Standards flexibel auszulegen. Wissenschaft lebt nicht nur von Ergebnissen ihrer Forschung, sondern von transparenten Verfahren, klar benannten Unsicherheiten und der Bereitschaft, auch unbequeme Fragen zu stellen.

Gerade deshalb entfaltet Sterz‘ Kritik ihre Wirkung nicht als Gegenrede zur Impfung an sich, sondern als Grundsatzfrage moderner Medizin: Wie viel Ungewissheit sind wir bereit zu akzeptieren — und wer entscheidet darüber?

„Wir waren die Versuchskaninchen“

Als Olaf Scholz im Herbst 2021 erklärte, die bereits Geimpften seien „die Versuchskaninchen“ gewesen, war das vermutlich als Ermutigung gedacht. Glücklich diejenigen, die sich nicht ermutigen ließen. Doch der Satz wirkte auch wie ein unfreiwilliges Geständnis. Denn er benannte offen, was zuvor stets bestritten oder beschwichtigt worden war: dass die breite Impfkampagne nicht nur Schutzmaßnahme, sondern auch Erkenntnisquelle war.

Der Begriff „Versuchskaninchen“ ist kein harmloses Bild. Er steht für das Objekt eines Experiments, nicht für dessen Gestalter. Für jemanden, der politische Verantwortung trägt, ist diese Wortwahl mehr als ein rhetorischer Ausrutscher. Sie verrät ein Denken, in dem Millionen Menschen rückblickend als notwendige Etappe auf dem Weg zu mehr Sicherheit erscheinen — nicht als selbstbestimmte Individuen, sondern als statistische Masse. Die Massenimpfung war auch ein groß angelegtes, unverantwortliches Sozialexperiment.

Besonders problematisch war der Kontext. Die Impfstoffe waren neu, Langzeitdaten fehlten, viele Fragen waren offen. Genau deshalb war Vertrauen entscheidend. Wer in dieser Lage suggeriert, dass die ersten Geimpften faktisch Teil eines großangelegten Feldversuchs waren, beschädigt dieses Vertrauen — selbst dann, wenn er sich selbst einschließt. Im Nachhinein war es aus meiner Sicht gut und vielleicht lebensrettend, wenn manche Menschen sich aufgrund dieser Aussage den oftmals schädlichen Impfstoff nicht verpassen ließen.

Ein kleiner Rückblick:

Als 2020 die ersten COVID-19-Impfstoffe zugelassen wurden, überwog die Erleichterung. Endlich schien ein Ausweg aus der Pandemie — in Wirklichkeit PLANdemie — in Sicht. Ich erinnere mich noch, wie in einem meiner Managementseminare eine junge Dame plötzlich von ihrem Stuhl mit ihrem Smartphone in der Hand aufsprang und freudestrahlend und lautstark verkündete: „Nächsten Dienstag werde ich geimpft“.

Doch kaum begann die Massenimpfung, erhob sich eine kritische Stimme, die die Sache in ein anderes Licht rückte: Die Kampagne, so argumentierten einige Experten und Publizisten richtigerweise, wirke wie ein groß angelegtes Sozialexperiment. Nicht heimlich, nicht illegal — aber in ihrer Struktur, ihrem Umfang und ihrer Geschwindigkeit einzigartig.

Hinzu kommt die gesellschaftliche Dimension: Impfkampagnen, Empfehlungen für Kinder, Booster-Strategien und Debatten über Impfpflichten zeigten, dass politische Entscheidungsträger und die Pharmaindustrie gemeinsam ein beispielloses Projekt durchführten, ohne dass die Bevölkerung die volle Kontrolle über die Risiken hatte. Die Massenimpfung wurde so zu einem Experiment, bei dem Millionen Menschen gleichzeitig beobachtet, bewertet und statistisch erfasst wurden — und sehr viele von ihnen — geschädigt.

Schließlich war auch die Kommunikation ein zentraler Punkt der kriminellen Vorgehensweise der Verantwortlichen. Politiker und Medien betonten wiederholt, dass die Impfstoffe „sicher“ seien. Es entstand ein Spannungsfeld: Einerseits sollte Vertrauen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln geschaffen werden, andererseits wurden offene, absolut berechtigte Fragen und enorme Unsicherheiten weitgehend ausgeblendet. Die hinters Licht geführten Menschen waren Teil eines strategisch geplanten Testfeldes, in dem die Handlungs- und Entscheidungsfreiheit der „Versuchskaninchen“ sowie eine ausreichende Kenntnis über Risiken nur eingeschränkt gegeben war.

Fazit

Die Massenimpfung war nicht nur eine medizinische — definitiv unsichere, im Nachhinein schädliche — Maßnahme, sondern auch ein soziales und epidemiologisches, weltweit einmaliges Experiment. Meines Erachtens war es zudem kriminell, da es auf Langzeitwissen verzichtete und die Bevölkerung immensen Risiken aussetzte. Nach dem sprunghaften Anstieg der Nebenwirkungen und der Sterberate hätten die Corona-Vakzine unverzüglich zurückgezogen werden müssen. Dies geschah aber nicht. Die Protagonisten aus Politik, Medien und Wissenschaft haben sich schuldig gemacht und sollten sich vor Gericht verantworten müssen.

Dieses Experiment war auch ganz im Sinne des — in einem vorigen Artikel dieser Serie bereits beschriebenen — „Great Reset“. Die eigentlichen Drahtzieher der PLANdemie – die Macht- und Besitzeliten — wollten offenbar unter anderem austesten, wie weit die Bevölkerung gehorsam den Empfehlungen und Erpressungen ihrer Politmarionetten folgen würde.


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Noch ein privates Anliegen
, werte Leserinnen, werte Leser,

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Zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung entstehen. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar.  

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

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Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


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Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

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„Jetzt unabwendbar! Artikel 20 GG wird vernichtet!“ 

Am 8. März 2026 erreichte mich folgende E-Mail:

„Liebe Journalistinnen und Journalisten, 

wir bitten Sie um Veröffentlichung des Presseberichts zu

In der aktuellen Pressemitteilung geht es um: 

Jetzt unabwendbar! Artikel 20 GG wird vernichtet! 

Der Berliner Künstler und Bürgerrechtler Ralph Boes teilt mit, dass seine Verfassungsbeschwerde gegen die Vernichtung seines Kunstwerkes “Artikel 20 GG in Gold auf Buche” vom Bundesverfassungsgericht nicht zur Entscheidung angenommen worden ist. Damit ist die staatliche Vernichtung des Artikels 20 nicht mehr abzuwenden.

Boes spricht von einem Vorgang, der den Kern der Demokratie berührt.

„Kunst nimmt ja oft vorweg, was später in der Wirklichkeit geschieht. Denken wir nur an Orwells 1984. Wenn jetzt der Artikel 20 GG vernichtet wird, handelt es sich um ein Realbild zum Zustand unserer Republik“, sagt Boes. 

Der Staat tritt gegen sich selber an (…)

📌 Hier geht’s zur aktuellen Pressemitteilung:
https://deine-verfassung.de/akt13/Pressemitteilung-vom-08.03.2026.pdf

___
Mit freundlichen Grüßen
Verein zur Erneuerung der Bundesrepublik an ihren eigenen Idealen e.V.
https://www.deine-verfassung.de

Werte Leserinnen und Leser, für eine weitere Verbreitung des Links

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Gas-Terror gegen uns: Selenskyj, es reicht!

06. März 2026, von Antonio Santo

– Er ist ein freilaufender gefährlicher Wiederholungstäter

– Nimmt denn die Serie der Anschläge auf uns kein Ende?

– Wen wird die Geschichte einmal zur Verantwortung ziehen?

Wolodymyr Selenskyj, der angebliche “Verteidiger europäischer Freiheit und Werte”, lässt nicht nur Schiffe im Schwarzen Meer versenken; nun trafen seine Seedrohnen einen LNG-Tanker – aber nicht in seinem angrenzenden Meer, von dem man meinen könnte, dass es ihm alleine gehört; nein, der Angriff auf den Flüssiggas-Tanker erfolgte in unserem europäischen Mittelmeer vor der Küste Afrikas. Als Folge zogen augenblicklich die Gaspreise erneut an. Die Märkte reagieren zunehmend empfindlich, seit bereits Katar nach dem Beschuss aus dem Iran zwei Tage zuvor einen Produktionsstopp von LNG verfügt hat. Der europäische Gaspreis machte einen Sprung von 42 Prozent – und jetzt geht es gerade so weiter. Der von uns finanzierten ukrainischen Führung ist das völlig schnuppe.

Dabei ist Selenskyj ein gefährlicher Wiederholungstäter. Schon vor Beginn des Ukrainekrieges zapfte er zu unseren Lasten die Überland-Gaspipeline nach Europa an und versuchte, den Zubau der alternativen Pipeline außerhalb seines Herrschaftsbereiches durch die Ostsee zu hintertreiben; es gelang ihm bekanntlich nicht, Nord Stream 2 wurde trotzdem gebaut, was das deutsch-russische Konsortium Milliarden kostete (und uns Milliarden ersparen sollte). Schon das günstige russische Gas aus Nord Stream 1 hatte die deutsche Industrie florieren lassen und den privaten Haushalten niedrige Heizkosten beschwert; Nord Stream 2 war das auf eine prosperierende deutsche Wirtschaft ausgelegte nächste Zukunftsprojekt – bis es von ukrainischen Terroristen unter US-Ägide in völkerrechtswidriger Weise sabotiert wurde.

Bei Geld hört die Freundschaft auf

Doch die grüngefärbte Berliner Ampelpolitik wollte kein Gas mehr, weil sie immer noch glaubt, dieses sei ein „Klimakiller“ – und das, obwohl die CO2-Konzentration in der Erdgeschichte schon fast zehnmal so hoch war wie heute (und zwar ohne dass von Menschen fossile Brennstoffe verheizt wurden). Also glaubte Selenskyj ein gutes Werk zu tun, als er in einer „Koalition der Willigen“ (USA, deutsche und europäische Grüne und andere Anhänger des menschengemachten Klimakults) Nord Stream sprengen ließ. Der Gaspreis stieg infolgedessen drastisch, denn das vom damaligen Wirtschaftszerstörungsminister Habeck ersatzweise favorisierte LNG ist knapp, somit naturgemäß teuer und beschert den Lieferländern bei gleichzeitigem Wegfall von „Russengas“ eine exorbitante Handelsspanne. Auch die USA langen hier voll zu, denn beim Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf.

Nun sollte es eigentlich der gesunde Menschenverstand gebieten, die kostspielige „Freundschaft“ mit der Ukraine unverzüglich zu beenden – jedenfalls solange dieser Selenskyj sein Unwesen treibt. Doch man muss sich an den Kopf fassen: Wir schicken der Ukraine (!) über Polen schon seit einiger Zeit Gas – aber jetzt sogar noch mehr – und das, obwohl der Füllstand unserer eigenen Gasspeicher bereits auf alarmierende 20 Prozent gesunken ist. Wie der Skandal funktioniert, beschreibt “Bild”: “Die Ukraine bekommt ab jetzt Gas aus einem deutschen Flüssiggas-Terminal auf der Insel Rügen – gegen den Kälte-Terror Russlands! Die ukrainische ‚Naftogaz‘-Gruppe hat sich nach Bild-Informationen die Lieferung von US-amerikanischem Flüssigerdgas (LNG) über das Terminal des Unternehmens „Deutsche ReGas“ gesichert. Das LNG wird aus den USA per Schiff bezogen und aus Deutschland vom Energieunternehmen TotalEnergies Deutschland in die Ukraine geliefert. Brisant: Nachdem das LNG von Deutsche ReGas wieder in Gas umgewandelt (‚regasifiziert‘) wurde, wird es über Pipelines nach Lubmin geleitet – dem Ort, wo russisches Gas von 2011 bis 2022 über Nord Stream nach Deutschland kam… Von dort aus wird das Gas über Polen in die Ukraine geliefert, wo es Naftogaz zur Verfügung steht, um den Bedarf des Landes zu decken.” Soweit “Bild”.

Ungarn und Slowakei: Das Ende der Geduld

Und wo bleiben wir? Der Niedergang Deutschlands wird sich wegen der absehbar weiteren Erhöhung der Energiepreise beschleunigen. Der höhere Gaspreis schlägt auch auf den Strompreis durch, weil Gaskraftwerke die ebenfalls abgewürgten Atom- und Kohlekraftwerke ersetzen müssen. Auch noch so hohe Sonderschulden können den Abstieg Deutschlands nicht aufhalten. Was die deutsche Politik tut, grenzt an Selbstzerstörung und kriminelle Kumpanei. Das müsste nicht so sein; im Gegenteil: Die Slowakei etwa stellt ihre Stromhilfen für die Ukraine ein, die das Netz der Ukraine stabilisieren sollte. Die Fico-Regierung rechtfertigt diesen Schritt damit, dass die Ukraine ihrerseits die Slowakei von russischen Öllieferungen abschneidet – genau wie Ungarn auch. Beide Länder bezogen russisches Öl über die – von der Ukraine hierzu vorvergangene Woche sabotierte – Druschba-Pipeline. Die Ukraine, so Fico, habe einen Erdöl-Notstand in der Slowakei verursacht.

Die Geduld anderer EU-Länder mit dem skrupellosen Selenskyj-Regime scheint nun am Ende zu sein. Hingegen ist die Geduld der deutschen Politik mit diesem ukrainischen Zar anscheinend grenzenlos. Es wird wohl nicht ausbleiben, dass Juristen und Historiker dereinst die Frage zu beantworten haben, wer für das Desaster in Deutschland verantwortlich war: Waren es die Terroranschläge der Ukraine mithilfe der USA, oder war es der ökonomische Masochismus der eigenen politischen Führung? War es Unwissen, Blauäugigkeit oder Vorsatz, und wenn ja, von welchen Verantwortlichen? Vor welchem Richter werden sich diese sattsam bekannten Akteure einmal verantworten müssen? Oder werden die eigentlichen Drahtzieher, wie schon oft in der Geschichte, unbeschadet von dannen ziehen? Vermutlich eher Letzteres.

Das sogenannte „Völkerrecht“ sieht leider kein Recht der Völker vor, in dessen Namen solche Energie-Verbrechen aufgeklärt und die Täter abgeurteilt werden. Wenn, dann müssten dies Gerichte bewerkstelligen – und vor diesen ist man bekanntlich in Gottes Hand…

Dieser Artikel ist ohne KI erstellt und zuerst hier https://ansage.org/gas-terror-gegen-uns-selenskyj-es-reicht-endgueltig/ erschienen.

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Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

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Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
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Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

  • Ukrainekonflikt
  • Ampelkoalition
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Artikelserie: Die großen Lügen (Teil 3) Corona II – Die Impfung ist sicher

Von Uwe Froschauer

Während der Corona-Pandemie wurde ein Satz in immer neuen Varianten wiederholt: „Die Impfung ist sicher“. Er fiel nicht immer wortgleich, doch seine Botschaft war klar und konsistent. Von Regierungsmitgliedern, „Spitzenpolitikern“ und in weiten Teilen der Medien wurde die Impfung als verlässlich, geprüft und vertrauenswürdig dargestellt. Diese kommunikative Linie sollte Vertrauen schaffen — was bei vielen auch gelang. Bei mir und bei einigen anderen hinterließ sie jedoch ein Unbehagen, das bis heute nachwirkt. Und dieses Gefühl gibt mir heute recht: Die Impfung war alles andere als sicher!

Schon früh betonte der damalige Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, dass bei der Entwicklung der Impfstoffe „keine Abstriche bei der Sicherheit“ gemacht würden. Die Sicherheit der Impfstoffe stehe „ganz oben auf der Agenda“, sagte er mehrfach. Die Botschaft war eindeutig: Auch wenn alles schneller gehe als sonst, bleibe der wissenschaftliche Standard unangetastet.

Von wegen!

Geschwindigkeit und Sicherheit wurden rhetorisch nicht als Spannungsverhältnis dargestellt, sondern als vereinbar. Dieser Unsinn ist ungefähr so, als würde man behaupten: Wir können die Schwangerschaft der Frauen von neun Monate auf zwei Monate verkürzen — bei gleichem Resultat.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel warb mit Nachdruck für die Impfkampagne. Sie formulierte vorsichtiger, aber nicht weniger bestimmt. In Ansprachen und Pressekonferenzen verwies sie auf die Prüfverfahren der europäischen Zulassungsbehörden und darauf, dass man sich auf diese Prozesse verlassen könne. Konnte man eben nicht! Die Impfung sei ein Weg, sich selbst und andere zu schützen — ein Satz, der implizit Sicherheit voraussetzt.

Wie wir heute wissen, war weder Eigenschutz noch Fremdschutz durch die Impfung gegeben. Merkel vermied absolute Formulierungen, doch ihre Botschaft zielte auf Vertrauen in Staat, Wissenschaft und Verfahren. Und genau dieses Vertrauen wurde missbraucht.

Am deutlichsten formulierte Karl Lauterbach, zunächst als Gesundheitsexperte der SPD, später als Bundesgesundheitsminister. Er erklärte wiederholt, die Impfstoffe seien „sehr sicher“ und schwere Nebenwirkungen „extrem selten“. Hier eine offizielle Grafik zu Impfnebenwirkungen:

Ich würde mal sagen, die Grafik spricht für sich, oder, Herr Lauterbach?

Die Krankenhausdaten zeigen zweifellos, dass nach Covid-Impfungen wesentlich häufiger Nebenwirkungen behandelt wurden als sonst nach Impfungen üblich.

Im Februar 2022 meldete die deutsche Krankenversicherung „BKK ProVita“, dass bei ihren Versicherten erheblich mehr ärztliche Behandlungen wegen Covid-Impfnebenwirkungen abgerechnet wurden, als aufgrund der offiziellen Zahlen zu erwarten gewesen wäre. 

Die BKK ProVita schlug vor, dass andere Krankenversicherungen ebenfalls ihre Versichertendaten auswerten und sie dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zur Verfügung stellen sollten. Das PEI ist in Deutschland für das Erfassen von Impfnebenwirkungen zuständig. Doch was geschah in „unserer Demokratie“? Am 1. März 2022 wurde Andreas Schöfbeck, der Vorstand der „BKK ProVita“ gefeuert. Er hatte auf die mutmaßliche Untererfassung von Impfnebenwirkungen hingewiesen.

Die Lüge von der Sicherheit der Impfung mit „sehr seltenen Nebenwirkungen“ musste schließlich aufrechterhalten werden. nicht wahr?

Mehr dazu, siehe hier.

Das Thema Nebenwirkungen hat Helmut Sterz, lange Zeit Cheftoxikologe und Autor des absolut lesenswerten Buches „Die Impfmafia“, besonders beschäftigt. Mehr zu Helmut Sterz und seinem Buch im nächsten Abschnitt dieses Artikels. Auf Seite 57 schreibt Sterz zu den Impfnebenwirkungen:

„Sehr früh nach der Marktzulassung war eine Welle von schweren Nebenwirkungen bei Geimpften zu erkennen. Die Verantwortlichen der Gesundheitsbehörden hätten daher die Zulassung der mRNA-Vakzine bereits im Laufe des Jahres 2021 rückgängig machen müssen. Das haben Sie nicht in Erwägung gezogen, und dafür sollten sie angeklagt werden: Meine Arbeit liefert hinsichtlich der Pfizer/BioNTech-Vakzine CORMINATY klare Beweise für die Schuld der Behördenexperten.“

Auf Seite 200 ist im Buch von Helmut Sterz zu lesen:

„Meine Analyse hat schwerwiegende Abweichungen von praktisch allen verbindlichen Behördenrichtlinien in Bezug auf die präklinische Sicherheit aufgedeckt. Es ist wahrlich erschreckend, wenn man jetzt im Nachhinein konstatieren muss, dass der größte Teil der beim Menschen registrierten Nebenwirkungen bei der Anwendung von COMIRNATY in sorgfältig durchgeführten Tierversuchen hätte vorhergesehen und durch Einschränkung der Indikation vermieden werden können.“

Sterz beschreibt in seinem Buch zahlreiche Fälle von Impfgeschädigten, die unter schweren gesundheitlichen Folgen leiden, darunter neurologische Störungen, Herzprobleme und Autoimmunerkrankungen. Er kritisiert die mangelnde Unterstützung für die Betroffenen, die von den verantwortlichen Stellen im Regen stehengelassen werden.

Die Frage ist, was unsere angeblich demokratisch strukturierte Gesellschaft wert ist, wenn sie andere Meinungen nicht mehr zulässt. Ist nicht gerade das Festhalten an einem Narrativ bei gleichzeitigem Abschmettern anderer Sichtweisen das Merkmal für eine Diktatur schlechthin?

Andersdenkende und tatsächlich „Besserwissende“ wie Andreas Schöfbeck, der deutsche Mediziner und emeritierte Hochschullehrer, Sucharit Bhakdi, der deutsche Internist, Sozial- und Umweltmediziner sowie Politiker, Wolfgang Wodarg, und viele andere wahrheitssuchende Menschen wurden in der Coronazeit vom mafiös organisierten Coronaregime diffamiert, etikettiert, diskreditiert und stellenweise auch verfolgt. Jede Meinung, die das „Imperium der Lügen“ gefährdete, wurde plattgemacht.

Meinungspluralismus — ein unverzichtbares Kennzeichen einer Demokratie — war nicht mehr gegeben. Als Mediziner und Wissenschaftler sollte Karl Lauterbach wissen, dass bei der Wahrheitssuche Dissens die Essenz der Wissenschaft ist. In seiner Funktion als Politiker war ihm Wahrheitssuche fremd, weshalb er auch äußerte, dass Wahrheit oftmals der „politische Tod“ sei.

In der Coronazeit herrschte Diktatur. Sie wird wohl bei einigen Historikern — Rückgrat vorausgesetzt — als „Coronadiktatur“ in die Geschichte eingehen.

Für Lauterbach war die Impfung das zentrale Instrument zur Beendigung der Pandemie. Zweifel an ihrer Sicherheit wies er regelmäßig zurück — eine zutiefst antidemokratische und unwissenschaftliche Denk- und Verhaltensweise. Aus diesem Grund sehe ich Herrn Lauterbach besonders in der Pflicht, sich seiner Verantwortung zu stellen.

Die politische Kommunikation der Corona-Protagonisten folgte einer klaren Logik: In einer Krise, in der schnelles Handeln erforderlich schien, sollte Unsicherheit nicht betont, sondern begrenzt werden. Die Sicherheit der Impfung wurde von den Entscheidern in Coronazeiten vermutlich nicht als vollständige Abwesenheit von Risiken verstanden — wenn auch meist von den Coronaerzählern anderes behauptet wurde —, sondern als ausreichend belegt für eine breite Anwendung der Giftspritzen.

Dass die Sicherheit der neuen Impfstoffe sich nicht auf Langzeitdaten stützen konnte, wurde nur selten explizit thematisiert und in den Hintergrund gerückt.

Aber wie kommt das bei den Bürgern an? Wenn die Politik sagt, etwas sei „sicher“, verstehen viele Bürger darunter mehr als eine statistische Risiko-Nutzen-Abwägung. Sie hören eine Zusicherung, eine Beruhigung — eine Form von Garantie. Dem Bürger ist dabei oft nicht klar, dass in der Sprache der Wissenschaft „sicher“ meist bedeutet: Nach aktuellem Kenntnisstand überwiegt der Nutzen. Wissenschaft ist immer nur der momentane Stand des Irrtums, und versucht, der wie auch immer gearteten „Wahrheit“ näher zu kommen. Für den Bürger klingt das jedoch so: Es besteht kein ernstzunehmendes Risiko! Dabei war das Risiko enorm, wie der massive Anstieg der Impfnebenwirkungen und die rasant zunehmende Übersterblichkeit seit Impfbeginn Ende 2020 zeigt.

Diese Diskrepanz zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und politischer Kommunikation wurde selten offen thematisiert. Stattdessen dominierte eine Sprache der Gewissheit. Zweifel galten schnell als irrational oder unsolidarisch. Wer Fragen stellte, riskierte, zu einem „Impfgegner“ abgestempelt zu werden — unabhängig davon, ob es um grundsätzliche Ablehnung oder um konkrete Sicherheitsaspekte ging.

Rückblickend lässt sich sagen: Die Aussage „Die Impfung ist sicher“ war weniger eine wissenschaftliche Feststellung als eine politische, auf fingierten Fakten beruhende Erzählung. Sie diente dazu, Handlungsfähigkeit zu demonstrieren und gesellschaftliche Mobilisierung zu ermöglichen. Schließlich warteten viele Bürger auf die Erlösung in Form der Impfung aus diesem lebensbedrohlich kommunizierten Zustand, der aber lediglich so gefährlich war wie eine mittelmäßige Grippe. Die Wirkungen der Impfung waren wesentlich lebensbedrohlicher als das, wovor sie schützen sollten. Und das wussten die Entscheider in Coronazeiten relativ früh. Dennoch beharrten sie auf ihrem Narrativ, führten in Deutschland für etwa neun Monate sogar die grundgesetzwidrige einrichtungsbezogene Impfpflicht ein, und forcierten darüber hinaus eine allgemeine Impfpflicht. Sie zerstörten dabei zahllose wirtschaftliche Existenzen und brachten auch viele Menschen gesundheitlich schwer in Gefahr.

Die Verantwortlichen sollten sich einem umfassenden Untersuchungsausschuss stellen – nicht nur einer Enquete-Kommission.

Die einrichtungsbezogene Impfpflicht bedeutete faktisch: Wer seinen Arbeitsplatz etwa im Krankenhaus nicht verlieren wollte, musste sich impfen lassen. Für die Betroffenen war das kein freiwilliger medizinischer Eingriff, sondern eine existenzielle Zwangssituation.

Viele empfanden diese Regelung daher als eine Form indirekter Erpressung: Entweder Impfung — oder Verlust der beruflichen Existenz. Wenn der Staat Menschen vor die Wahl stellt, ihre körperliche Integrität oder ihre wirtschaftliche Lebensgrundlage zu riskieren, stellt sich zwangsläufig die Frage, wie weit demokratische Prinzipien in einer solchen Situation noch gewahrt sind.

Sind solche Maßnahmen noch Ausdruck eines freiheitlichen Rechtsstaates — oder bereits Anzeichen einer Diktatur?

Die „Pandemie“ hat gezeigt, dass politische Kommunikation dem gesellschaftlichen Bedürfnis nach Klarheit nachkommen muss. Die Bevölkerung hätte tiefgehend darüber informiert werden müssen, dass es sich insbesondere bei den mRNA-Impfstoffen nicht um ein klassisches Vakzin, sondern um einen genverändernden Wirkstoff handelt, dessen Folgen aufgrund fehlender Langzeitdaten nicht absehbar sind. Die nicht ausgegorenen Impfstoffe hätten gar nicht erst zugelassen werden dürfen, was natürlich den renditegierigen Impfstoffherstellern gar nicht gepasst hätte. Liegt da vielleicht der Hund begraben?

Information über — sowie Entwicklung und Zulassung von Impfstoffen

Anfang Dezember 2025 erschien das äußerst bemerkenswerte Buch „Die Impfmafia“ von Helmut Sterz, auf das ich mich in diesem Abschnitt beziehe. Es gibt aus meiner Sicht momentan keine bessere und profundere Darstellung der unrechtmäßigen Geschehnisse in Hinblick auf Entwicklung und Zulassung von Vakzinen.

Helmut Sterz, langjähriger Toxikologe in der Pharmabranche — zuletzt bei Pfizer tätig —, versteht sein Werk als fundamentale Abrechnung mit der Pharmaindustrie und den politischen Entscheidungsträgern der Corona-Impfkampagne. Er war über 35 Jahre in leitender Funktion im Bereich Toxikologie tätig und sieht sich daher fachlich legitimiert, die Abläufe kritisch zu bewerten.

Ebenso wie der ehemalige Pfizer-Vizepräsident Michael Yeadon, der die Pharmaindustrie scharf kritisierte und behauptete, „auf ein Kind, das durch Covid stirbt, kommen 100 Kinder, die durch die Impfung sterben“, versteht sich auch Helmut Sterz als Insider, der die Vorgänge in der Branche aus eigener Erfahrung beurteilen kann.

Beide äußern die Auffassung, dass es während der Coronazeit zu schwerwiegenden Fehlentwicklungen in der Pharmabranche gekommen sei.

Sterz beleuchtet in seinem Buch die Entwicklung und Zulassung der mRNA-Impfstoffe, insbesondere des Pfizer/BioNTech-Impfstoffs COMIRNATY, und erhebt schwere Vorwürfe gegenüber Herstellern und zuständigen Behörden. Er kritisiert, dass aus seiner Sicht grundlegende wissenschaftliche und ethische Standards verletzt wurden.

Darüber hinaus ordnet Sterz die Impfstoffpolitik in einen größeren machtpolitischen Kontext ein. Er verweist auf den Einfluss internationaler Organisationen wie dem World Economic Forum (WEF) und dessen Politikerschmiede — „Young Global Leaders“ —, die einst Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier, Jens Spahn, Annalena Baerbock und Konsorten zu dem formten, was sie heute sind. Auch globale Finanzakteure wie BlackRock — bei dessen deutschem Ableger Bundeskanzler Friedrich Merz fünf Jahre als Aufsichtsratsvorsitzender diente — nennt Sterz in diesem Zusammenhang. Ebenso bezieht er supranationale Institutionen wie die WHO sowie superreiche Oligarchen und Familien wie Rockefeller und Rothschild ein. Sterz argumentiert, dass politische und wirtschaftliche Netzwerke in der Pandemiepolitik eine besondere Rolle gespielt hätten.

Ende 2020 brachte die Pharmaindustrie angeblich wirksame Impfstoffe nach nur wenigen Monaten Forschung auf den Markt, obwohl dies üblicherweise Jahre dauert. Der Autor des Buches äußert starke Skepsis gegenüber der schnellen Entwicklung und betont, dass die Substanzen von Pfizer/BioNTech keine Impfungen im herkömmlichen medizinischen Sinne, sondern modifizierte mRNA-Injektionen seien.

Im Jahr 2021 häuften sich Berichte über ungewöhnlich viele und schwere Impfnebenwirkungen, die alle Altersgruppen und Organsysteme betrafen und teils lebensbedrohlich waren. Anfang 2022 forderten autokratisch eingestellte Politiker rigorose Maßnahmen gegen Impfunwillige, darunter massive Freiheitseinschränkungen. Zudem wurden Impfunwillige wie Bürger zweiter Klasse behandelt — man denke nur an 2G, 3G, Verunglimpfungen wie „Pandemie der Ungeimpften“ und dergleichen.

Was Helmut Sterz an der Entwicklung und Zulassung der COVID-19-Impfstoffe kritisiert

Als die COVID-19-Impfstoffe Ende 2020 zugelassen wurden, dominierte der politische Wille, eine angeblich globale Krise möglichst schnell zu beenden. In dieser Atmosphäre der nicht bestehenden, jedoch kommunizierten Dringlichkeit geriet eine Frage in den Hintergrund, die in der Arzneimittelentwicklung normalerweise zentral ist: Was wissen wir — und was wissen wir noch nicht?

Der Mediziner und Autor Helmut Sterz setzt genau an dieser Stelle an. In seinem Buch „Die Impfmafia“ — das zur Pflichtlektüre für jeden aufgeklärten und informierten Menschen gehören sollte – kritisiert er weniger den Impfstoff als solchen, sondern das Verfahren, mit dem er entwickelt, geprüft und zugelassen wurde.

Sterz’ Kernthese lautet: Die COVID-19-Impfstoffe, insbesondere die neuartigen mRNA-Impfstoffe, kamen auf den Markt, ohne dass alle sicherheitsrelevanten präklinischen Studien durchgeführt wurden, die üblicherweise dazu dienen, langfristige Risiken auszuschließen. Für ihn ist das kein Detail, sondern ein grundlegendes Problem wissenschaftlicher Sorgfalt.

Ein zentraler Punkt seiner Kritik betrifft die fehlenden Langzeit-Toxizitätsstudien. In der klassischen Arzneimittelentwicklung werden neue Wirkstoffe über lange Zeiträume an Tieren getestet, um schleichende Schäden an Organen, chronische Entzündungen oder Autoimmunreaktionen zu erkennen. Diese Studien dauern Monate oder Jahre — Zeit, die während der Pandemie bewusst nicht abgewartet wurde. Sterz stellte richtigerweise fest: Man konnte zum Zeitpunkt der Zulassung schlicht nicht wissen, ob sich bestimmte Nebenwirkungen erst langfristig zeigen.

Eng damit verbunden ist sein Hinweis auf nicht durchgeführte Genotoxizitäts- und Karzinogenitätsstudien. Solche Tests sollen klären, ob ein Wirkstoff das Erbgut schädigen oder langfristig das Krebsrisiko erhöhen kann. Bei den COVID-19-Impfstoffen wurden diese Untersuchungen nicht experimentell durchgeführt, sondern mit dem Argument übersprungen, dass die verwendeten Bestandteile „nicht als genotoxisch oder karzinogen zu erwarten“ seien. Für Sterz ist genau das der kritische Punkt: Annahmen ersetzen Messungen. Gerade bei einer neuen Technologie wie der mRNA-Plattform hält er das zurecht für wissenschaftlich unzureichend.

Ein weiterer Aspekt seiner Argumentation betrifft die unzureichend untersuchte Verteilung der Impfstoffbestandteile im Körper. Sterz bemängelt, dass nicht systematisch geprüft wurde, in welchen Organen sich die Wirkstoffe oder ihre Abbauprodukte anreichern, wie lange sie dort verbleiben und welche biologischen Effekte daraus entstehen könnten. Im Klartext: Man wusste nicht genau, wohin der Impfstoff im Körper gelangt — man ging davon aus, dass dies unproblematisch sei.

All diese Punkte fasst Sterz unter einem übergeordneten, absolut berechtigten Vorwurf zusammen: Die Notfall- beziehungsweise bedingte Zulassung hat dazu geführt, dass klassische Prüfschritte verkürzt, zusammengelegt oder in die Zeit nach der Zulassung verschoben wurden. Langzeitdaten sollten vor, und nicht nach dem breiten Einsatz erhoben werden. Ein Teil der Sicherheitsprüfung hat faktisch in der Allgemeinbevölkerung stattgefunden — an den „Versuchskaninchen“, wie Olaf Scholz die Geimpften im Wahlkampf 2021 bezeichnete.

Sterz kritisiert zu Recht, die Fachinformationen zu den Impfstoffen seien unvollständig und irreführend gewesen. Ärzte und Patienten wurden nicht ausreichend über mögliche Risiken und Nebenwirkungen aufgeklärt. Auf Seite 204 seines Buches schreibt Sterz:

„Die von den Behörden und ihren Experten während der „Pandemie“ verbreiteten Informationen zur Sicherheit und Qualität der neuartigen Vakzine entbehrten einer wissenschaftlich gesicherten Grundlage, sie enthielten oft absichtliche Lügen, um den Menschen durch Angstmache „an der Nadel“ zu halten.

Aufgrund meiner fachlichen Erfahrung beurteile ich dieses Vorgehen bei der präklinischen Entwicklung von COMIRNATY als kriminell. Sowohl in den USA als auch in Europa können nach Erklärung eines Gesundheitsnotstands besondere Gesetze erlassen werden, die alle an der Bekämpfung der Notsituation Beteiligten von einer Haftung für Schäden jeglicher Art befreit, welche durch die Bekämpfungsmaßnahmen entstehen. Allerdings greift diese Immunität nicht, wenn die betreffenden Personen oder Institutionen sich im Zusammenhang mit ihrem Auftrag eines absichtlichen Vergehens oder einer willentlichen Amtspflichtverletzung schuldig machen. Meine Analyse belegt, dass derartige Vergehen im Verlauf der präklinischen Sicherheitsprüfungen vielfach geschehen sind.“

Wann hören wir endlich „Handschellen klicken“, wie es der deutsche Moderator und Autor Peter Hahne, in einem Interview mit der Weltwoche am 7. April 2024 forderte? Wörtlich sagte er bei der Textstelle in den Minuten 43 und 44:

„… ich will Handschellen klicken hören. (…) Die Akten des Robert Koch-Instituts sagen eindeutig: Die Verschwörungstheorien sind reinste Realität und jetzt erwarte ich, dass doch endlich die Politik sagt nicht nur Aufklärung, sondern Schuldzuweisung — ohne dem hat das doch gar keinen Sinn — wir wollen jetzt wissen, wer ist schuld daran, dass das zur Ideologie wurde. Und jetzt kann ich Ihnen ganz klar sagen was mein Vorschlag ist: Lasst doch endlich aus den Gefängnissen die Leute raus, die da immer noch sitzen – Ärzte, Hebammen, Gesundheitspersonal, die falsche Impfausweise ausgestellt haben und sowas (…), lasst die frei, wir brauchen jetzt viel Platz für Politiker, für die Verantwortlichen (…) es bleibt mein Satz bestehen: Ich will Handschellen klicken hören – das Schlimmste ist, dass die Leute sich jetzt aus der Verantwortung stehlen…“

Sie besitzen kein Rückgrat, keine Ehre und kein Format — traurig, aber wahr. Es lohnt sich, das ganze 90 Minuten dauernde Interview mit Peter Hahne anzusehen, der Deutschland als moralisch verseuchtes Notstandsgebiet beschreibt.

Nun wieder zurück zu den Ausführungen von Helmut Sterz.

Wichtig ist auch, was Sterz ausdrücklich nicht sagt: Er behauptet nicht, dass die Impfstoffe zwangsläufig gefährlich seien oder dass jeder Geimpfte Schaden davonträgt. Sein Argument ist subtiler und zugleich unbequemer:

Das Fehlen bestimmter Studien bedeutet ein Fehlen von Wissen. Und dieses Nicht-Wissen sei in Kauf genommen worden, obwohl es um Eingriffe bei Millionen — ja Milliarden — gesunder Menschen ging.

Sterz’ Kritik richtet sich damit weniger gegen einzelne Forscher oder Hersteller als gegen ein System, das im Ausnahmezustand bereit war, wissenschaftliche Standards flexibel auszulegen. Wissenschaft lebt nicht nur von Ergebnissen ihrer Forschung, sondern von transparenten Verfahren, klar benannten Unsicherheiten und der Bereitschaft, auch unbequeme Fragen zu stellen.

Gerade deshalb entfaltet Sterz‘ Kritik ihre Wirkung nicht als Gegenrede zur Impfung an sich, sondern als Grundsatzfrage moderner Medizin: Wie viel Ungewissheit sind wir bereit zu akzeptieren — und wer entscheidet darüber?

„Wir waren die Versuchskaninchen“

Als Olaf Scholz im Herbst 2021 erklärte, die bereits Geimpften seien „die Versuchskaninchen“ gewesen, war das vermutlich als Ermutigung gedacht. Glücklich diejenigen, die sich nicht ermutigen ließen. Doch der Satz wirkte auch wie ein unfreiwilliges Geständnis. Denn er benannte offen, was zuvor stets bestritten oder beschwichtigt worden war: dass die breite Impfkampagne nicht nur Schutzmaßnahme, sondern auch Erkenntnisquelle war.

Der Begriff „Versuchskaninchen“ ist kein harmloses Bild. Er steht für das Objekt eines Experiments, nicht für dessen Gestalter. Für jemanden, der politische Verantwortung trägt, ist diese Wortwahl mehr als ein rhetorischer Ausrutscher. Sie verrät ein Denken, in dem Millionen Menschen rückblickend als notwendige Etappe auf dem Weg zu mehr Sicherheit erscheinen — nicht als selbstbestimmte Individuen, sondern als statistische Masse. Die Massenimpfung war auch ein groß angelegtes, unverantwortliches Sozialexperiment.

Besonders problematisch war der Kontext. Die Impfstoffe waren neu, Langzeitdaten fehlten, viele Fragen waren offen. Genau deshalb war Vertrauen entscheidend. Wer in dieser Lage suggeriert, dass die ersten Geimpften faktisch Teil eines großangelegten Feldversuchs waren, beschädigt dieses Vertrauen — selbst dann, wenn er sich selbst einschließt. Im Nachhinein war es aus meiner Sicht gut und vielleicht lebensrettend, wenn manche Menschen sich aufgrund dieser Aussage den oftmals schädlichen Impfstoff nicht verpassen ließen.

Ein kleiner Rückblick:

Als 2020 die ersten COVID-19-Impfstoffe zugelassen wurden, überwog die Erleichterung. Endlich schien ein Ausweg aus der Pandemie — in Wirklichkeit PLANdemie — in Sicht. Ich erinnere mich noch, wie in einem meiner Managementseminare eine junge Dame plötzlich von ihrem Stuhl mit ihrem Smartphone in der Hand aufsprang und freudestrahlend und lautstark verkündete: „Nächsten Dienstag werde ich geimpft“.

Doch kaum begann die Massenimpfung, erhob sich eine kritische Stimme, die die Sache in ein anderes Licht rückte: Die Kampagne, so argumentierten einige Experten und Publizisten richtigerweise, wirke wie ein groß angelegtes Sozialexperiment. Nicht heimlich, nicht illegal — aber in ihrer Struktur, ihrem Umfang und ihrer Geschwindigkeit einzigartig.

Hinzu kommt die gesellschaftliche Dimension: Impfkampagnen, Empfehlungen für Kinder, Booster-Strategien und Debatten über Impfpflichten zeigten, dass politische Entscheidungsträger und die Pharmaindustrie gemeinsam ein beispielloses Projekt durchführten, ohne dass die Bevölkerung die volle Kontrolle über die Risiken hatte. Die Massenimpfung wurde so zu einem Experiment, bei dem Millionen Menschen gleichzeitig beobachtet, bewertet und statistisch erfasst wurden — und sehr viele von ihnen — geschädigt.

Schließlich war auch die Kommunikation ein zentraler Punkt der kriminellen Vorgehensweise der Verantwortlichen. Politiker und Medien betonten wiederholt, dass die Impfstoffe „sicher“ seien. Es entstand ein Spannungsfeld: Einerseits sollte Vertrauen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln geschaffen werden, andererseits wurden offene, absolut berechtigte Fragen und enorme Unsicherheiten weitgehend ausgeblendet. Die hinters Licht geführten Menschen waren Teil eines strategisch geplanten Testfeldes, in dem die Handlungs- und Entscheidungsfreiheit der „Versuchskaninchen“ sowie eine ausreichende Kenntnis über Risiken nur eingeschränkt gegeben war.

Fazit

Die Massenimpfung war nicht nur eine medizinische — definitiv unsichere, im Nachhinein schädliche — Maßnahme, sondern auch ein soziales und epidemiologisches, weltweit einmaliges Experiment. Meines Erachtens war es zudem kriminell, da es auf Langzeitwissen verzichtete und die Bevölkerung immensen Risiken aussetzte. Nach dem sprunghaften Anstieg der Nebenwirkungen und der Sterberate hätten die Corona-Vakzine unverzüglich zurückgezogen werden müssen. Dies geschah aber nicht. Die Protagonisten aus Politik, Medien und Wissenschaft haben sich schuldig gemacht und sollten sich vor Gericht verantworten müssen.

Dieses Experiment war auch ganz im Sinne des — in einem vorigen Artikel dieser Serie bereits beschriebenen — „Great Reset“. Die eigentlichen Drahtzieher der PLANdemie – die Macht- und Besitzeliten — wollten offenbar unter anderem austesten, wie weit die Bevölkerung gehorsam den Empfehlungen und Erpressungen ihrer Politmarionetten folgen würde.

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Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
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Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

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Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

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Gefangen in der Matrix

Gedanken von Werner Roth

Schon Max Weber formulierte vor gut einem Jahrhundert: „Man soll nicht aus dem Verhalten einzelner Menschen auf die Struktur eines Apparates schließen.“ Nur eine strukturelle Analyse, und nicht die Betrachtung von austauschbaren Individuen, erklärt, warum bestimmte Entscheidungen immer wieder getroffen werden. Genau darin liegt ihre größere Substanz.

Die Idee, dass die Menschen von einer unsichtbaren Macht hinters Licht geführt werden, ist in der Vorstellung einer Matrix, wie im Plot des gleichnamigen Films, eindrücklich verkörpert. Der Begriff „Matrix“ soll hier vornehmlich dazu dienen, die Struktur der real existenten Weltbeherrschung anschaulicher und begreifbarer zu machen.

Das Phänomen des Belügens der Beherrschten durch die Herrscher ist nicht neu, aber das weitflächig implementierte Konstrukt der verdeckten Machtausübung ist historisch betrachtet relativ jung. Es machte ja früher auch nie Sinn, denn die von Gottes Gnaden Regierenden waren ganz offiziell der höchsten transzendenten Macht verantwortlich und nicht den Untertanen.

Erst mit der Einführung der Schimäre einer „Volksherrschaft“, der Demokratie, schien es für die wirklich Herrschenden sowohl möglich, als auch äußerst vorteilhaft, sich hinter einem vorgeschalteten System zu verstecken. Eine fantastische Gelegenheit tat sich so auf, denn „Die im Dunkeln sieht man nicht…“

Der damalige Ministerpräsident Bayerns Horst Seehofer brachte das 2010 plakativ zum Ausdruck: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“.

Wie kommt eigentlich das ganze „Wissen“ in Ihren Kopf?

Vor allem aufgrund des technischen Fortschritts sind wir alle fest im „Imperium der Lügen“ eingebunden und sollen von den Dingen nur das mitkriegen, was der Herrschaft genehm ist. Dazu wird auf allen möglichen Ebenen und Feldern getrickst, getäuscht, manipuliert und gelogen, das es eine wahre Freud‘ ist. So ein System kann man eben auch gut und gerne als „Matrix“ bezeichnen.

Wer sich dem Motto von Anderweltonline „Aus Freude am Denken“ verbunden fühlt, kann mal darüber nachdenken, woher und wie denn das, was man als sein persönlich erworbenes Wissen bezeichnet, ins Gehirn gelangt. Aus eigenem Erleben und Erfahrung stammt in unserer „Wissensgesellschaft“ ziemlich sicher nur ein kleiner Teil.

Den allergrößten Teil, der unser Wissen über die Welt bildet, kommt zweifelsohne über die Schule bis hin zur Uni, von nahe stehenden Personen aus Familie und persönlichem Umfeld, aus Büchern (für versprengte Sonderlinge) und den Massen-Medien. Also aus der Gesellschaft, in der man lebt.

Dummheit war und ist DER nachwachsende Rohstoff, mit dem sich das meiste Geld verdienen lässt.

Wer demnach wirkmächtigen Einfluss auf Bildungseinrichtungen und Medien auszuüben in der Lage ist, der hat schon mindestens die halbe Miete zur Kontrolle des Wissenstransfers. Die Denk- und Verhaltensmuster, die über Familie und Umfeld erworben werden, stehen allerdings der vollständigen Kontrolle im Wege.

Deshalb müssen diese überholten Traditionen wie Familie, Bräuche, Traditionen und Riten auch möglichst mit Stumpf und Stiel ausgemerzt werden. Schaut man sich die traditionsfreien, orientierungslosen und verwirrten Massen im güldenen Westen so an, scheint das prächtig funktioniert zu haben. Abgestumpftheit, Verblödung und damit einher gehende Aggression, wohin man auch schaut.

Das Phänomen der Matrix ist mehrgleisig angelegt. Hauptsächlich sind da die flächendeckende Zerstörung der menschlichen Denkfähigkeiten und die Implementierung von „Wissen, das die Welt nicht braucht“ bzw. was den Herrschenden in die Hände spielt. Das vorläufige Endresultat dieser Manipulationsoperation mittels der Matrix-Strukturen kann in jeder Innenstadt im „Imperium der Lügen“ bewundert werden.

„Die Illusion einer wertebasierten Weltordnung zerfällt.“

Selbst wenn man aus dem System ausbricht und raus geht, so geht das System nicht so leicht aus einem selber heraus. Das System steckt prinzipiell jedem in den Knochen bis ins Mark. Und bei manchen offensichtlich ganz besonders fest eingebrannt. „Du kannst jemanden aus dem Ghetto (System) holen, aber nicht das Ghetto (System) aus ihm.“

„Sie müssen verstehen, dass die meisten dieser Menschen nicht bereit sind, sich vom System abzukoppeln. Und viele von ihnen sind so abgestumpft, so hoffnungslos abhängig davon, dass sie es mit allen Mitteln verteidigen werden.“ So spricht Morpheus, der Anführer der Widerständler im Film Matrix (1999).

Hier passt eine Aussage von Karl Rove, früher stellvertretender Stabschef des Weißen Hauses, in Bezug auf unsere derzeit vorgespiegelte Realität recht gut: „Wir sind jetzt ein Imperium, und wenn wir handeln, erschaffen wir unsere eigene Realität. Und während ihr diese Realität studiert – so sorgfältig ihr wollt –, werden wir erneut handeln und weitere neue Realitäten erschaffen, die ihr dann ebenfalls studieren könnt, und so wird sich alles fügen.“

In Kurzform: „Wir verarschen euch ohne Ende. Da könnt ihr machen, was ihr wollt.“

Bei all den Verwirrungen, drohenden Rollatoren-Putschen und Plandemien…

In einer idealen Welt würde der menschliche Lebenstakt der Beschleunigung, die Weisheit der Hybris, die Vernunft dem Utopismus und die Verantwortung der Gier vorgezogen. Aber ideal und real sind halt zwei verschiedene Paar Schuhe.

Schon Walter Lippman hat in seinen Schriften zur Public Opinion, der öffentlichen Meinung, erschreckend wirklichkeitsnah angemerkt: „Ein Führer oder eine Interessengruppe, die sich die aktuellen Symbole zu eigen machen kann, ist der Herrscher über die aktuelle Situation.“

Jacques Ellul spitzt das noch zu: „Ein Beispiel für die radikale Entwertung des Denkens ist die Verwandlung von Wörtern in Propaganda; dort wird die Sprache, das Instrument des Geistes, zu „reinem Klang“, zu einem Symbol, das direkt Gefühle und Reflexe hervorruft.“

Mit Worten kann etwas Immaterielles, Geistiges durch die Reaktionen, die sie auslösen können, in tatsächlich Materielles transformiert werden, was man sonst nur der Magie zuschreiben würde.

Es gibt viel zu viele, die zwar schauen, aber nicht sehen wollen.

Daher sollen sich diese ach so verdrießlichen missmutigen Quertreiber alle mal nicht so anstellen und sich ein wenig mehr von der guten Laune der führenden Eliten

anstecken lassen. Die sind grad so besoffen von ihrer Macht, dass man sich den irgendwann zwangsläufig folgenden Kater gar nicht vorstellen mag.

Aber „Nix blaibt wias is“. Und was man heute ignoriert, trifft einen morgen selbst. David Mamet weist auf eine dieser parasitären Gewinnerklassen hin, die unbeirrbar im Sinne der Matrix tätig sind: „Das ist eine Industrie, die auf der bewussten und profitablen Vernebelung des Offensichtlichen beruht.“

Dirk Schwarzenberg beschreibt die Denkweise der bestens abgesicherten „Untouchables“ dieser Vernebelungsindustrie (=sämtliche Bildschirmhackfressen und die Strippenzieher dahinter) gegenüber dem populistischen Pöbel des Populus: „Was für uns kein Problem darstellt, sollte euch auch nicht kümmern.“

Diese sehr einfache und obendrein dreiste „Haltung“ verdeutlicht imposant das reale Verhalten unserer „Elite“. Bertolt Brecht dagegen nannte den „plebejischen Blick“, immer alle Erniedrigten und Beleidigten mitdenken und immer den Mächtigen auf die Finger schauen — und bei Bedarf auch hauen! „Hod dea des eanst gmoand? Wia däppad woa dea denn?“

Das Luftschloss als Bunker.

Welche von „Fletchers Visionen“ stimmen eigentlich nicht? Kennen Sie den Film? Schade, wenn nicht. Da werden Dinge ausgesprochen, die eigentlich unsagbar sind. Auch die Sache mit dem „Deep State“. Natürlich total lächerlich gemacht dargestellt, sonst dürften sie ja nicht gesagt werden. Freilich waren in den 90ern die Zügel ohnehin noch etwas lockerer.

„Sämtliche, wirklich ausnahmslos sämtliche „Verschwörungstheorien“ der letzten vier Jahre haben sich als zahnschmelzharte Fakten erwiesen.“ Das hat der schon als „Verschwörungstheoretiker“ geborene Michael Sailer festgestellt. „So a varuggta Hund, oda?“

Gibt es da einen Plan? Einen? Es gibt tonnenweise Pläne! Fürs Publikum sichtbar werden sie in den offiziellen Narrativen. Das ist ja das Problem. Die Herrschenden über uns, die der Matrix Futter geben, haben zwar das eindeutige Ziel, weiterhin die Weltbeherrscher zu bleiben, nur mit den Plänen und den Geschichten drumrum, dies zu erreichen, ist das, nun ja, kompliziert. Denn keiner der bisherigen Pläne scheint wirklich hundertprozentig aufzugehen.

Mit das Kernproblem ist dabei, dass faktisch sämtliche Prämissen, auf denen diese Pläne und die damit einhergehenden Narrative aufgebaut sind, Lügen sind. Und die können enttarnt werden. Das passiert gerade, historisch betrachtet, in Hyperschallgeschwindigkeit, allerdings sind (immer noch) große Teile der Insassen des „Imperiums der Lügen“ verbunkert in ihren Luftschlössern und weigern sich, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen. Wir sind doch „die Guten™“?

„Nichts ist so wie es scheint und nichts wird so bleiben wie es ist.“

Die gegenseitige Aufschaukelung von genehmigten Kommunikationskanälen, sprich der Propaganda-Matrix, und der Bevölkerung bedingt eine totale Niveaueindampfung des Verstandes bis knapp überm Nullpunkt. Die Botschaften überwältigen die Kleingeister „penetrant charmant“, wie dies ein Vertrieblerspruch plastisch ausdrückt. So wird eine Mentalität verstärkt, die das Denken selbst als belastend und langweilig brandmarkt.

All dies basiert auf der materiellen Weltsicht und die ist beschränkt auf das Messbare und zwängt die Komplexität des Universums in ein messbares, algorithmisches, „wissenschaftliches“ System. Alles nicht-messbare wird ausgeblendet oder messbar gemacht. Das uralte Motto: Alles, was nicht passt, wird passend gemacht.

Zugegeben, für manches wird das schwierig. Wie schwer ist eine Seele? Wie viel Zentimeter misst ein Gedanke? Doch das ist natürlich, selbstverständlich, auf jeden Fall, ganz sicher Kokolores. Wobei die nicht-messbaren Dinge in wesentlichen Teilen die Welt ausmachen. Aber „die Wissenschaft“ wird sicher einen Weg finden, alles das in die 96% des Universums einzubeziehen, wovon „die Wissenschaft“ ganz offiziell keine Ahnung hat und für die Begriffe wie schwarze Energie und schwarze Materie erfunden wurden.

Dann gibt es da auch noch diese Art kluger Leute, die „das anders sehen“, die die „rote Pille“ genommen haben, die Opposition, die Bekämpfer der Matrix. Die setzen sich allerdings überwiegend aus Querköpfen, Unangepassten und Nonkonformisten zusammen. Durch die Bank selbstständig denken könnende Individualisten. Zumeist Einzelgänger. Das macht machtvollen Widerstand so schwierig bis unmöglich.

„Ich gehör jetzt nicht mehr zur Norm. Ich trag jetzt die Nonkonformisten-Uniform.“

Diesen selbst-ironischen Sponti-Spruch aus den späten 70ern kann die Masse, die sich im Mainstream der Matrix-Vorgaben wohlfühlt, wahrscheinlich gar nicht mehr verstehen. Die Konformisten und Mitläufer sind als klassische Herdenmenschen die idealen Propagandaopfer, deren einzige Stärke die einheitliche Masse ist. Wie immer, gebündelt hinter der Macht. Faschisten eben.

Übrigens klärt die Matrix-Wahrheitsmaschine beruhigend zur „roten Pille“ auf: „Der Begriff wird heute oft von der Alt-Right-Bewegung und Männerrechtlern genutzt, um den Übergang zu einer antifeministischen, verschwörungsideologischen oder rechtsextremen Weltanschauung zu beschreiben.“ „Des koost da ned ausdengga…“

Wir sind Menschen und wir sind beschränkt. Durch unsere Sinne, durch unseren nicht unbeschränkten Verstand. Durch unsere Vorprägungen, genetisch wie erfahrungstechnisch. Trotzdem ist der freie Wille – grundsätzlich – da. Zwar eingeschränkt im Sinne des physikalischen und menschlichen Rahmens, aber darin frei. Und das ist eine ganze Menge.

Zu unterscheiden, was einem das System unterjubeln will und einer echten Information, braucht‘s immer auch das entsprechende „Gfui“. Das kann man nicht messen. Die ur-alt Weisheit dabei nie vergessen: „Die Dosis macht das Gift!“

Whitney Webb meinte mal: „Es ist wichtiger denn je, für das zu kämpfen, was uns menschlich macht.“ So soll’s sein…

Da darf auch die Erinnerung an Olli Kahn nicht fehlen: „Weiter! Immer weiter!“

Zum Abschluss gibt’s noch Hoffnungsvolles, denn „wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.“ Blöd halt, wenn’s der Widerschein eines Atomblitzelein ist…

Mehr von Werner Roth finden Sie hier: https://www.anderweltonline.com/satire/

Der Artikel wurde zuerst veröffentlicht bei AnderweltOnline unter
https://www.anderweltonline.com/satire/satire-2026/gefangen-in-der-matrix/


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Zwei Bücher „Die großen Lügen“ (Themen: Corona, Ukraine, Klima, Sicherheit) und „Persönliche Entwicklung“ nehme ich gerade in Angriff und sollen demnächst veröffentlicht werden. Es werden Sammelbände bestehender Artikel mit entsprechender Abstimmung aufeinander und nochmaliger Überarbeitung entstehen. Wenn Sie einen etwas größeren Verlag wissen, der eines der beiden Bücher oder auch beide veröffentlichen könnte bzw. würde, wäre ich Ihnen für diese Information sehr dankbar.  

Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
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Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

  • Ukrainekonflikt
  • Ampelkoalition
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Im Osten geht die Sonne auf – im Westen geht sie unter

Von Uwe Froschauer

Der Satz klingt wie eine geografische Binsenweisheit. Doch er beschreibt zunehmend mehr als nur den Lauf der Sonne. Er steht sinnbildlich für eine weltpolitische und gesellschaftliche Verschiebung: Während große Teile des Ostens wirtschaftlich, technologisch und demografisch an Dynamik gewinnen, wirkt der Westen ideologisch verhärtet, wirtschaftlich erschöpft und gesellschaftlich orientierungslos.

Aufstieg des Ostens: Pragmatismus statt Moralpredigt

China, Indien, Russland und weitere asiatische Staaten verfolgen in zentralen Fragen eine Politik des materiellen Ausbaus: Infrastruktur, Energieversorgung, industrielle Kapazitäten und technologische Souveränität. China baut Häfen, Hochgeschwindigkeitsstrecken und Produktionsketten. Indien investiert massiv in Digitalisierung und Industrie. Russland orientiert sich – trotz Sanktionen – neu in Richtung Asien, Afrika und den globalen Süden.

Gemeinsam ist diesen Ländern ein nüchterner Ansatz: Wirtschaft vor Ideologie, Stabilität vor Symbolpolitik.
Politische Systeme des Ostens mögen kritikwürdig sein – doch sie orientieren sich sichtbar an realen Macht- und Produktionsverhältnissen. Der Fokus liegt auf Versorgungssicherheit, Energie, Rohstoffen und eigener Wertschöpfung.

Europa sollte mit diesen pragmatisch operierenden Ländern stärker zusammenarbeiten.
Eine von transatlantischen Politmarionetten befürchtete politische Systemangleichung ist für eine verstärkte wirtschaftliche und gegebenenfalls auch militärische Kooperation Europas mit dem Osten nicht zwingend notwendig. Kooperation muss nicht Gleichschaltung bedeuten. Staaten können unterschiedliche politische Modelle haben und dennoch auf Basis gegenseitiger Interessen zusammenarbeiten.
Stellen Sie sich Folgendes vor, verehrte Leserinnen und Leser: Die bevölkerungsreichen Absatzmärkte Indiens und Chinas, die Rohstoffbasis und Sicherheitsarchitektur Russlands sowie die nach wie vor vorhandene technische Leistungsfähigkeit Europas würden zusammenwirken – und sich zugleich vom Druck- und Erpressungsinstrument des US-Dollars lösen. In einem solchen Szenario verlören die Vereinigten Staaten ihre geopolitische Vormachtstellung. Europa hätte die Chance, sich politisch und wirtschaftlich zu emanzipieren. Zukunftsmusik – ich weiß – aber man wird ja noch träumen dürfen, und manche Träume wurden auch schon realisiert, nicht wahr? Mit dem momentan eher als unterdurchschnittlich begabt zu bezeichnenden westeuropäischen politischen Personal ist das natürlich nicht zu machen.
Wenn Sie mehr zu der Möglichkeit eines starken Eurasiens wissen wollen: Hier der Link zu einem kürzlich erschienenen Artikel von mir: https://wassersaege.com/blogbeitraege/meg-make-eurasia-greater/

Gerade für Deutschland wäre eine solche neue außenpolitische Nüchternheit von strategischer Bedeutung. Statt sich dauerhaft in ein Abhängigkeitsverhältnis zu begeben, in dem Entscheidungen in Washington getroffen und die Kosten in Europa getragen werden, wäre eine eigenständigere Orientierung geboten. Der Eindruck drängt sich auf, dass Deutschland häufig Rechnungen für geopolitische Strategien bezahlt, die andernorts entworfen wurden.

So entsteht das Bild eines Landes, das nicht als gleichberechtigter Akteur handelt, sondern als zentraler Spielball amerikanischer Interessen in Europa fungiert – wirtschaftlich, militärisch und energiepolitisch. Eine solche Rolle schwächt nicht nur die eigene Souveränität, sondern untergräbt auch die Fähigkeit, langfristig stabile Beziehungen sowohl nach Westen als auch nach Osten aufzubauen.

Der Westen: Moralische Überhöhung bei wachsender Realitätsschere

Demgegenüber präsentiert sich der sogenannte – andernorts belächelte – Wertewesten zunehmend als moralischer Richter der Welt – bei gleichzeitigem Verlust an wirtschaftlicher Substanz. Deindustrialisierung, Energieverteuerung, demografischer Einbruch und steigende soziale Spannungen prägen viele westliche Gesellschaften.

Besonders deutlich tritt dieser Widerspruch in der Klimapolitik zutage: Parteien und Bewegungen, die sich selbst als ökologisches Gewissen der Gesellschaft verstehen, akzeptieren oder rechtfertigen zugleich militärische Eskalation. Dabei zählt Krieg zu den größten Umweltzerstörern – durch tonnenweise Sprengstoffe, großflächige Brände, die Verseuchung von Böden und Gewässern sowie einen extremen Ressourcenverbrauch.
Ex-Bundesaußenministerin Baerbock sprach in ihrer Amtszeit wiederholt von Deutschland als „Partei des Friedens“, betonte jedoch gleichzeitig, dass „schwere Waffen“ für die Ukraine geliefert werden müssten und Deutschland „so lange unterstützt, wie es nötig ist“. Diese Haltung steht eindeutig in einem Spannungsverhältnis zur ökologischen Identität ihrer Partei.
Die Grünen haben in ihrer Zeit als Koalitionspartner in der Ampel ihre doppelmoralische Gesinnung mehr als ein Mal zum Ausdruck gebracht. Einmal abgesehen von ihrer bellizistischen Gesinnung hat die ehemalige Doppelspitze der Grünen – Annalena Baerbock und Robert Habeck – federführend mitgeholfen, Deutschland an den Rand des wirtschaftlichen Ruins zu bringen. Volkswirtschaftsprofessor Dr. Christian Kreis schrieb in einem Meinungsbeitrag: „Manchmal scheint es mir so als wenn unsere beiden grünen Minister Habeck und Baerbock gewissermaßen wie Auftragskiller der deutschen Industrie handeln würden.“

Trotz der „ökologischen“ Ideologie der Grünen und auch anderer den Begriff Ökologie missbrauchenden Parteien wird Aufrüstung politisch als „notwendig“ etikettiert, während gleichzeitig Autofahrer, Hausbesitzer und Landwirte moralisch diszipliniert und finanziell belastet werden. So entsteht ein paradoxes Bild: Die ökologische Verantwortung wird auf den Einzelnen abgewälzt, während staatlich organisierte Zerstörung ökologisch ausgeblendet bleibt.

Hier zeigt sich ein Kernproblem deutscher und auch europäischer Politik: Ideologie steht vor Realität.
Politische Narrative ersetzen nüchterne Kosten-Nutzen-Analysen. Komplexe Probleme werden moralisch vereinfacht – wer widerspricht, gilt nicht als Kritiker, sondern als Gegner.
Die USA sind gerade dabei, innenpolitisch dieses Problem zu lösen, indem sie unter der republikanischen Führung beispielsweise dem Klimaschwindel oder dem woken Genderschwachsinn die rote Karte zeigen. Außenpolitisch ist ihre bellizistische Hybris die gleiche geblieben wie die Geschehnisse im Iran, Venezuela, Kuba und Grönland zeigen. Es wird Zeit, dass die Weltgemeinschaft den USA ihre außenpolitische Grenze aufzeigt.

Europa als Spiegel dieser Entwicklung

Diese Ost-West-Spaltung zeigt sich nicht nur global, sondern auch innerhalb Europas. Während viele osteuropäische Staaten stärker auf nationale Souveränität, industrielle Substanz und soziale Stabilität setzen, verfolgt Westeuropa zunehmend eine Politik der Entgrenzung, Umverteilung und normativen Überhöhung.

Besonders deutlich wird dieser Unterschied am Verhalten Ungarns und der Slowakei. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán verweigerte sowohl weitere militärische Eskalationsschritte als auch zusätzliche Finanzpakete für die Ukraine und erklärte wiederholt:

„Dieser Krieg hat keine militärische Lösung. Er kann nur durch Verhandlungen beendet werden.“

Orbán betonte zudem, dass die Sanktionspolitik der EU vor allem Europa selbst schade und forderte, die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland wieder aufzunehmen, statt sie dauerhaft zu zerstören:

„Die Sanktionen haben Europa mehr geschadet als Russland.“

Ähnlich positioniert sich der slowakische Ministerpräsident Robert Fico, der Waffenlieferungen ablehnt und erklärte:

„Ich werde keine Waffen in die Ukraine schicken. Wir müssen sofort Friedensverhandlungen beginnen.“

Fico kritisierte ausdrücklich die Logik permanenter Eskalation und forderte, Russland wieder diplomatisch einzubinden, da ein dauerhaft feindseliges Verhältnis ökonomisch wie sicherheitspolitisch für Europa selbstzerstörerisch sei. Beide Politiker stehen damit für eine weniger bellizistische, stärker interessengeleitete Politik – im Gegensatz zu vielen westeuropäischen Regierungen, die militärische Unterstützung als moralische Pflicht formulieren und ökonomische Folgeschäden ausblenden. BlackRock und Rheinmetall freuen sich.

Hier zeigt sich: Während Westeuropa zunehmend moralisch argumentiert, handeln Teile Osteuropas strategisch – mit Blick auf Energiepreise, Industrie und soziale Stabilität.

Auch innerhalb Deutschlands lässt sich diese Linie erkennen. Die ostdeutschen Bundesländer zeigen deutlich größere Skepsis gegenüber militärischer Eskalation, migrationspolitischen Utopien und ökonomisch selbstschädlichen Energieexperimenten. Ihre Bevölkerung hat massive Transformationsbrüche erlebt – den Zusammenbruch eines Systems, Deindustrialisierung und soziale Verwerfungen. Dadurch misst sie Politik stärker an praktischen Ergebnissen als an moralischen Erzählungen.

Diese realitätsnähere Haltung zeigte sich bereits in der Corona-Zeit: In Ostdeutschland wuchs früher und stärker das Misstrauen gegenüber pauschalen Lockdowns, autoritären Maßnahmen und medialer Gleichförmigkeit. Während im Westen lange der moralische Imperativ „Solidarität durch Gehorsam“ dominierte, stellten viele Ostdeutsche schneller die Frage nach Verhältnismäßigkeit, Datenlage und Folgeschäden.

Daraus ergibt sich bis heute ein kultureller Unterschied:
Ostdeutschland ist stärker bodenständig, erfahrungsbasiert und misstrauisch gegenüber ideologischen Versprechen.
Westdeutschland hingegen folgt häufiger einem akademisch-moralischen Politikstil, in dem Haltung über Wirkungsanalyse gestellt wird.

Man könnte zugespitzt sagen:
Der Osten fragt: Was bringt es?
Der Westen fragt: Wie klingt es?

Diese Differenz erklärt, warum ostdeutsche Länder heute vielfach kritischer auf Aufrüstung, Energiepolitik und Migrationsdogmen blicken – nicht aus Ideologie, sondern aus Erfahrung

Wirtschaftliche Verschiebungen und ideologische Verhärtung

Ein Blick auf Produktionszahlen, Energiepreise und Schuldenquoten zeigt ein immer klareres Bild:

– Asien wächst.
– Europa stagniert.
– Der Westen verschuldet sich.
– Der Osten investiert.

China ist in den vergangenen zwanzig Jahren von rund 1,2 Billionen US-Dollar Wirtschaftsleistung auf über 19 Billionen US-Dollar gewachsen, Indien verzeichnet seit Jahren Wachstumsraten zwischen fünf und acht Prozent. Demgegenüber liegen große Teile Europas und auch die USA häufig nur noch bei rund zwei Prozent realem BIP-Wachstum oder darunter. Deutschland bewegte sich zuletzt zeitweise nahe der Null-Linie.

Die jahrzehntelange Verlagerung von Produktion und Wertschöpfung in billigere Weltregionen hat viele westliche Volkswirtschaften deindustrialisiert und ihre Lieferketten hochgradig verwundbar gemacht. Energieintensive Industrien wandern ab, während Energiepreise steigen und staatliche Schulden neue Rekordstände erreichen. In den USA übersteigt die Staatsverschuldung inzwischen 38 Billionen Dollar – was einer Verschuldung von 113.000 Dollar pro Person entspricht, in vielen EU-Ländern wächst sie ebenfalls schneller als die reale Wirtschaftsleistung.

Parallel dazu verlagern sich die globalen Handelsströme. Neue Finanzarchitekturen entstehen außerhalb westlicher Kontrolle, etwa durch wachsende Handelsabkommen in Asien, regionale Währungskooperationen und Rohstoffpartnerschaften zwischen China, Russland, Indien, Afrika und dem Nahen Osten. Öl, Gas, seltene Erden und Metalle werden zunehmend in Washington oder Brüssel politisch moderiert, und in Peking, Neu-Delhi oder Moskau vertraglich abgesichert.

Der Westen verliert damit nicht nur wirtschaftlich an Gewicht, sondern auch kulturell: Seine moralischen Erzählungen überzeugen außerhalb der eigenen politischen Blase immer weniger. Während im Osten Fabriken, Bahnlinien, Kraftwerke und Häfen gebaut werden, beschäftigt sich der Westen in wachsendem Maße mit symbolischen Selbstvergewisserungen.

Im Westen dominiert vielfach ein ideologisch aufgeladener Diskurs, der politischen Symbolismus über pragmatische Problemlösung stellt – sei es in der Klimapolitik, in Migrationsdebatten oder in der Außenpolitik. Politische Entscheidungen orientieren sich zunehmend an normativen Leitbildern statt an materiellen Rahmenbedingungen. Kritiker – wie ich – sprechen von einem unübersehbaren wachsenden Realitätsverlust politischer Steuerung, wenn Zielvorgaben formuliert werden, ohne deren physische, ökonomische oder soziale Umsetzbarkeit ernsthaft zu prüfen. Traumtänzerei eben.

In Europa werden Debatten über Begriffe wie „Dekolonisation des Curriculums“ – kritische Hinterfragung kolonialer Perspektiven und damit verbundene Pluralisierung der Lerninhalte – oder „toxische Männlichkeit“ – Kritik an schädlichen, übersteigerten Männlichkeitsnormen – geführt, die häufig größere mediale Aufmerksamkeit erhalten als Fragen der Energieversorgung, der industriellen Substanz oder der Infrastruktur. Gleichzeitig halten viele Regierungen an symbolischen Klimazielen fest, ohne tragfähige Strategien für deren Umsetzung unter Bedingungen steigender Energiepreise und internationaler Konkurrenz zu liefern.

So entsteht eine strukturelle Diskrepanz: Während der Osten wirtschaftliche Realität organisiert, verwaltet der Westen zunehmend moralische Narrative. Der Osten handelt interessengeleitet, der Westen argumentiert wertegeleitet – oft ohne materielle Grundlage. Politische Zielsetzungen werden nicht mehr primär an empirischen Wirkungen gemessen, sondern an ihrer ideologischen Stimmigkeit. Das ist das klassische Merkmal einer Gesinnungspolitik, die Realpolitik ersetzt – mit der Folge, dass wirtschaftliche Schwäche, soziale Spannungen und geopolitischer Bedeutungsverlust nicht korrigiert, sondern rhetorisch überdeckt werden.
Wenn Politik sich primär als moralische Selbstbestätigung versteht, verliert sie ihre Fähigkeit zur Gestaltung. Die Folgen sind Vertrauensverlust, Polarisierung und politischer Zynismus.

Fazit

Im Osten geht die Sonne auf – nicht weil dort alles besser wäre, sondern weil dort Entscheidungen stärker an Macht, Produktion und Ressourcen orientiert sind.
Im Westen geht sie unter – nicht wegen fehlender Werte, sondern wegen eines Übermaßes an Moral ohne ökonomische Basis.

Die Zukunft gehört nicht automatisch dem Osten.
Aber sie gehört sicher nicht einem Westen, der lieber recht haben will als handlungsfähig zu bleiben.

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Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.


Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

Im Januar und Februar 2024 sind auch vier Sammelbände in Buchform von mir veröffentlicht worden mit den Themenkreisen

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