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Ukrainer sprengten unsere Gasversorgung weg: Terror oder Kriegsverbrechen?

19. Oktober 2026, von Albrecht Künstle

Endlich begann der Prozess gegen die ukrainischen mutmaßlichen (ausführenden) Täter, welche vor vier Jahren die 17 Milliarden Euro teure Gaspipeline Nord Stream sprengten – höchstwahrscheinlich mit der direkten Unterstützung durch Polen, nach Vorarbeit durch die USA und zur klammheimlichen Freude namhafter, “UnsererDemokratie™“ zuzurechnender Politiker aus Deutschland. Das Strafverfahren und seine Vorgeschichte ist nicht nur juristisch hier so kurz wie möglich und so lang wie nötig beschrieben.

Im vorliegenden Artikel soll nur auf zwei andere entscheidende Fragen respektive Thesen eingegangen werden. Erstens: Trifft die gebetsmühlenartige Behauptung zu, durch den Bezug von Energie aus Russland würden wir den “Krieg Putins finanzieren”? Und zweitens: Warum wurde von der Mehrheit der politischen Beobachter behauptet, der Terroranschlag könne unmöglich von einem ukrainischen Tauchteam ausgeübt worden sein, nur die US-Navy sei dazu in der Lage gewesen?

Bereits im Mai 2022 ging ich hier auf Ansage! der ersten Frage nach, inwieweit die vielen Milliarden Euro des trotzdem günstigen Russengases in die Kriegskasse Putins flossen, und machte hierzu eine ausführliche Rechnung auf. Darin kam ich zum Ergebnis, dass 0,74 Prozent unserer Gasrechnung dem Rüstungshaushalt Russlands zugute kamen. Doch die Parameter haben sich geändert:

Der allgemeine Steuersatz auf Gewinne in Russland beträgt seit letztem Jahr 25 Prozent. Acht Prozent der Gewinnsteuer geht an den Föderationshaushalt, aus dem der Rüstungshaushalt finanziert wird. Gazprom gehört – wie einige andere russische Unternehmen – zur Hälfte dem Staat selbst. Deshalb ging in dieser Rechnung die Hälfte der Umsatzrendite von 13,4 Prozent (bezogen auf das Jahr 2025) voll an den Staat, von der andere Hälfte nur acht Prozent Steuer an den Staatshaushalt. Die Kriegsausgaben des russischen Staatshaushalts stiegen von 20 auf 44 Prozent.

Statt Geld für Gas noch mehr Geld für ein korruptes Regime

Summa summarum flössen somit für eine Gasrechnung von einer Milliarde Euro rund 31,8 Millionen Euro (also nur rund 3,2 Prozent) ans russische Militär – aber nur, wenn wir wenigstens noch die eine intakt gebliebene Nord-Stream-Pipeline durch die Ostsee nutzen würden. Den verbreiteten Eindruck zu erwecken, der Erlös für russische Gaslieferungen komme voll Putins Kriegskasse zugute, kann damit nur einem Zweck dienen: den Terroranschlag durch ukrainische Militärs auf unsere Gasversorgung zu rechtfertigen, um den Weg für weitere hundert Milliarden Steuern an Selenskyj zu ebnen. Der Schaden für uns ist durch immer weiter steigende Energiepreise mit Abstand größer als für Russland, das Gas und Öl auf dem Weltmarkt verkauft – von wo es Deutschland auf Umwegen trotzdem, aber eben sehr viel teurer erreicht.

Nun zur zweiten Frage dieses Artikels (und an die Adresse jener, die der Ukraine zwar bestätigen, dass sie die Drohnentechnologie einerseits rasend schnell von einer hobbymäßigen Garagenproduktion zum weltweiten Marktführer entwickelte, andererseits diesem Land mit seinen fast tausend Kilometern Schwarzmeerküste in Sachen Taucherei nichts zutrauten). Von diesen “Privatgelehrten“ gibt es inzwischen zahlreiche; sogar im “Kontrafunk” durfte letzte Woche jemand ein Interview zu einem Buch absondern, das von Dilettantismus nur so strotzte: So ein Anschlag könne nur mittels einer Taucherglocke ausgeübt werden, wurde da behauptet. Als ich dann noch Ausführungen über „Sauerstoffflaschen“ hörte, schaltete ich ab. Solche Leute haben keinen blassen Schimmer, was Trockentaucher mit Trimix-Flaschen oder noch spezielleren Gasgemischen leisten können; hier meine Expertise zu diesem Thema vom August 2024.

Technisch ohne weiteres machbar

Tatsächlich sehen solche Taucher fast aus wie Astronauten, auch wenn sie keine Helmtaucher sind. Nur noch so viel dazu: Eine Taucherglocke braucht es nur für sehr lange oder wiederholte Arbeiten im Tiefwasser. Die Dekompression von Tauchern wie im vorliegenden Fall kann auch im Freiwasser erfolgen – und tut es meist. Bei den Wracktauchgängen in bis zu 50 Meter Tiefe, an denen ich teilnahm, ließ unsere Gruppe beim Austauchen an einer Leine eine Signalboje hoch, und stieg langsam in bis zu einer Stunde in der Strömung auf. Dort wurden wir vom Tauchboot in bis zu einem Kilometer Entfernung vom Punkt des eigentlichen Tauchgangs aufgenommen, das mit uns in der Strömung trieb. Warum sollte das bei der Segeljacht “Andromeda” im Fall des Nord-Stream-Anschlags nicht auch so abgelaufen sein? Was wir Sporttaucher tun, sollen Profis oder Militärtaucher nicht können?

Ich gehe auch noch kurz auf die Detailfrage ein, ob die Segeljacht so viel Sprengstoff transportieren konnte. Zur Info: Weil die Sprengkraft unter Wasser größer ist, brauchte es nicht so viel. Bei einer Sprengung über Wasser verpufft ein Großteil der Verformungsenergie in der Luft; aber Wasser ist rund 830 mal dichter als Luft. Das Wasser jenseits des zu sprengenden Gegenstands wirkt daher wie eine Art Wand, sodass die Sprengkraft auf das Objekt fast vollständig einwirkt. Für die Unterwasser-Pipeline brauchte es also weit weniger Sprengstoff als bei einer vergleichbaren Sprengung an der Oberfläche.

Im Grund dürfte es bei alledem klar sein, wer den Staatsterror gegen Nord Stream zu verantworten hat. Die einzige Frage, die bleibt: Ist dieser Anschlag gegen deutsch-russische zivile Infrastruktur als Kriegsakt zu rechtfertigen? Mein Ansage!-Autorenkollege Olli Garch kommt diesbezüglich zu dem Schluss, dass es immer mehr nach Landesverrat riecht – zumal das Berliner Tollhaus an einer Aufklärung und Verurteilung des Verbrechens anscheinend kein Interesse hat…

Dieser Artikel ist ohne „KI“ ausschließlich mit Künstle-Intelligenz 😊 erstellt; zuerst hier https://ansage.org/ukrainer-sprengten-unsere-gasversorgung-weg-terror-oder-kriegsverbrechen/ erschienen.

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Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

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Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.

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Trumps Diesel-Deal mit Russland – Europas Kriegstreiber schäumen vor Wut

Von Uwe Froschauer

Wenn amerikanische Interessen plötzlich wichtiger werden als die Sanktionen gegen Russland, gerät die europäische Kriegspolitik ins Wanken. Für die Ukraine könnte dies eine militärische Katastrophe bedeuten. Für den Frieden könnte sich jedoch eine neue Chance eröffnen.

Wenn Trump russischen Diesel braucht, sind Sanktionen plötzlich verhandelbar

Was für ein Schauspiel! Jahrelang wurde Russland mit immer neuen Sanktionen überzogen. Die russische Wirtschaft sollte geschwächt, ihre Einnahmen sollten reduziert und ihre politische Führung zum Einlenken gezwungen werden. Wer diese Strategie infrage stellte – wie ich –, musste sich nicht selten den Vorwurf gefallen lassen, russische Interessen zu vertreten.

Und jetzt? Jetzt braucht Donald Trump russischen Diesel, weil die Energiepreise in den Vereinigten Staaten steigen und die amerikanischen Zwischenwahlen vor der Tür stehen. Plötzlich sind Sanktionen, die gestern noch als unverzichtbares Instrument gegen Moskau galten, verhandelbar. Die amerikanischen Interessen verlangen es offenbar.

Am 9. Oktober 2026 verkündete Trump eine Vereinbarung mit Wladimir Putin, nach der Russland zunächst mehr als 300.000 Tonnen Diesel für die Vereinigten Staaten und den Weltmarkt bereitstellen soll. Weitere Lieferungen sind vorgesehen. Dafür lockerten die USA bestimmte Sanktionen gegen russische Erdölprodukte vorübergehend. Am 16. Oktober folgte der nächste Schritt: Trump setzte wesentliche Bestimmungen eines neuen, vom amerikanischen Kongress beschlossenen Sanktionsgesetzes aus, darunter Strafmaßnahmen gegen wichtige Abnehmer russischer Energieträger.

Nicht sämtliche amerikanischen Sanktionen gegen Russland sind damit aufgehoben. Aber der politische Kurswechsel ist unübersehbar.

Und die europäischen Regierungen? Sie reagieren empört. Allen voran die in meinen Augen fragwürdige EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, die weiterhin auf wirtschaftlichen Druck gegen Moskau setzt. Dumm, dümmer geht’s nicht!

Ich sehe die Sache anders. Die Sanktionen hätten längst einer nüchternen Überprüfung unterzogen werden müssen. Nicht weil ich Wladimir Putin für einen Heiligen halte, sondern weil sich politische Maßnahmen an ihren Ergebnissen messen lassen müssen. Und weil mir die Menschen, die unter diesem Krieg leiden, wichtiger sind als das zweifelhaft Prestige irgendwelcher Staats- und Regierungschefs.

Trump geht es um Amerika – und vor allem um Trump

Niemand sollte sich der Illusion hingeben, Donald Trump habe über Nacht sein Herz für die Menschen in der Ukraine oder in Russland entdeckt. Trump ist kein selbstloser Friedensengel. Er ist ein Geschäftsmann und Machtpolitiker, der seine Entscheidungen bevorzugt danach trifft, welchen Nutzen sie ihm und den Vereinigten Staaten bringen.

Am 3. November finden in den USA die Midterm-Wahlen statt. Steigende Diesel- und Benzinpreise sind für einen amerikanischen Präsidenten politisches Gift. Sie belasten Verbraucher, Unternehmen, Transportunternehmen und die Landwirtschaft. Wenn die Menschen an der Zapfsäule immer tiefer in die Tasche greifen müssen, wächst ihre Unzufriedenheit mit der Regierung.

Trump hat das verstanden. Und deshalb macht er etwas, das europäische Politiker offenbar nur schwer begreifen können: Er stellt die wirtschaftlichen Interessen seines Landes über eine Sanktionspolitik, deren Folgen zunehmend auch die eigene Bevölkerung treffen.

Dass er damit vor allem bei den Wahlen punkten möchte, liegt nahe. Einen Beweis für seine ausschließlichen Beweggründe gibt es selbstverständlich nicht. Der zeitliche Zusammenhang spricht jedoch eine deutliche Sprache.

Der Kölner Politikwissenschaftler Klemens Fischer erklärte gegenüber dem Deutschlandfunk, Trump wolle die Midterms noch zu seinen Gunsten drehen. Dafür brauche er angesichts steigender Kraftstoffpreise einen politischen Gegner, dem er die Verantwortung zuschieben könne.

Ich teile diese Einschätzung hinsichtlich Trumps Wahlkampfkalkül. Aber daraus folgt keineswegs, dass die Lockerung der Sanktionen falsch wäre.

Wenn ein Politiker aus eigennützigen Motiven eine Maßnahme ergreift, die möglicherweise zur Deeskalation beiträgt, wird diese Maßnahme dadurch nicht automatisch schlecht. Die Motive können fragwürdig und die Ergebnisse trotzdem sinnvoll sein.

Freilich muss Trump jetzt auch liefern. Ein Dieselgeschäft allein beendet keinen Krieg. Wer ernsthaft Frieden will, muss aus wirtschaftlichen Kontakten politische Verhandlungen machen.

Der „dunkelste Moment“ für die Ukraine – oder eine überfällige Ernüchterung?

Der Politikwissenschaftler Klemens Fischer bezeichnete die aktuelle Entwicklung gegenüber dem Deutschlandfunk als:

„Das ist garantiert der dunkelste Moment für die Ukrainer in diesem Krieg bisher.“

Aus militärischer Sicht kann ich diese Einschätzung nachvollziehen. Die Ukraine ist in erheblichem Umfang auf amerikanische Waffen, Luftverteidigung, Satellitentechnik und Geheimdienstinformationen angewiesen. Sollte Washington diese Unterstützung dauerhaft und umfassend einstellen, könnte sich die militärische Lage für Kiew dramatisch verschlechtern.

Aber weshalb wird diese Entwicklung ausschließlich unter militärischen Gesichtspunkten betrachtet? Weshalb stellt kaum jemand die Frage, ob eine solche Situation nicht auch den Druck erhöhen könnte, endlich ernsthaft über einen Waffenstillstand und eine politische Lösung zu verhandeln?

Seit Jahren wird der Ukraine vermittelt, sie müsse militärisch durchhalten, Russland müsse besiegt werden, weitere Waffenlieferungen seien unverzichtbar. Aber wie lange soll das noch so weitergehen? Wie viele Menschen müssen noch sterben, bevor die Verantwortlichen eingestehen, dass auch ein Krieg, der mit der Verteidigung des eigenen Landes begründet wird, nicht unbegrenzt fortgesetzt werden darf, ohne die Erfolgsaussichten und menschlichen Kosten neu zu bewerten?

Eine militärische Niederlage wäre für die Ukraine zweifellos mit erheblichen Risiken verbunden. Daraus folgt aber nicht, dass die unbegrenzte Fortsetzung des Krieges die einzige verantwortbare Alternative ist.

Für mich wäre es keineswegs der dunkelste Moment für die Ukraine, wenn der zunehmende Druck sie endlich zu ernsthaften Friedensverhandlungen bewegen würde. Den eigentlichen Tiefpunkt sehe ich vielmehr darin, dass dieser Krieg möglicherweise längst hätte beendet werden können, wenn die politischen Verantwortlichen in Kiew und Moskau sowie die westlichen Unterstützer der Ukraine rechtzeitig den notwendigen Verhandlungswillen aufgebracht hätten. Stattdessen wird dieser Krieg seit Jahren fortgeführt, obwohl täglich Menschen sterben, Städte zerstört und ganze Generationen ihrer Zukunft beraubt werden.

Auch wenn das von europäischen Politikern und von den meisten Mainstreammedien anders kommuniziert wird, sehe ich Russland verhandlungsbereiter als den „Wertewesten“. Ich habe zunehmend den Eindruck, dass politische Machtinteressen, geopolitische Ambitionen und wirtschaftliche Vorteile für manche der Beteiligten schwerer wiegen als das Leben der Menschen, die den Preis für diesen Krieg bezahlen müssen.

Besonders abstoßend empfinde ich den Bellizismus der europäischen Führungseliten. Emmanuel Macron in Frankreich, Friedrich Merz in Deutschland und die politischen Verantwortlichen in Großbritannien überbieten sich mit Durchhalteparolen, Aufrüstungsforderungen und Bekenntnissen zur militärischen Unterstützung der Ukraine. Die NATO und die EU tragen diese Konfrontationspolitik maßgeblich mit. Dabei drängt sich mir zunehmend der Verdacht auf, dass ein baldiges Kriegsende manchen dieser Akteure gar nicht gelegen käme. Schließlich geht es längst nicht nur um die viel beschworenen westlichen Werte, sondern auch um Macht, Einfluss, strategische Interessen und gewaltige wirtschaftliche Geschäfte. Man denke nur an die Rüstungsindustrie, an die Interessen internationaler Finanzkonzerne wie BlackRock beim Wiederaufbau der Ukraine und an die engen Verflechtungen zwischen Politik und Wirtschaft. Dass Friedrich Merz einst Aufsichtsratsvorsitzender von BlackRock Deutschland war, macht seine heutige Politik nicht automatisch zu einer Politik im Auftrag dieses Finanzkonzerns. Aber es wirft für mich die Frage auf, wessen Interessen bei den politischen Entscheidungen tatsächlich im Vordergrund stehen.

Und dann wird uns dieser ganze Wahnsinn auch noch als Verteidigung der Werte des Westens verkauft. Was sind das für Werte, wenn immer neue Waffenlieferungen und militärische Eskalationsstufen beschlossen werden, während die Aussicht auf einen Verhandlungsfrieden in den Hintergrund rückt? Was ist das für eine moralische Überlegenheit, die ständig beschworen wird, während andere Menschen den Preis für diese Politik mit ihrem Blut bezahlen? Ich kann dieses selbstgerechte Gerede vom sogenannten Wertewesten kaum noch ertragen. Ein Westen, der seine Werte ernst nimmt, müsste alles daransetzen, das Töten zu beenden, statt die Fortsetzung des Krieges zur politischen Tugend zu erklären.

Der dunkelste Moment dieses Krieges ist für mich deshalb nicht der mögliche Rückzug der Amerikaner aus ihrer bisherigen Unterstützungspolitik. Der eigentliche moralische Tiefpunkt ist der Bellizismus jener europäischen Politiker, die sich lieber als unerschütterliche Verteidiger westlicher Werte inszenieren, als die Möglichkeiten eines Friedens mit aller Kraft auszuloten. Wenn Menschenleben gegenüber Machtinteressen, geopolitischen Ambitionen und wirtschaftlichen Vorteilen in den Hintergrund treten, dann ist nicht von einem Wertewesten zu sprechen, sondern von einem erschreckenden Werteverfall. Und die Rechnung dafür bezahlen nicht Macron, Merz oder die Strategen in den NATO-Zentralen. Sie wird vor allem von den Menschen in der Ukraine und in Russland bezahlt – mit ihrem Leben.

Selenskyjs Empörung – und seine eigene Verantwortung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte empört auf Trumps Vereinbarung mit Russland. Im Zusammenhang mit dem Dieselgeschäft erklärte er sinngemäß, Geschenke an Putin würden weder dem Frieden noch der zivilisierten Welt dienen. Russland werde zusätzliche Einnahmen für die Fortsetzung des Krieges verwenden.

In einem Interview mit Axios kritisierte Selenskyj außerdem, die amerikanische Regierung habe die ukrainische Seite nicht über die geplante Vereinbarung informiert. Das Vorgehen wirke auf ihn wie ein Geburtstagsgeschenk an Putin.

Ich frage mich, ob Selenskyj inzwischen tatsächlich glaubt, die amerikanische Außenpolitik habe insbesondere den Interessen der Ukraine zu dienen.

Die USA haben unter Joe Biden die Ukraine massiv unterstützt. Washington lieferte Waffen, stellte finanzielle Mittel bereit und half mit militärischen Informationen. Ohne diese Unterstützung hätte Kiew den Krieg in seiner bisherigen Form kaum führen können.

Aber die Vereinigten Staaten sind kein selbstloser Wohltätigkeitsverein. Sie verfolgen geopolitische, wirtschaftliche und strategische Interessen. Das galt unter Biden, und es gilt unter Trump.

Selenskyj hätte diese Abhängigkeit erkennen müssen. Wer das Überleben seines Landes in einem langjährigen Krieg maßgeblich von den Entscheidungen einer fremden Regierung abhängig macht, geht ein gewaltiges Risiko ein.

Und dieses Risiko tragen nicht in erster Linie die Politiker in ihren geschützten Amtsstuben. Es tragen die Menschen an der Front, die Familien der Gefallenen, die Verwundeten und die Millionen Menschen, deren Lebensgrundlagen zerstört wurden.

Selenskyj trägt als ukrainischer Präsident Verantwortung für seine Entscheidungen über Krieg und Frieden. Diese Verantwortung verschwindet nicht dadurch, dass Russland im Februar 2022 den großangelegten militärischen Angriff begonnen hat. Für mich ist Selenskyj keineswegs der Freiheitskämpfer, als der er im Westen immer wieder gefeiert wird. Ich sehe in ihm vielmehr einen Politiker, der sich in eine verhängnisvolle Abhängigkeit von den USA und anderen westlichen Mächten begeben hat und deren geopolitische Interessen nach meiner Einschätzung über die Chancen einer rechtzeitigen Verhandlungslösung gestellt hat. Für mich trägt er damit eine schwere politische und moralische Mitverantwortung für die unzähligen jungen Menschen, die in diesem Krieg ihr Leben verloren haben. Wer sich als Verteidiger seines Volkes feiern lässt, muss sich auch die Frage gefallen lassen, ob er wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat, dieses Volk vor weiterem Blutvergießen zu bewahren. In meinen Augen hat er das definitiv nicht. Er trägt eine große Mitschuld am Leid der Ukrainer.

Istanbul 2022 – die verpasste Chance

Wer heute über den möglichen Zusammenbruch der ukrainischen Verteidigung spricht, sollte sich an das Frühjahr 2022 erinnern.

Bereits wenige Wochen nach Beginn der russischen Invasion fanden intensive Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine statt. Ende März trafen sich Delegationen beider Länder in Istanbul. Diskutiert wurden unter anderem eine mögliche ukrainische Neutralität, internationale Sicherheitsgarantien und Regelungen zu umstrittenen Territorien.

Es gab also einen diplomatischen Prozess. Und es gab Ansätze für eine Verständigung.

Im April 2022 reiste der damalige britische Premierminister Boris Johnson nach Kiew. Seine Rolle beim späteren Scheitern der Verhandlungen ist bis heute Gegenstand kontroverser Debatten. Der frühere ukrainische Verhandlungsführer Dawyd Arachamija berichtete später, Johnson habe dazu geraten, nicht mit Russland zu unterschreiben und stattdessen weiterzukämpfen.

Für mich stellt sich die Frage: Hätte der Krieg damals durch weitere Verhandlungen beendet oder zumindest wesentlich verkürzt werden können? Falls ja, wie viele Menschen könnten heute noch leben? Ich denke, Hunderttausende Menschen! An den Händen Selenskyjs und der westlichen Bellizisten klebt Blut, viel Blut!

Die Menschen insbesondere in der Ukraine zahlen für den Bellizismus des Wertewestens bis heute einen entsetzlichen Preis.

Der Krieg begann nicht erst 2022

In der öffentlichen Darstellung des Ukrainekrieges wird häufig der Eindruck erweckt, die Geschichte des Krieges beginne am 24. Februar 2022. Das ist historisch unzureichend.

Der Konflikt in der Ostukraine begann bereits 2014, nach dem Machtwechsel in Kiew, der Annexion der Krim durch Russland und dem Ausbruch bewaffneter Kämpfe im Donbass.

Zwischen ukrainischen Regierungstruppen und bewaffneten, von Russland unterstützten separatistischen Kräften entwickelte sich ein jahrelanger Krieg. Zivilisten wurden getötet, Wohngebiete beschossen und Familien auseinandergerissen.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen kamen bis Ende 2021 insgesamt rund 14.000 Menschen in der Ostukraine ums Leben. Darunter befanden sich Zivilisten, ukrainische Soldaten und Angehörige der bewaffneten Gruppen.

Die ukrainischen Regierungen unter Petro Poroschenko führten nicht nur militärische Operationen durch. Sie verhängten auch wirtschaftliche und administrative Maßnahmen, die erhebliche Auswirkungen auf die Bevölkerung der nicht von Kiew kontrollierten Gebiete hatten.

Seit 2014 knüpfte die ukrainische Regierung die Auszahlung von Renten an Bewohner der separatistisch kontrollierten Gebiete an besondere Bedingungen. Rentner mussten sich in den von Kiew kontrollierten Gebieten als Binnenvertriebene registrieren lassen, um ihre Ansprüche geltend machen zu können. Wer länger als 60 Tage in den separatistisch kontrollierten Gebieten blieb, riskierte den Verlust seiner Registrierung und damit seiner Rentenzahlungen.

Man muss sich das vorstellen: Alte Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet und Rentenansprüche erworben hatten, mussten gefährliche Reisen über die Konfliktlinie unternehmen, um an das ihnen rechtmäßig zustehende Geld zu gelangen. Human Rights Watch kritisierte diese Praxis 2018 ausdrücklich als diskriminierend und als Eingriff in die Rentenrechte der Betroffenen.

Die Vereinten Nationen berichteten 2020, dass seit 2014 rund 700.000 Menschen aus den nicht von Kiew kontrollierten Gebieten den Zugang zu ihren Renten verloren hatten. 700.000 Menschen! Das waren nicht etwa alles bewaffnete Separatisten oder russische Soldaten. Es waren überwiegend ältere Menschen, die auf ihre Renten angewiesen waren, um Lebensmittel, Medikamente und ihren Lebensunterhalt bezahlen zu können.

Während Kiew Hunderttausenden Menschen im Donbass den Zugang zu ihren Renten erschwerte oder faktisch versperrte, sprang Russland mit Hilfslieferungen ein. Bereits 2014 schickte Moskau Lastwagenkonvois mit Lebensmitteln, Trinkwasser und weiteren Hilfsgütern in die Ostukraine. Die OSZE dokumentierte beispielsweise im September 2014 einen russischen Konvoi mit 216 Fahrzeugen, darunter 189 Lastwagen. Ab 2015 zahlten die von Russland unterstützten De-facto-Behörden in Donezk und Luhansk zudem Sozialleistungen an Menschen im Rentenalter, wenngleich diese häufig deutlich niedriger ausfielen als die ukrainischen Renten.

Besonders schwer wiegt für mich, dass die Bevölkerung im Donbass nicht nur mit ausbleibenden Rentenzahlungen zu kämpfen hatte. Im Dezember 2014 berichtete Amnesty International, dass proukrainische Freiwilligenbataillone Hilfstransporte mit Lebensmitteln und Medikamenten in die separatistisch kontrollierten Gebiete blockierten. Damit wurde die ohnehin prekäre Versorgungslage der Zivilbevölkerung zusätzlich verschärft.

Ich halte es für einen politischen und moralischen Skandal, dass Menschen, die jahrzehntelang in die ukrainischen Sozialkassen eingezahlt hatten, solche Schwierigkeiten bekamen, ihre rechtmäßigen Renten zu beziehen. Eine Regierung, die den Anspruch erhebt, diese Menschen zu vertreten, darf ihre Versorgung nicht von ihrem Wohnort oder ihrer politischen Loyalität abhängig machen.

Ich frage mich, wo damals die lautstarke Empörung jener europäischen Politiker blieb, die heute jede Lockerung der Sanktionen gegen Russland als moralischen Skandal darstellen. Wo waren die selbst ernannten Verteidiger der Menschenrechte, als alte Menschen im Donbass um ihre Renten kämpfen mussten und Hilfstransporte mit Lebensmitteln und Medikamenten blockiert wurden? Wo blieb damals die viel beschworene europäische Solidarität?

Wer wirtschaftlichen Druck auf die Zivilbevölkerung ausübt, sollte sich nicht darüber wundern, wenn seine moralische Glaubwürdigkeit infrage gestellt wird. Menschenrechte dürfen nicht davon abhängen, auf welcher Seite einer Konfliktlinie jemand lebt oder welche Regierung er unterstützt. Sie gelten für alle Menschen, auch für diejenigen, deren politische Ansichten den Regierenden nicht gefallen.

Das damalige Vorgehen der ukrainischen Regierung rechtfertigt selbstverständlich keine russischen Angriffe auf ukrainische Städte. Aber es gehört zur Vorgeschichte dieses Krieges. Und diese Vorgeschichte darf nicht einfach unter den Tisch fallen, weil sie nicht in das gewünschte politische Bild passt. Wenn man die politische und moralische Verantwortung für diesen Krieg ernsthaft untersuchen will, muss man auch die Entscheidungen der ukrainischen Führung seit 2014 kritisch betrachten.

Kaja Kallas – immer neue Sanktionen, aber keine Friedensstrategie

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas reagierte auf die amerikanische Entscheidung mit der Erklärung:

„Die Aussetzung der Sanktionen gegen russischen Diesel verschafft Moskau zusätzliche Einnahmen.“

Sie fügte hinzu, Europa werde den Druck auf Russland nicht verringern.

Von Ihnen war auch nichts anderes zu erwarten als die Fortsetzung dieser dümmlichen Politik, Frau Kallas! Haben Sie eigentlich eine Vorstellung davon, wie lange diese europa- und ukrainezerstörende Politik noch fortgesetzt werden soll? Können Sie die Wörter Verhandlung oder Friedensstrategie überhaupt buchstabieren? Ihre bellizistische Sichtweise und die Ihrer Chefin Ursula von der Leyen ist blutbefleckt! Dass die EU 2012 den Friedensnobelpreis erhalten hat, wird durch Personen wie sie beide zur Farce! Das Nobelkomitee begründete die Auszeichnung mit ihrem Beitrag zu Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa, insbesondere zur Überwindung von Krieg und Konflikten zwischen europäischen Staaten. Und was machen Sie? Sie befeuern den Krieg. Sie beide sind absolut unfähig und eine Schande für Europa!

Seit Jahren werden Sanktionen verhängt, erweitert und verschärft. Russland hat seine wirtschaftlichen Beziehungen teilweise auf andere Länder verlagert, alternative Absatzmärkte erschlossen und seine Kriegswirtschaft angepasst.

Die Sanktionen verursachen Russland Kosten – keine Frage! Aber haben sie den Krieg beendet? Haben sie die russische Regierung zu den von Brüssel gewünschten Zugeständnissen bewegt? Haben sie eine tragfähige europäische Friedensordnung geschaffen?

Nein, haben sie nicht. Es sind Sanktionen, die mich an kleine Kinder im Sandkasten erinnern, die sich gegenseitig mit Plastikschaufeln auf den Kopf schlagen und trotzig darauf beharren, im Recht zu sein. Frau Kallas und Frau von der Leyen scheinen dieses Sandkastenspiel auf die große politische Bühne übertragen zu haben. Nur dass es hier nicht um Sandburgen geht, sondern um wirtschaftliche Existenzen und Menschenleben. Politische Vernunft sieht anders aus.

Die EU weiter setzt weiter auf eine Strategie, deren erklärtes Ziel die wirtschaftliche Schwächung Russlands ist, ohne überzeugend darzulegen, wie daraus ein verhandelbarer Frieden entstehen soll.

Frau Kallas, Europa braucht keine Außenpolitik, die sich vor allem durch immer neue Strafmaßnahmen auszeichnet. Europa braucht eine Außenpolitik, die Konflikte entschärft, Verhandlungen ermöglicht und das Leben der Menschen schützt. Aber dazu sind Sie nicht fähig! Gehen Sie, und nehmen Sie Frau von der Leyen gleich mit! Selenskyj hat sicherlich ein schönes Plätzchen für Sie parat!

Friedrich Merz und die europäische Durchhaltepolitik

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz bekräftigte beim jüngsten EU-Gipfel die weitere Unterstützung der Ukraine. Die europäischen Regierungen wollen ihre Hilfe fortsetzen, obwohl sich Washington zunehmend von seiner bisherigen Rolle entfernt.

Ich halte diese Haltung für politisch verantwortungslos, sofern sie nicht mit einer ebenso entschlossenen diplomatischen Initiative verbunden wird.

Herr Merz, wie lange soll die Ukraine noch durchhalten? Wie viele junge Männer sollen noch an der Front sterben? Wie viele Milliarden Euro sollen die europäischen Steuerzahler noch aufbringen, bevor endlich eine ernsthafte Debatte über die realistischen Möglichkeiten eines Kriegsendes geführt wird?

Die ständige Beteuerung, man stehe an der Seite der Ukraine, klingt moralisch eindrucksvoll, auch wenn sie dumm ist. Aber was bedeutet sie konkret?

Steht man an der Seite der ukrainischen Bevölkerung, wenn man eine militärische Strategie unterstützt, deren Erfolgsaussichten immer fraglicher werden? Oder steht man vor allem an der Seite eines politischen, faschistisch unterwanderten und korruptionsverdächtigten Regimes, das seine Ziele bislang nicht erreichen konnte?

Ich möchte nicht, dass die Ukraine zerstört wird. Ich möchte, dass dieser Krieg endet. Und ich halte es für unerträglich, wenn europäische Politiker den Eindruck erwecken, eine militärische Fortsetzung sei bereits deshalb richtig, weil ein Verhandlungsfrieden möglicherweise schmerzhafte Zugeständnisse erfordern würde.

Frieden bedeutet nicht immer, dass eine Seite alle ihre Forderungen durchsetzt. Frieden bedeutet zunächst, dass Menschen aufhören zu sterben.

Ein gerechter und dauerhafter Frieden muss Sicherheitsgarantien für die Ukraine einschließen. Wer jedoch ausschließlich maximale Forderungen stellt und jede realistische Kompromissmöglichkeit verwirft, riskiert die Fortsetzung des Sterbens. Sie Herr Merz, halte ich für ebenso unfähig wie Frau von der Leyen und Frau Kallas. Auch für Sie hat Selenskyj sicherlich ein angenehmes Plätzchen.

Die EU-Sanktionen – ein wirtschaftlicher Bumerang

Europa hat sich mit seiner Sanktions- und Energiepolitik selbst erheblichen wirtschaftlichen Schaden zugefügt. Deutschland profitierte über Jahrzehnte von vergleichsweise günstigen russischen Energielieferungen. Besonders die energieintensive Industrie war auf eine verlässliche Versorgung mit Erdgas angewiesen.

Mit dem weitgehenden Wegfall russischer Pipelinegaslieferungen änderten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundlegend. Höhere Energiepreise belasteten Unternehmen und private Haushalte. Die Wettbewerbsfähigkeit wichtiger Industriezweige geriet zusätzlich unter Druck.

Wer Energie künstlich verknappt oder den Zugang zu günstigen Bezugsquellen politisch einschränkt, muss mit wirtschaftlichen Folgen in einem Industrieland rechnen. Das kleine Einmaleins der Volkswirtschaft, Herr Merz und Herr Habeck!

Während die Vereinigten Staaten nun aus eigenem Interesse wieder Geschäfte mit Russland ermöglichen, soll Europa offenbar weiterhin an einer Politik festhalten, die auch die eigenen Unternehmen und Bürger belastet. Was für eine groteske Situation! Anscheinend sind die US-Amerikaner schlauer als die Europäer. Wer „A“ sagt, muss nicht „B“ sagen, er kann auch erkennen, dass „A“ falsch war. Ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob Ihr mentaler Horizont diesen Worten folgen kann, Herr Merz. Vielleicht sind Sie auch nur zu verbohrt, um die Realität noch einigermaßen wahrnehmen zu können.

Die Amerikaner kaufen russischen Diesel, weil sie ihre Energiepreise senken wollen. Und die Europäer sollen weiter wirtschaftliche Nachteile hinnehmen, um Russland unter Druck zu setzen.

Ich frage mich, wie lange sich die Menschen in Europa diese Politik noch gefallen lassen. Ich hoffe, nicht mehr lange!

Die NATO und die Verantwortung des Westens

Wer die Ursachen dieses Krieges verstehen will, darf die NATO-Osterweiterung und die westliche Sicherheitspolitik nicht ausklammern.

Russland hat über viele Jahre deutlich gemacht, dass es eine weitere Ausdehnung der NATO bis an seine Grenzen als Bedrohung betrachtet. Diese Sicherheitsbedenken wurden im Westen häufig zurückgewiesen oder als bloße Vorwände behandelt.

Dabei gehört zu einer tragfähigen europäischen Sicherheitsordnung, dass nicht nur die Interessen einer Seite berücksichtigt werden.

Die Ukraine besitzt selbstverständlich das Recht auf staatliche Souveränität. Aber auch die Sicherheitsinteressen Russlands verschwinden nicht dadurch, dass westliche Politiker sie für unbegründet erklären.

Das bedeutet nicht, dass der russische Einmarsch 2022 völkerrechtlich gerechtfertigt war. Das ist er ebenso wenig wie der völkerrechtswidrige Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Es bedeutet aber, dass die Frage nach der politischen Vorgeschichte und der Mitverantwortung westlicher Akteure gestellt werden muss.

Für mich hat die NATO durch ihre Erweiterungspolitik und die zunehmende militärische Konfrontation erheblich zur Verschärfung des europäischen Sicherheitskonflikts beigetragen. Und ich werfe den maßgeblichen politischen Kräften in Washington und Europa vor, die Möglichkeiten einer diplomatischen Konfliktlösung nicht ausreichend genutzt zu haben.

Ein Bündnis, das sich als Verteidigungsbündnis versteht, sollte sich daran messen lassen, ob seine Politik Sicherheit schafft oder neue Eskalationsrisiken hervorbringt. Die NATO ist in meinen Augen zu einem Angriffspakt mutiert.

Nicht mehr Waffen, sondern endlich Verhandlungen

Ich wünsche mir, dass die amerikanische Kursänderung zum Ausgangspunkt einer umfassenderen diplomatischen Initiative wird.

Dazu gehört aus meiner Sicht auch, Waffenlieferungen und militärische Unterstützungsleistungen kritisch zu überprüfen und ihre Fortsetzung nicht zum Selbstzweck zu erklären.

Ein abrupter Entzug aller Luftverteidigung und militärischen Informationen könnte allerdings die ukrainische Zivilbevölkerung zusätzlich gefährden und Russland zu weiteren Angriffen ermutigen. Deshalb wäre ein abgestimmter, überprüfbarer Waffenstillstand mit anschließenden Verhandlungen einer bloßen militärischen Preisgabe der Ukraine vorzuziehen.

Die Europäische Union sollte die amerikanische Lockerung der Sanktionen zum Anlass nehmen, ihre eigene Politik grundsätzlich zu überdenken. Es braucht Gespräche mit Moskau. Es braucht Sicherheitsgarantien, die den berechtigten Schutzbedürfnissen der Ukraine Rechnung tragen. Und es braucht die Bereitschaft, auch die russischen Sicherheitsinteressen in eine künftige europäische Friedensordnung einzubeziehen.

Vor allem braucht es Politiker, die nicht jede Verhandlung als Schwäche und nicht jeden Kompromiss als Kapitulation betrachten.

Und es braucht eine USA, die dem militärisch-industriellen Komplex Einhalt gebietet, der mit Spannungen und Kriegen seine Auftragsbücher füllt.

Schluss mit dem Sterben!

Donald Trump handelt vermutlich vor allem aus Eigeninteresse. Er möchte die Energiepreise senken, seine politischen Chancen bei den Midterm-Wahlen verbessern und sich als erfolgreicher Präsident präsentieren.

Diese Intention mag man moralisch kritisieren. Ich tue es ebenfalls.
Aber wenn seine Entscheidung dazu beiträgt, die verhärteten Fronten aufzubrechen und den Weg zu Verhandlungen freizumachen, wäre das ein Fortschritt.

Nicht Trump muss mir sympathisch sein. Nicht Putin muss mir sympathisch sein. Auch Selenskyj, Merz, Macron oder Kallas müssen mir nicht sympathisch sein. Mich interessiert, ob ihre Entscheidungen dazu beitragen, dass Menschen weiter sterben oder endlich wieder in Frieden leben können.

Ich habe die ständigen Durchhalteparolen, die immer neuen Sanktionspakete und die selbstgerechte Kriegsrhetorik europäischer Politiker gründlich satt.

Wer Frieden will, muss bereit sein, mit seinem Gegner zu sprechen. Wer nur mit seinen Freunden redet, braucht keine Friedensverhandlungen.

Die Menschen in der Ukraine haben ein Recht auf eine Zukunft, die nicht ausschließlich aus Schützengräben, Drohnenangriffen, zerstörten Häusern und immer neuen Gräbern besteht.

Und die Menschen in Europa haben ein Recht auf eine Politik, die ihre wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen ernst nimmt, statt sie einer endlosen Konfrontation unterzuordnen.

Schluss mit der politischen Selbstgerechtigkeit! Schluss mit der Eskalationsspirale! Schluss mit dem Sterben!

Europa braucht keine weitere Generation von Politikern, die den Krieg verwalten und seine Fortsetzung finanzieren. Europa braucht Staatsmänner und Staatsfrauen, die den Mut haben, Frieden auszuhandeln – und keine Politmarionetten.

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Noch ein privates Anliegen
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Das Buch „Corona – das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben“ ist am 20. August 2026 im Online-Handel erschienen.

https://www.amazon.de/s?k=uwe+froschauer+Corona+-+das+letzte+Kapitel+ist+noch+nicht+geschrieben&__

Über Corona wurde viel geschrieben – meist über einzelne Aspekte. Dieses Buch versucht, die vielen Teile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. In 18 Kapiteln werden die politischen, gesellschaftlichen, medizinischen, medialen und psychologischen Facetten der Corona-Zeit: von Zahlen und Impfkampagne über Grundrechtseingriffe, RKI-Protokolle und mediale Meinungslenkung bis hin zu Widerstand und der bis heute unzureichenden Aufarbeitung beleuchtet.

Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

Wer urteilen will, sollte das ganze Bild kennen.

Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

Seit 31. August Nr. 1 der Amazon-Bestseller in der Kategorie Gesundheitspolitik.

Das Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2.Juli 2026 veröffentlicht.
https://www.amazon.de/dp/B0H761YF9H/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=

Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.

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Wenn Frieden zum wirtschaftlichen Problem wird – Deutschlands Weg in die Kriegswirtschaft

Von Uwe Froschauer

Was bedeutet es, wenn Deutschland seine Wirtschaft zunehmend auf Rüstungsproduktion ausrichtet? Haben sich die Bürger darüber schon einmal ernsthaft Gedanken gemacht? Wenn immer mehr Arbeitsplätze, Unternehmensgewinne und ganze Industriestandorte von militärischen Aufträgen abhängen, entsteht eine moralisch höchst bedenkliche Situation: Frieden und internationale Entspannung könnten wirtschaftliche Probleme verursachen, während militärische Spannungen und die Angst vor Kriegen die Auftragsbücher füllen. Müssen wir irgendwann darauf hoffen, dass die Welt unfriedlich bleibt, damit unsere Wirtschaft floriert? Soll ausgerechnet das Geschäft mit Waffen und Munition zum Rettungsanker einer schwächelnden deutschen Industrie werden? Eine solche Entwicklung wirft Fragen auf, die weit über Wirtschaftswachstum, Verteidigungsausgaben und Arbeitsplatzsicherung hinausgehen. Es geht um den moralischen Kompass einer Gesellschaft, die nach zwei Weltkriegen eigentlich wissen sollte, wohin Militarisierung führen kann.

Wenn Frieden zum wirtschaftlichen Problem wird

Stellen Sie sich vor, in Deutschland herrscht wirtschaftliche Aufbruchstimmung. Die Auftragsbücher der Unternehmen sind voll, neue Produktionshallen werden errichtet, zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt und die Aktienkurse steigen. Politiker sprechen von einer erfolgreichen Industriepolitik, Wirtschaftsverbände freuen sich über steigende Umsätze und die Medien berichten über neue Wachstumschancen. Was zunächst nach einer erfreulichen Entwicklung klingt, bekommt einen bitteren Beigeschmack, wenn man sich anschaut, womit dieses Wachstum erwirtschaftet wird: mit Panzern, Raketen, Artilleriegranaten, Kampfdrohnen und anderen militärischen Gütern, die im Ernstfall Menschen töten und Städte zerstören.

Ich frage mich, was mit einer Gesellschaft geschieht, die beginnt, solche Entwicklungen als wirtschaftlichen Fortschritt zu feiern. Was sagt es über unsere politischen Prioritäten aus, wenn eine schwächelnde zivile Industrie zunehmend durch Rüstungsaufträge gestützt werden soll? Und was geschieht, wenn aus der vermeintlichen wirtschaftlichen Rettung eine dauerhafte Abhängigkeit wird? Wer Fabriken baut, Produktionskapazitäten erweitert und Tausende Menschen beschäftigt, benötigt langfristig Aufträge. Eine Rüstungsindustrie, die einmal erheblich ausgebaut wurde, wird sich nicht freiwillig wieder verkleinern, nur weil internationale Spannungen nachlassen. Sie wird versuchen, ihre wirtschaftliche Existenz zu sichern, wie andere Industriezweige auch.

Das ist für mich das eigentliche Problem. Eine zivile Industrie kann davon profitieren, dass Menschen in Frieden leben, konsumieren, reisen, Häuser bauen oder Maschinen benötigen. Eine Rüstungsindustrie dagegen lebt von militärischem Bedarf. Dieser kann zwar auch in Friedenszeiten durch Abschreckung, Ersatzbeschaffungen und die Auffüllung von Beständen entstehen. Dennoch bleibt der grundlegende Widerspruch bestehen: Je stärker sich eine Volkswirtschaft von militärischen Aufträgen abhängig macht, desto größer wird das wirtschaftliche Interesse an dauerhaft hohen Rüstungsausgaben. Internationale Entspannung und Abrüstung können dann für Unternehmen, Beschäftigte und ganze Regionen zu einer wirtschaftlichen Herausforderung werden.

Wollen wir tatsächlich eine Gesellschaft, in der sich Menschen irgendwann fragen müssen, ob ein dauerhafter Frieden ihren Arbeitsplatz gefährden könnte? In der eine diplomatische Verständigung zwischen verfeindeten Staaten nicht nur als politische Erfolgsmeldung, sondern womöglich auch als Risiko für die Umsätze der Rüstungsindustrie betrachtet wird? Ich halte schon die Möglichkeit einer solchen Entwicklung für moralisch unerträglich. Nicht weil jeder Beschäftigte eines Rüstungsunternehmens den Krieg befürworten würde, sondern weil eine Politik, die wirtschaftliche Abhängigkeiten von militärischer Nachfrage schafft, einen gefährlichen Interessenkonflikt in Kauf nimmt.

Und Sie, Frau von der Leyen, die Sie milliardenschwere europäische Aufrüstungsprogramme vorantreiben: Wo bleibt bei Ihren wirtschafts- und sicherheitspolitischen Überlegungen die moralische Auseinandersetzung mit diesen langfristigen Abhängigkeiten? Wie wollen Sie verhindern, dass sich in Europa ein militärisch-industrieller Komplex entwickelt, dessen wirtschaftliche Interessen irgendwann schwerer wiegen als die Bereitschaft zu Abrüstung und diplomatischer Verständigung? Wer die Rüstungsproduktion zu einem wichtigen Bestandteil europäischer Industriepolitik macht, muss sich auch dieser Frage stellen. Ethische Fragen kommen Ihnen, Frau von der Leyen, anscheinend kaum in den Sinn.

Die Europäische Kommission will mit ihrem Programm ReArm Europe / Readiness 2030 zusätzliche Verteidigungsinvestitionen von bis zu 800 Milliarden Euro ermöglichen. Begründet wird dies mit der Notwendigkeit, militärische Fähigkeiten zu stärken, industrielle Kapazitäten auszubauen und Europas Sicherheit zu gewährleisten. Die Kommission versteht diese Politik ausdrücklich als Antwort auf eine verschärfte Sicherheitslage.

Dabei wird geflissentlich ausgeblendet, welchen Anteil die europäische Politik selbst an der Verschärfung dieser Sicherheitslage hat. Ursula von der Leyen, Kaja Kallas, Friedrich Merz und Emmanuel Macron setzen auf Aufrüstung, militärische Unterstützung der Ukraine und zunehmenden Druck auf Russland, statt ernsthafte Verhandlungen auf Augenhöhe in den Mittelpunkt ihrer Politik zu stellen. Verhandlungen, bei denen Russland faktisch die Maximalforderungen der Gegenseite akzeptieren soll, sind keine realistische Grundlage für einen dauerhaften Frieden. Wer die Sicherheitsinteressen Russlands von vornherein ausklammert, erschwert eine diplomatische Lösung. Der russische Angriff auf die Ukraine bleibt völkerrechtswidrig, doch daraus folgt nicht, dass die europäische Eskalationspolitik alternativlos wäre. Die genannten Verantwortlichen sollten sich deshalb fragen lassen, inwieweit sie selbst zu jener gefährlichen Sicherheitslage beigetragen haben, die sie nun als Begründung für immer neue Aufrüstungsprogramme heranziehen. Entschuldigt, aber ihr Kriegstreiber seid menschenverachtende und mental sowie ethisch unfähige Doppelmoralisten!

Selbst wenn man die sicherheitspolitische Begründung akzeptiert – was ich nicht tue –, bleibt die Frage bestehen, welche wirtschaftlichen und politischen Strukturen mit diesen Investitionen geschaffen werden und wie sich diese später wieder zurückführen lassen.

Deutschland steht deshalb nicht nur vor einer industriepolitischen, sondern auch vor einer gesellschaftlichen Grundsatzentscheidung. Soll die wirtschaftliche Zukunft des Landes vor allem durch zivile Innovationen, industrielle Leistungsfähigkeit und friedlichen internationalen Austausch gesichert werden? Oder wird die Herstellung militärischer Güter zu einem immer wichtigeren Bestandteil der wirtschaftlichen Existenzsicherung? Diese Fragen sollten öffentlich diskutiert werden, und sich nicht auf Produktionszahlen, Verteidigungsetats und neue Arbeitsplätze beschränken.

Bereits US-Präsident Dwight D. Eisenhower warnte am 17. Januar 1961 in seiner Abschiedsrede vor dem unzulässigen Einfluss des militärisch-industriellen Komplexes auf Politik und Gesellschaft. Eisenhower war selbst General gewesen und erkannte die Notwendigkeit militärischer Verteidigungsfähigkeit an. Umso gewichtiger war seine Warnung vor einer dauerhaften Verflechtung von Rüstungsindustrie, Militär und politischen Entscheidungsträgern.

Mehr als sechs Jahrzehnte später stellt sich die Frage, ob Europa im Begriff ist, vergleichbare Strukturen aufzubauen.

Uns sollte klar sein: Eine verantwortungsvolle Wirtschaftspolitik muss nicht nur fragen, wie viele Arbeitsplätze entstehen und welche Gewinne Unternehmen erzielen. Sie muss ebenso fragen, welchen gesellschaftlichen Zwecken die Produktion dient und welche politischen Abhängigkeiten daraus erwachsen. Wirtschaftlicher Erfolg allein ist kein ausreichender moralischer Maßstab. Wer das ausblendet, reduziert Menschenleben, Frieden und Sicherheit auf betriebswirtschaftliche Kennzahlen.

Vom Industrieland zum Rüstungsstandort

Deutschland war über Jahrzehnte eine der führenden Industrienationen der Welt. Automobile, Maschinen, chemische Erzeugnisse, medizinische Geräte und hochwertige technische Anlagen waren das Rückgrat seiner Wirtschaft. Deutsche Ingenieurskunst, qualifizierte Fachkräfte und leistungsfähige mittelständische Unternehmen trugen wesentlich zum Wohlstand des Landes bei. Heute steht ein Teil dieser industriellen Basis unter erheblichem Druck. Hohe Energiepreise, maßlose Bürokratie aus Brüssel und seitens der Regierung, internationale Konkurrenz, strukturelle Veränderungen und politische Fehlentscheidungen ohne Ende haben zahlreiche Unternehmen in Schwierigkeiten gebracht. Arbeitsplätze werden abgebaut, Investitionen verschoben und Produktionsstandorte infrage gestellt.

Während Teile der zivilen Industrie um ihre Zukunft kämpfen, erlebt die Rüstungsbranche einen Aufschwung. Neue Fabriken werden gebaut, Produktionskapazitäten erweitert und Fachkräfte gesucht. Unternehmen, die bisher überwiegend für zivile Märkte produzierten, prüfen den Einstieg in militärische Lieferketten. Was früher in der öffentlichen Wahrnehmung ein politisch und moralisch besonders sensibler Wirtschaftszweig war, wird zunehmend als Hoffnungsträger für industrielle Beschäftigung und wirtschaftliches Wachstum präsentiert.

Wie konkret diese Entwicklung bereits ist, zeigt das Beispiel Rheinmetall. Im September 2025 eröffnete der Konzern in Unterlüß ein neues Munitionswerk. Nach Unternehmensangaben soll dort nach vollständigem Produktionshochlauf eine jährliche Kapazität von bis zu 350.000 Artilleriegeschossen erreicht werden. Zusammen mit der geplanten Raketenmotorfertigung sollen am Standort bis zu 500 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Wirtschaftlich betrachtet handelt es sich um Investitionen, Produktionskapazitäten und Beschäftigung. Doch was wird dort eigentlich hergestellt? Artilleriemunition, die im Krieg eingesetzt werden kann, um militärische Ziele zu bekämpfen, und deren Einsatz Menschenleben kosten kann. Diese Tatsache verschwindet nicht dadurch, dass man die Produktion unter dem Begriff industrieller Wertschöpfung verbucht.

Auch das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) beschreibt in seinem im Oktober 2026 aktualisierten Fachkräftereport die wachsende Bedeutung des Wechsels von Beschäftigten aus der schwächelnden Automobilindustrie in die Rüstungsbranche. Für Unternehmen und Arbeitnehmer können sich dadurch neue berufliche Perspektiven ergeben.

Ich mache keinem Beschäftigten einen Vorwurf, der nach einer Entlassung eine neue Arbeitsstelle sucht. Wer seine Familie ernähren und seine Existenz sichern muss, kann es sich häufig nicht leisten, lange über die gesellschaftspolitischen Folgen seines neuen Arbeitsplatzes nachzudenken. Die Verantwortung für die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen liegt bei denjenigen, die sie gestalten. Sie liegt bei politischen Verantwortlichen wie Ursula von der Leyen, Kaja Kallas, Friedrich Merz und Emmanuel Macron, die den Ausbau der europäischen Rüstungsindustrie mit Nachdruck vorantreiben. Während die zivile Industrie unter hohen Energiekosten, internationalem Wettbewerbsdruck und einer ausufernden, nicht zuletzt von Brüssel mitverursachten Bürokratie leidet, werden für die Rüstungsproduktion Milliarden mobilisiert und Genehmigungsverfahren für Rüstungsprojekte beschleunigt. Und Sie, Frau von der Leyen, Herr Merz und all die anderen Befürworter dieser Aufrüstungspolitik: Weshalb bringen Sie nicht denselben politischen Ehrgeiz auf, um die zivile Industrie wieder auf die Beine zu stellen? Ist es tatsächlich Ihre Vorstellung von wirtschaftlichem Fortschritt, dass Menschen, die bisher Fahrzeuge, Maschinen und zivile technische Anlagen hergestellt haben, künftig Panzer, Raketen und Munition produzieren? Dass ausgerechnet die Rüstungsindustrie zum Hoffnungsträger einer Industrienation wird, deren zivile Produktionsbasis zunehmend unter Druck gerät? Herr Merz, Sie und Ihr fragwürdiges Kabinett sollten den Bürgern endlich erklären, wie Sie die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands sichern wollen, ohne das Land immer stärker von militärischen Staatsaufträgen abhängig zu machen. Für diese politische Schwerpunktsetzung tragen Sie die Verantwortung, nicht die Arbeitnehmer, die um ihre Existenz kämpfen.

Dabei ist nicht einmal gesichert, dass der Rüstungsboom die Arbeitsplatzverluste anderer Industriezweige annähernd ausgleichen könnte. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung erwartet für 2026 einen Rückgang der Beschäftigung im produzierenden Gewerbe um rund 160.000 Personen. Die steigenden Verteidigungsausgaben kommen nach seiner Einschätzung unmittelbar vor allem der Rüstungsindustrie und ihren Zulieferern zugute.

Die Vorstellung, man könne die strukturellen Probleme einer großen Industrienation durch den Ausbau der Waffenproduktion lösen, verdient daher auch aus rein wirtschaftlicher Sicht eine kritische Prüfung.

Deutschland verfügt über hervorragende Ingenieure, Wissenschaftler, Facharbeiter und Unternehmer. Diese Fähigkeiten könnten ebenso für moderne Verkehrssysteme, Energieversorgung, Medizintechnik, Infrastruktur oder andere zivile Zukunftsindustrien eingesetzt werden. Weshalb sollte eine Industrienation ihre wirtschaftlichen Hoffnungen zunehmend auf die Herstellung militärischer Güter richten? Die Antwort kann nicht allein lauten, dass der Staat dafür derzeit besonders viel Geld bereitstellt.

Ich halte es für gefährlich, wenn wirtschaftspolitische Erfolgsmeldungen zunehmend mit neuen Munitionsfabriken, steigenden Rüstungsetats und langfristigen militärischen Beschaffungsprogrammen verbunden werden. Denn mit jeder neuen Produktionsstätte, jedem zusätzlichen Arbeitsplatz und jeder weiteren Spezialisierung wächst auch das wirtschaftliche Interesse daran, dass die Nachfrage nach diesen Produkten bestehen bleibt. Die politische Aufgabe besteht deshalb nicht nur darin, heutige Beschäftigung zu sichern, sondern zu verhindern, dass daraus morgen eine Abhängigkeit entsteht, die friedenspolitische Entscheidungen erschwert.

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Das Buch „Corona – das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben“ ist am 20. August 2026 im Online-Handel erschienen.

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Über Corona wurde viel geschrieben – meist über einzelne Aspekte. Dieses Buch versucht, die vielen Teile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. In 18 Kapiteln werden die politischen, gesellschaftlichen, medizinischen, medialen und psychologischen Facetten der Corona-Zeit: von Zahlen und Impfkampagne über Grundrechtseingriffe, RKI-Protokolle und mediale Meinungslenkung bis hin zu Widerstand und der bis heute unzureichenden Aufarbeitung beleuchtet.

Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

Wer urteilen will, sollte das ganze Bild kennen.

Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

Seit 31. August Nr. 1 der Amazon-Bestseller in der Kategorie Gesundheitspolitik.

Das Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2.Juli 2026 veröffentlicht.
https://www.amazon.de/dp/B0H761YF9H/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=

Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

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Klimalüge und Klimadiktatur? Kapitel 11: Klimajournalismus – Berichterstattung oder Mission?

Von Uwe Froschauer

Journalismus soll informieren, kontrollieren, hinterfragen und einordnen. Er soll der Macht auf die Finger schauen – nicht ihr die Argumente liefern. Er soll dem Bürger Informationen geben, damit dieser sich ein eigenes Urteil bilden kann – nicht ihm das gewünschte Urteil gleich mitliefern. Diese Grenze verschwimmt unter anderem beim Thema Klima zunehmend.

Wenn aus einer Überschwemmung schon in der Schlagzeile eine Folge des Klimawandels wird, wenn ein Waldbrand als Beleg für die Klimakrise präsentiert wird, bevor überhaupt geklärt ist, welche Faktoren ihn verursacht oder begünstigt haben, wenn wissenschaftliche Unsicherheiten aus der Berichterstattung verschwinden und aus Modellrechnungen Gewissheiten werden, dann wird aus Information schnell Interpretation. Und wenn bestimmte wissenschaftliche Positionen große Aufmerksamkeit erhalten, während andere kaum vorkommen, entsteht ein Bild, das durchaus aus richtigen Einzelinformationen bestehen kann – und dennoch unvollständig ist.

Bedenklich wird es, wenn Journalisten ihre Rolle verändern. Wer sich nicht mehr in erster Linie als kritischer Beobachter versteht, sondern als Mitstreiter für eine vermeintlich gute Sache, läuft Gefahr, die Grenze zwischen Journalismus und Aktivismus zu überschreiten. Beim Klima ist diese Gefahr groß. Kaum ein anderes Thema verbindet Wissenschaft, Politik, Moral, Angst und langfristige Zukunftsszenarien derart eng miteinander. Und kaum ein anderes politisches Projekt greift inzwischen so tief in Wirtschaft und Alltag ein.

Ein genauer Blick auf diejenigen, die den Bürgern dieses Projekt täglich erklären – die Medien – ist angebracht.

Wie berichten sie über den Klimawandel? Welche Informationen wählen sie aus? Welche lassen sie weg? Welche Bilder zeigen sie? Welche Begriffe verwenden sie? Wie gehen sie mit wissenschaftlicher Unsicherheit um? Und vor allem: Informieren sie den Bürger noch so, dass er sich selbst ein Urteil bilden kann – oder liefern sie das Urteil zunehmend gleich mit? Darum geht es in diesem Kapitel.

Vom Beobachter zum Akteur

Journalismus hat in einer Demokratie einen klaren und wichtigen Auftrag: Er soll den Bürger informieren. Ein Journalist soll recherchieren, Behauptungen überprüfen, Widersprüche aufdecken, unterschiedliche relevante Positionen sichtbar machen und insbesondere den Mächtigen auf die Finger schauen. Regierungshandeln darf dabei ebenso wenig sakrosankt sein wie die Position einer Opposition, eines Unternehmens, eines Verbandes oder einer Nichtregierungsorganisation.

Journalismus ist keine Pressestelle der Regierung. Das gilt unabhängig davon, ob eine politische Maßnahme Steuern, Migration, Krieg, Gesundheit oder Klima betrifft. Wenn politische Entscheidungen tief in das Leben der Menschen eingreifen, sollte journalistische Kontrolle besonders kritisch sein.

Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist dieser Anspruch rechtlich verankert. § 26 des Medienstaatsvertrages verpflichtet ARD, ZDF und Deutschlandradio zu einer unabhängigen, sachlichen, wahrheitsgemäßen und umfassenden Information und Berichterstattung. Außerdem sollen die Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit beachtet und eine möglichst breite Themen- und Meinungsvielfalt ausgewogen dargestellt werden. Das ist der Auftrag.

Die ARD selbst hat diesen Anspruch noch deutlicher formuliert. In ihren journalistischen Grundsätzen heißt es unter anderem:

„Wir berichten ausgewogen und fair.“

Und an anderer Stelle:

„Dabei trennen wir Nachricht und Meinung.“

Die ARD erklärt ausdrücklich, Hintergründe und komplexe Zusammenhänge so verständlich machen zu wollen, dass sich die Menschen „ihr eigenes Bild machen können“.

Es wäre schön, wenn es so wäre. Der Bürger soll sich sein eigenes Bild machen können, und nicht das Bild übernehmen, das ihm eine Redaktion bereits fertig gerahmt an die Wand hängt. In vielen Fällen scheint mir Zweiteres der Fall zu sein.

Das ZDF formuliert seinen Auftrag ähnlich. Die zentrale Aufgabe seiner Berichterstattung bestehe darin, den Zuschauern eine „freie Meinungs- und Urteilsbildung“ zu ermöglichen. Dazu gehörten unabhängige und objektive Informationen sowie die umfassende Darstellung unterschiedlicher gesellschaftlicher Ansichten. Auf dem Papier klingt das hervorragend.

Die Frage ist jedoch, was passiert, wenn Journalisten glauben, bei einem bestimmten Thema sei die gesellschaftlich richtige Richtung längst geklärt. Das ist für mich das Problem des Klimajournalismus – das Problem des Journalismus der Mainstreammedien generell.

Natürlich muss ein Journalist nicht so tun, als seien wissenschaftlich gut belegte Erkenntnisse und jede noch so abseitige Gegenbehauptung gleichwertig. Ausgewogenheit bedeutet nicht, zu jeder wissenschaftlichen Aussage zwanghaft eine Gegenmeinung mit identischem Gewicht präsentieren zu müssen. Ein Journalist darf einordnen. Er soll sogar einordnen. Aber Einordnung ist etwas anderes als Mission.

Nehmen wir eine politische Entscheidung zur Verringerung von CO₂-Emissionen. Aufgabe des Journalismus wäre es nicht nur, den von der Regierung gewünschten Klimaeffekt zu erklären. Er müsste ebenso fragen: Wie groß ist dieser Effekt tatsächlich? Auf welchen Annahmen beruht die Berechnung? Welche Kosten entstehen? Wer trägt sie? Welche sozialen Folgen hat die Maßnahme? Welche technologischen Alternativen gibt es? Welche Gegenargumente bringen Wissenschaftler, Ökonomen oder betroffene Unternehmen vor? Und wie sicher sind die zugrunde liegenden Prognosen? Das wäre kritische Kontrolle politischer Entscheidungen.

Wenn dagegen bereits vorausgesetzt wird, dass eine bestimmte Maßnahme notwendig und richtig ist, verändert sich die journalistische Perspektive. Dann lautet die Frage nicht mehr:

Ist diese Maßnahme sinnvoll?

Sondern:

Warum ist diese Maßnahme notwendig, und wie kann sie umgesetzt werden?

Das klingt ähnlich, ist aber etwas völlig anderes. Im ersten Fall wird eine politische Entscheidung überprüft. Im zweiten Fall wird ihre grundlegende Berechtigung bereits vorausgesetzt. Anstatt also zu beobachten, zu hinterfragen und kritisch zu prüfen, was die Politik tut, beginnt der Journalismus durch die Art seiner Berichterstattung selbst politische Ziele zu unterstützen und damit Politik mitzugestalten. Er berichtet dann nicht mehr nur über Politik – er wirkt an ihrer Durchsetzung mit.

Wie nah diese beiden Rollen inzwischen teilweise beieinanderliegen, zeigt schon die Sprache, mit der öffentlich-rechtliche Sender ihre Klimaberichterstattung gelegentlich selbst präsentieren. Die ARD überschrieb beispielsweise im November 2025 eine eigene Pressemitteilung mit:

„Wissen meets Klimaschutz“.

Das muss für sich genommen noch keinerlei Verletzung journalistischer Standards bedeuten. Es zeigt aber die Frage auf, die mich interessiert: Wo endet die Vermittlung von Wissen – und wo beginnt das Anliegen, selbst Klimaschutz zu betreiben?

Auch innerhalb des ZDF wurde diese Gratwanderung bereits thematisiert. In einem Beitrag des ZDF-Fernsehrats zur Klimaberichterstattung fiel der denkwürdige Satz:

„Haltung ist gut, eine von Fakten gestützte Debatte ist besser.“

Dem zweiten Teil kann ich nur zustimmen. Denn Journalismus braucht nicht zuerst Haltung. Er braucht zuerst Fakten, Recherche, Zweifel und die Bereitschaft, auch die eigene Sichtweise infrage zu stellen. Das Wort „Haltung“ ist für mich in diesem Zusammenhang kritisch zu sehen. Ein Journalist darf selbstverständlich eine persönliche Haltung besitzen. Aber in dem Moment, in dem diese Haltung bestimmt, welche Informationen ausgewählt, welche Fragen gestellt, welche Experten eingeladen und welche Gegenargumente überhaupt noch ernst genommen werden, verändert sich seine Funktion. Dann berichtet er nicht mehr nur über eine politische Auseinandersetzung – er wird Teil von ihr.

Ein öffentlich-rechtlicher Sender sollte Klimapolitik nicht bekämpfen. Er sollte sie aber auch nicht machen. Er sollte sie kritisch hinterfragen.

Medien: Information oder fertiges Urteil?

Journalismus sollte dem Bürger Informationen liefern, aus denen er sich ein eigenes Urteil bilden kann. Das klingt selbstverständlich, ist es aber längst nicht mehr. Vereinfacht läuft menschliche Urteilsbildung in mehreren Schritten ab: Ein Mensch nimmt Informationen wahr, denkt darüber nach, vergleicht sie mit anderen Informationen, beurteilt sie und trifft auf dieser Grundlage schließlich eine Entscheidung.

Wahrnehmung –> Reflexion –> Beurteilung –> Entscheidung.

Fragwürdig wird es, wenn Medien diesen Prozess abkürzen und dem Bürger die Beurteilung gleich mitliefern. Ein gutes Beispiel ist die Verwendung des Begriffs „Klimaleugner“. Wer so bezeichnet wird, ist sprachlich bereits abgeurteilt, bevor seine Argumente überhaupt auf dem Tisch liegen. Der Leser erfährt nicht zuerst, was jemand sagt, und kann anschließend beurteilen, ob das Argument trägt. Er erfährt zunächst, wer da angeblich spricht: ein „Klimaleugner“. Damit ist der gedankliche Rahmen gesetzt.

Ähnlich funktioniert es, wenn ein außergewöhnliches Wetterereignis bereits in Überschrift oder Anmoderation als Folge der „Klimakrise“ präsentiert wird. Die journalistisch interessante Frage wäre zunächst: Was ist geschehen? Welche Ursachen kommen infrage? Wie ungewöhnlich ist das Ereignis historisch? Welchen Anteil kann der Klimawandel daran nach heutigem Forschungsstand tatsächlich haben? Erst aus diesen Informationen sollte sich eine Beurteilung ergeben. Wird die Beurteilung dagegen vorangestellt, verändert sich die Funktion der Berichterstattung. Aus der Information über ein Ereignis wird eine Interpretation für den Zuschauer.

Das ist keineswegs nur eine Frage der Aneinanderreihung einzelner Wörter. Sprache schafft gedankliche Rahmen. Begriffe wie „Klimakrise“, „Klimanotstand“, „Klimakatastrophe“ oder eben „Klimaleugner“ transportieren bereits Bewertungen. Das bedeutet nicht, dass solche Begriffe grundsätzlich unzulässig wären. Aber Journalisten sollten sich bewusst sein, dass sie damit nicht nur beschreiben, sondern auch interpretieren.

Ein mündiger Bürger braucht keine Medien, die ihm sagen, was er denken soll. Er braucht Medien, die ihm möglichst vollständig zeigen, worüber er nachdenken sollte. Demokratie lebt vom eigenverantwortlichen Selbstdenker, nicht vom Bürger, der vorgefertigte Deutungen übernimmt. Wo das eigene Urteil zunehmend durch betreutes Denken ersetzt wird, wächst die Gefahr der Fremdsteuerung. Aus Orientierung wird dann schnell Bevormundung.

Agenda-Setting und Framing in der Klimaberichterstattung

Auf Agenda-Setting und Framing bin ich bereits in einem früheren Kapitel eingegangen. Deshalb möchte ich die Mechanismen hier nicht noch einmal theoretisch erklären. Interessanter ist, wie sie in der Klimaberichterstattung konkret wirken.

Agenda-Setting entscheidet zunächst darüber, was überhaupt auf die öffentliche Tagesordnung gelangt. Ein schwerer Waldbrand in Südeuropa, eine Überschwemmung oder ein neuer Temperaturrekord besitzt hohen Nachrichtenwert und erhält entsprechend große Aufmerksamkeit. Weniger spektakuläre Entwicklungen schaffen es dagegen wesentlich seltener in die Schlagzeilen.

Das Problem liegt nicht darin, über Extremereignisse zu berichten. Selbstverständlich gehören sie in die Nachrichten. Kritisch wird es, wenn durch Auswahl und Häufigkeit der Berichterstattung beim Publikum der Eindruck entsteht, solche Ereignisse nähmen überall und zwangsläufig aufgrund des Klimawandels zu.

Hier kommt das Framing ins Spiel. Ein Waldbrand ist zunächst ein Waldbrand. Für seine Entstehung und sein Ausmaß können zahlreiche Faktoren eine Rolle spielen: Hitze und Trockenheit ebenso wie Vegetation, mangelnde Waldpflege, Brandstiftung oder Fahrlässigkeit. Wird er jedoch bereits in Überschrift oder Anmoderation in den Rahmen „Klimakrise“ gestellt, ist ein Teil der Ursachenbewertung vorweggenommen.

Ähnliches gilt für Überschwemmungen. Extremniederschläge können eine wichtige Rolle spielen. Ob daraus eine Katastrophe entsteht, hängt aber ebenso von Bebauung, Bodenversiegelung, Flussbegradigungen, Hochwasserschutz und örtlichen Gegebenheiten ab. Wer nur das Klima nennt, erzählt deshalb möglicherweise keine falsche – aber eine unvollständige Geschichte. Das begründet die Macht des Framings: Es muss nichts erfunden werden. Es genügt mitunter, bestimmte Aspekte hervorzuheben und andere in den Hintergrund treten zu lassen.

Auch Bilder wirken auf diese Weise. Die bereits angesprochenen tiefroten Wetterkarten sind dafür ein anschauliches Beispiel. Rot signalisiert intuitiv Hitze und Gefahr. Eine Temperaturangabe von 35 Grad bleibt zwar dieselbe, ob sie vor grünem, gelbem oder dunkelrotem Hintergrund erscheint. Ihre emotionale Wirkung ist es nicht.

Agenda-Setting und Framing funktionieren besonders wirkungsvoll im Zusammenspiel: Das eine beeinflusst, worüber gesprochen wird. Das andere beeinflusst, in welchem gedanklichen Rahmen darüber gesprochen wird.

Für Klimajournalismus ergibt sich daraus eine besondere Verantwortung. Wer über Waldbrände, Hochwasser oder Temperaturrekorde berichtet, sollte nicht nur das spektakuläre Ereignis zeigen, sondern auch dessen Ursachen, historische Einordnung und wissenschaftliche Unsicherheiten. Sonst entsteht leicht das, was Journalismus eigentlich verhindern sollte: ein fertiges Bild, bevor der Zuschauer alle relevanten Teile des Bildes – das er sich selbst zusammensetzen sollte – gesehen hat.

Was nicht berichtet wird

Auch hier geht es im Kern um Agenda-Setting. Doch während bisher die Frage im Mittelpunkt stand, welche Themen ausgewählt und wie sie dargestellt werden, geht es nun um die andere Seite journalistischer Auswahl: Was erfährt der Bürger nicht?

Ein verzerrtes Bild entsteht nicht nur durch falsche Informationen. Es kann ebenso dadurch entstehen, dass ausschließlich bestimmte richtige Informationen präsentiert werden, während andere relevante Fakten, Studien oder Positionen kaum vorkommen. Eine Redaktion muss keine einzige falsche Zahl nennen und keinen Wissenschaftler falsch zitieren – und kann dennoch ein einseitiges Gesamtbild erzeugen. In der Klimaberichterstattung – wie bei jeder anderen Berichterstattung auch – sollte aus diesem Grund ein Blick auf das geworfen werden, was nicht in den Schlagzeilen und Berichten steht. Welche wissenschaftlichen Ergebnisse finden große Resonanz? Welche werden nur am Rande erwähnt? Wird über eine Studie, die vor größeren Klimarisiken warnt, anders berichtet als über eine Untersuchung, die bestimmte Risiken geringer einschätzt oder frühere Annahmen relativiert?

Dabei geht es nicht darum, jeder einzelnen Studie dieselbe Aufmerksamkeit zu geben. Wissenschaft produziert ständig neue Ergebnisse von sehr unterschiedlicher Qualität und Bedeutung. Journalistische Auswahl ist unvermeidbar. Die interessante Frage lautet vielmehr: Gibt es bei dieser Auswahl ein erkennbares Muster?

Dafür muss man nicht einmal auf sogenannte Klimaskeptiker zurückgreifen. Ein Blick in die Berichte des IPCC selbst genügt. Dort finden sich neben deutlichen Warnungen auch zahlreiche Einschränkungen und Unsicherheiten. So stellt der IPCC beispielsweise fest, dass bei langfristigen Veränderungen der Häufigkeit tropischer Wirbelstürme nur eine geringe wissenschaftliche Sicherheit besteht. Auch beim Permafrost wird zwar eine weitere Erwärmung und Freisetzung von Kohlenstoff erwartet, für einen klar bestimmbaren Schwellenwert eines nichtlinearen Kippeffekts besteht jedoch nur geringe Sicherheit. Beim arktischen Meereis geht der IPCC sogar davon aus, dass es keinen Kipppunkt gibt, nach dessen Überschreiten der Verlust unumkehrbar wäre – Veränderungen seien grundsätzlich innerhalb von Jahren bis Jahrzehnten reversibel.

All das bedeutet keineswegs, dass der IPCC den Klimawandel für harmlos hält. Das tut er ausdrücklich nicht. Es zeigt aber, wie viel differenzierter wissenschaftliche Befunde häufig sind als das Bild, das beim flüchtigen Nachrichtenkonsum hängen bleibt.

Wissenschaftliche Unsicherheit besitzt allerdings einen gehörigen Nachteil: Sie macht schlechte Schlagzeilen. „Wissenschaftler warnen vor unumkehrbarem Kipppunkt“ erzeugt mehr Aufmerksamkeit als die Nachricht, dass für einen bestimmten Schwellenwert nur geringe wissenschaftliche Sicherheit besteht. Ein brennender Wald liefert stärkere Bilder als eine Statistik, die langfristige Entwicklungen differenziert einordnet.

Hier kann man von einem strukturellen Problem des Klimajournalismus sprechen. Wissenschaft arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten, Bandbreiten, Unsicherheiten und unterschiedlichen Evidenzgraden. Medien brauchen dagegen für die Aufrechterhaltung ihrer Auflagenhöhe oder Zuschauer-/Zuhörerquoten verständliche, kurze und möglichst eindeutige Geschichten. Bei dieser Übersetzung kann aus einem „könnte“ schnell ein „wird“, aus einer möglichen Entwicklung eine erwartete Entwicklung und aus einem Risiko eine scheinbar bevorstehende Gewissheit werden.

Dass solche Verkürzungen tatsächlich vorkommen, ist keine Erfindung von Klimaskeptikern. Auch die wissenschaftliche Forschung zur Klimakommunikation beschäftigt sich seit Jahren damit. Untersuchungen beschreiben unter anderem, dass Unsicherheiten in der medialen Darstellung verloren gehen können und komplexe Klimaszenarien dem Publikum häufig nur unzureichend erklärt werden.

Interessant in diesem Zusammenhang ist eine große Untersuchung der deutschen Klimaberichterstattung, die 2026 veröffentlicht wurde. Dafür wurden mehr als 50.000 Artikel aus sieben großen deutschen Zeitungen zwischen 2010 und 2024 analysiert. Das Ergebnis zeigt, wie stark journalistische Auswahl das Gesamtbild bestimmt: Über Ursachen, Folgen und Emissionsminderung wurde wesentlich häufiger berichtet als über die Anpassung an bereits eintretende oder erwartete Klimaveränderungen – etwa durch besseren Hochwasserschutz, Hitzeschutz in Städten oder eine angepasste Landwirtschaft.Auch innerhalb der Ursachen erhielten bestimmte Faktoren deutlich mehr Aufmerksamkeit als andere. So standen fossile Energieträger besonders häufig im Mittelpunkt, während etwa Landwirtschaft, hoher Ressourcenverbrauch oder wirtschaftliches Wachstum wesentlich seltener als Treiber des Klimawandels thematisiert wurden.

Das ist Agenda-Setting in seiner praktischsten Form.  Man kann ein Bild eben nicht nur dadurch verändern, dass man etwas Falsches hinzufügt. Man kann es auch verändern, indem man etwas Wichtiges weglässt.

Wie Botschaften verstärkt werden

Welche Themen ausgewählt und welche Informationen weggelassen werden, ist die eine Seite der Klimaberichterstattung. Die andere ist die Frage, wie eine Botschaft vermittelt wird.

Auf verschiedene Techniken der Beeinflussung – etwa Angsterzeugung, Wiederholung, sprachliche Etikettierung und die Wirkung von Bildern – bin ich in früheren Kapiteln bereits eingegangen. Deshalb möchte ich sie hier nicht erneut theoretisch erklären. An dieser Stelle interessiert vielmehr, wie diese Mechanismen im Klimajournalismus konkret eingesetzt werden und zusammenwirken können.

Wiederholung.

Was Menschen immer wieder hören, prägt sich ein. „Klimakrise“, „Klimanotstand“, „Klimakatastrophe“, „Rekordhitze“, „Extremwetter“ – begegnen uns solche Begriffe über Jahre hinweg in Nachrichten, Talkshows, Dokumentationen und Schlagzeilen, entsteht ein gedanklicher Rahmen, der irgendwann kaum noch bewusst wahrgenommen wird. Die Botschaft muss dann nicht jedes Mal neu begründet werden. Sie ist bereits im Kopf.

Das bedeutet nicht, dass eine häufig wiederholte Aussage deshalb falsch sein muss. Aber Wiederholung ist kein Beweis für Wahrheit. Sie erhöht zunächst nur die Vertrautheit einer Aussage – und Vertrautheit kann leicht mit Gewissheit verwechselt werden.

Bilder und Emotionen.

Brennende Wälder, ausgetrocknete Flussbetten, überflutete Häuser, schmelzende Gletscher, ausgemergelte Eisbären oder verzweifelte Menschen erzeugen etwas, das eine Temperaturkurve kaum leisten kann: unmittelbare Betroffenheit. Solche Bilder sind journalistisch legitim. Problematisch wird es, wenn durch ihre Auswahl eine eindeutige Ursache suggeriert wird, die wissenschaftlich so eindeutig gar nicht festgestellt wurde. Auch die bereits angesprochenen roten Wetterkarten gehören in diesen Zusammenhang. Die gemessene Temperatur verändert sich durch die Farbe natürlich nicht. Ihre emotionale Wahrnehmung sehr wohl.

Wer eine Bedrohung als unmittelbar und existenziell empfindet, denkt anders über politische Maßnahmen nach als jemand, der Chancen, Risiken, Kosten und Alternativen in Ruhe gegeneinander abwägt. Im regelrechten Panikmodus wird eine solche nüchterne Abwägung erheblich erschwert. Aus „Welche Maßnahme ist sinnvoll?“ kann dann schnell „Was müssen wir tun, um die Katastrophe noch zu verhindern?“ werden. Schon die Fragestellung verengt damit den Raum möglicher Antworten.

Und schließlich gibt es Begriffe, die eine Diskussion beenden können, bevor sie überhaupt begonnen hat. „Klimaleugner“ ist dafür das bekannteste Beispiel in der Klimadebatte. Wer mit einem solchen Etikett versehen wird, muss nicht mehr inhaltlich widerlegt werden. Das Etikett selbst übernimmt einen Teil dieser Arbeit.

Ähnlich problematisch wird es bei Formulierungen wie „Die Wissenschaft ist sich einig“, wenn damit nicht ein konkret gut belegter wissenschaftlicher Befund bezeichnet, sondern eine politische Schlussfolgerung gegen Kritik abgeschirmt werden soll. Dass der Mensch das Klima beeinflusst, beantwortet beispielsweise noch nicht die Frage, ob eine bestimmte Steuer, ein bestimmtes Heizgesetz oder ein bestimmtes Verbot sinnvoll und verhältnismäßig ist. Wissenschaftlicher Konsens über einen Befund ist kein Totschlagargument für jede daraus abgeleitete politische Maßnahme.

Keine dieser Techniken muss für sich genommen Manipulation bedeuten. Bilder gehören zum Fernsehen, Wiederholungen entstehen zwangsläufig bei dauerhaft wichtigen Themen, und Journalisten müssen komplexe Sachverhalte vereinfachen. Ihre eigentliche Wirkung entfalten diese Mechanismen vor allem in der Kombination: ständige Wiederholung, emotional aufgeladene Bilder, alarmierende Begriffe und ein sprachlicher Rahmen, in dem Zweifel schnell als moralisches oder wissenschaftliches Defizit erscheinen. Dann wird nicht mehr nur informiert. Dann wird Wahrnehmung gelenkt.

ARD und ZDF: Kontrolleure oder Mitstreiter?

Private Medien betreffend kann jeder selbst entscheiden, ob er sie liest, sieht oder bezahlt. Beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk liegt die Sache anders. ARD und ZDF werden durch den Rundfunkbeitrag zwangsfinanziert und haben einen gesetzlich definierten Auftrag. Wie bereits dargestellt, gehören dazu unabhängige, sachliche und umfassende Information, Objektivität, Unparteilichkeit sowie eine möglichst breite und ausgewogene Themen- und Meinungsvielfalt.

Für sie gelten aus diesem Grund besondere Maßstäbe.
Beim Klima stellt sich die Frage, ob diese Distanz zur Politik immer gewahrt bleibt. Da habe ich massive Zweifel. In öffentlich-rechtlichen Angeboten wird Klimaschutz teilweise nicht nur als Gegenstand politischer Berichterstattung behandelt, sondern sprachlich als Ziel vermittelt, das grundsätzlich unterstützt werden sollte. Damit kann die Grenze zwischen der Information über Klimapolitik und der Identifikation mit ihren Zielen unscharf werden.

Ein kleines, aber bezeichnendes Beispiel wurde bereits erwähnt: Die ARD überschrieb 2025 eine eigene Pressemitteilung mit „Wissen meets Klimaschutz“. Natürlich beweist eine solche Formulierung für sich genommen noch keine einseitige Berichterstattung. Interessant ist jedoch das dahinter erkennbare Rollenverständnis. Klimaschutz erscheint hier nicht als politisches Ziel, über dessen konkrete Ausgestaltung Journalismus kritisch berichtet, sondern als positiv besetztes Anliegen, zu dem der Sender selbst einen Beitrag leisten möchte. Hier beginnt die Grenze zu verschwimmen: Berichtet ein öffentlich-rechtlicher Sender noch über Klimapolitik – oder versteht er sich bereits als Mitstreiter für deren Ziele?

Diese Unterscheidung ist keineswegs spitzfindig. Ein Journalist kann über die Notwendigkeit höherer Verteidigungsausgaben berichten, ohne selbst für Aufrüstung zu werben. Er kann über eine Rentenreform informieren, ohne sie zu seiner eigenen Sache zu machen. Warum sollte für Klimapolitik ein anderer journalistischer Maßstab gelten?

Noch deutlicher wird diese Nähe bei der Initiative „Klima vor acht“. Seit Jahren fordert der gleichnamige Verein einen festen Sendeplatz unmittelbar vor der Tagesschau, um regelmäßig über die Klimakrise zu informieren. Die Forderung zeigt, wie stark inzwischen darüber diskutiert wird, ob Klimaberichterstattung lediglich auf aktuelle Ereignisse reagieren oder selbst dauerhaft einen festen Platz auf der medialen Tagesordnung erhalten soll.

Beim Klimathema zeigt sich, wie schnell sich die journalistische Fragestellung verschieben kann. Wenn Klimaneutralität, Emissionsminderung oder der Ausbau erneuerbarer Energien bereits als grundsätzlich richtige Ziele vorausgesetzt werden, richtet sich der journalistische Blick eventuell nur noch darauf, wie schnell und mit welchen Mitteln diese Ziele erreicht werden können.

Diese Ziele sind längst Bestandteile staatlicher Politik und werden von großen Teilen des politischen Spektrums unterstützt. Kritischer Journalismus müsste einen Schritt weitergehen und fragen: Was kostet eine Maßnahme? Was bewirkt sie global? Wer profitiert? Wer trägt die Belastungen? Welche Alternativen gibt es? Auf welchen Annahmen beruhen die Berechnungen? Und was geschieht, wenn sich eine Prognose als falsch oder eine Maßnahme als ineffizient erweist?
Das sind keine klimafeindlichen Fragen. Das sind journalistische Fragen.

Dazu gehört auch, Wissenschaftler, Ökonomen und andere Fachleute zu Wort kommen zu lassen, die einzelne Annahmen oder politische Maßnahmen begründet infrage stellen. Nicht jede Gegenposition ist deshalb richtig. Aber eine Position wird auch nicht dadurch falsch, dass sie vom vorherrschenden Konsens abweicht.

In der Beantwortung dieser Fragen zeigt sich, ob öffentlich-rechtlicher Klimajournalismus seiner Kontrollfunktion gerecht wird. Ein Sender darf über die Risiken des Klimawandels berichten – selbstverständlich. Er darf wissenschaftliche Erkenntnisse einordnen und politische Maßnahmen erklären. Aber er sollte nicht zum Mitstreiter einer bestimmten Klimapolitik werden.

Sobald Journalismus ein politisches Ziel selbst zu seiner Sache macht, verändert sich seine Perspektive. Dann besteht die Gefahr, dass nicht mehr gefragt wird, ob eine Maßnahme sinnvoll ist, sondern nur noch, wie sie möglichst schnell umgesetzt werden kann.

Damit würde der öffentlich-rechtliche Rundfunk jene Distanz verlieren, die er benötigt, um seine eigentliche Aufgabe erfüllen zu können:

Macht infrage stellen – nicht Politik machen.

Der mündige Bürger

Am Ende läuft die Frage nach gutem Journalismus auf einen einfachen Punkt hinaus: Welches Bild hat er vom Bürger? Sieht er in ihm einen mündigen Menschen, der unterschiedliche Informationen aufnehmen, gegeneinander abwägen und sich daraus ein eigenes Urteil bilden kann? Oder einen Menschen, dessen Denken in die vermeintlich richtige Richtung gelenkt werden muss?

Auf die Bedeutung des mündigen Bürgers und des eigenständigen Denkens bin ich bereits in den ersten Kapiteln eingegangen. Deshalb möchte ich diesen Gedanken hier nicht wiederholen. Für den Journalismus ist er jedoch von grundlegender Bedeutung.

Demokratie braucht informierte Bürger. Wer politische Entscheidungen beurteilen soll, muss nicht nur deren Begründungen kennen, sondern auch Zweifel, Gegenargumente, Unsicherheiten, Kosten und mögliche Alternativen.

Das gilt beim Klima umso mehr, weil die daraus abgeleitete Politik tief in Wirtschaft und Alltag eingreift. Journalismus sollte deshalb nicht versuchen, den Bürger auf die vermeintlich richtige Seite zu ziehen. Er sollte ihm das Material liefern, mit dem er selbst entscheiden kann, welche Seite er für richtig hält.

Der mündige Bürger braucht keinen medialen Vormund. Er braucht Informationen. Er braucht unterschiedliche Sichtweisen. Und vor allem braucht er eines:

die Freiheit, selbst zu denken.

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Das Buch „Corona – das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben“ ist am 20. August 2026 im Online-Handel erschienen.

https://www.amazon.de/s?k=uwe+froschauer+Corona+-+das+letzte+Kapitel+ist+noch+nicht+geschrieben&__

Über Corona wurde viel geschrieben – meist über einzelne Aspekte. Dieses Buch versucht, die vielen Teile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. In 18 Kapiteln werden die politischen, gesellschaftlichen, medizinischen, medialen und psychologischen Facetten der Corona-Zeit: von Zahlen und Impfkampagne über Grundrechtseingriffe, RKI-Protokolle und mediale Meinungslenkung bis hin zu Widerstand und der bis heute unzureichenden Aufarbeitung beleuchtet.

Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

Wer urteilen will, sollte das ganze Bild kennen.

Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

Seit 31. August Nr. 1 der Amazon-Bestseller in der Kategorie Gesundheitspolitik.

Das Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2.Juli 2026 veröffentlicht.
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Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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Wissen ist frei – auch wenn das manche eliteinstruierte Politiker und Journalisten anders sehen.

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Die große Verarsche

Ein Aufrüttelversuch von Werner Roth

Im „Imperium der Lügen“ müssen die Lösungen nicht funktionieren, denn die Probleme haben nie existiert. Neben vielen anderen weist Kit Knightly darauf hin, dass Klimawandel, Corona, Terror und vieles mehr nur Erzählungen sind, natürlich auch der Monster-Barbaren-Bestien-Russe, die für ein bestimmtes Ziel konstruiert und dann mit Nachdruck in den Informationsraum gedrückt wurden.

Dick unterstrichen wird das noch von Dr. Robert W. Malone, dem berüchtigten Falschinformationsverbreiter, der dem „Erfinder“ der Propaganda, Edward Bernays, genau auf die Finger geschaut hat. Er ergänzt dazu, „seine zentrale Erkenntnis war, dass menschliches Verhalten durch die Manipulation von Wünschen, Ängsten, Symbolen und sozialen Erwartungen beeinflusst werden könne – oft, ohne dass die Beeinflussten überhaupt merkten, was vor sich ging.“

Sein Fazit ist eindeutig: „Edward Bernays hat bereits vor einem Jahrhundert erkannt, dass die wirksamste Propaganda sich nicht wie Propaganda anfühlt.“

Jeder sieht nur das, was er glaubt sehen zu wollen.

Die Propaganda muss schließlich nicht über die Wirklichkeit berichten, sondern eine „alternative“ Wirklichkeit erschaffen. Die Wirklichkeit darf man doch auf keinen Fall den Alternativen Medien überlassen. Das ist ein wenig so wie im Film „Braveheart“: „Es kann nur eine(n) geben!“

Die Älteren können sich vielleicht an vergangene Zeiten erinnern, wie sich geistige Gesundheit anfühlte, als sie noch eine Selbstverständlichkeit war. Doch der damit zusammenhängende Wohlstand der vergangenen Jahrzehnte wurde größtenteils auf Kosten einer Zukunft geborgt, die nun eingetroffen ist. „De fättn Joah sann voabei! Host mi?“

Am Ende bleibt nur die Frage, mit wieviel Gewalt und Bösartigkeit versucht wird, dieses Ende hinauszuzögern bzw. zu verhindern. Am Ende ist immer jedes Mittel recht! Mit dem passenden Zweck wird’s sogar heilig. Das ist eben die Banalität des Bösen!

Die Verschmelzung von Geheimdienstoperationen und Kulturproduktion.

Inzwischen haben wir überall „UnsereDemokratie-Agenda“ und „UnsereDemokratie -Beauftragte“. In den Betrieben, in den Verwaltungen, in den GONGOs (vom Staat finanzierte NGOs), in den Medien und natürlich auch in den Produktionsstudios für jegliche Art von Bewegtbild. Keine Produktion mehr ohne den moralischen Zeigefinger, die üblichen russophoben und feministischen Männerhass-Motive oder mindestens einen politisch korrekten Über- bzw. Unterton.

Es werden medial möglichst effektvolle Geschichten inszeniert, mit dem ganzen Repertoire altbekannter, aber wirkungsvoller Tricks. Die anzustrebenden strategischen Ziele bestimmen das Bühnenbild, die Dramaturgie, das Drehbuch und die Figurenzeichnung, die Farbabstimmung, die Lichtsetzung, den Ton in seiner mitziehenden Beimischung. Das Ganze gut abgeschmeckt mit Spannung, Schockeffekten und – nicht zuletzt – einer packende Filmmusik, wie man das halt so kennt.

Denn alles ist eine Geschichte. Wir Menschenwesen erklären uns und verstehen die Welt mittels Geschichten. Die Angelsachsen sind im Geschichten erzählen – immer noch – Weltspitze und setzen die Standards. Ganz besonders in der Art der Präsentation. Von Hollywood lernen, heißt siegen lernen. Man nennt das „mindwar“. Offiziell. Im Pentagon.

Oberster Grundsatz: Wir, der Westen sind die Guten! Immer!

Damit sind wir alle aufgewachsen. „So seien Spielfilme ein „beispielloses Lehrmedium“, eine „offensichtliche Kraft der Meinungsbildung“, die „Handlungen anregt oder verhindert“. Daher empfahl das OSS 1943, dass die USA „das Potenzial des Films als Waffe der psychologischen Kriegsführung nutzen“ müssen.“ So beschreibt das Tom Regenauer gut nachvollziehbar und anschaulich. Das gilt für alle Arten von Erzeugnissen im gesamten audio-visuellen Bereich.

Daneben kam es zu „seltsamen Allianzen zwischen militärisch-industriellem Komplex und kulturellem Einfluss“, die die Rock-, Jazz- und Popkultur in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Dadurch verliert auch der jugendkulturelle Aufbruch in den 60er erheblich seine Unschuld und seine vermeintlich ungezügelte Unabhängigkeit.

Regenauer legt mithilfe tonnenweiser Belege und Quellen nahe, dass sogar die damaligen Protest- und Widerstandsbewegungen inklusive ihrer kulturellen Codes in Musik, Mode und Verhaltensmuster, von den Schlapphüten nicht nur manipuliert, sondern oft sogar inszeniert wurden. Also Hippies, Rocker, Friedenskämpfer, Rassengleichheitsbewegte und was da sonst noch so kreucht und fleucht. Kontrollierte Opposition ist keine neue Erfindung.

Angstmanagement plus Ressourcenkontrolle – jede Wette, dass es das bald als Masterstudiengang gibt!

Nicht mal wirklich überspitzt könnte man formulieren, der Westen, das „Imperium der Lügen“ steht für Oberflächlichkeit und permanente Reizüberflutung bei unverzüglicher Bedürfnisbefriedigung. Der Rest der Weltbevölkerung sieht das immer weniger als erstrebenswertes Ideal fürs Leben.

Denn die aggressiv nach außen vorwärts verteidigte Vorrangstellung der „besten aller Welten“ repräsentiert für andere Gesellschaften und Kulturen Bevormundung und Unterdrückung in allen Lebensbereichen. Was sie denken, fühlen, tun sollen.

Nehmen Sie exemplarisch unseren, bei niemanden bekannten Bundesumweltminister, Carsten Schneider, der jetzt bekannt gab: „Ohne den deutschen Klimaschutz wäre die Erde um bis zu fünf Grad heißer geworden.“ Also wie schon mal: „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!“ Als der 1978 noch in seine Windel schiss, war Nina Hagen bereits „Heiß“ und sie trällerte lasziv schmachtend „Ich schwitze auf der Ritze“ … „So vui dozua!“

„Nudging“, „Watching“ und „Abwatsching“ sind die angesagten Herrschaftsmethoden im heutigen „Neuen Normal“.

Der schlimmste Krieg in der Geschichte der Menschheit, der viel zu wenig beachtete „mindwar“, wie er sogar auf der Pentagonwebsite ausgewiesen ist, müsste gegenüber den Zeitgenossen in seinen vielschichtigen Methoden noch intensiver und nachvollziehbarer aufgezeigt werden. Nur in Alternativmedien und Blogs der einschlägigen Verschwörungstheoretiker kann man da fündig werden. „De Spinna hoid wida. Wea sunst.“

Für die Masse bleibt das somit leider auf unbestimmte Zeit ein frommer Wunsch. Außer, die Schwefelpartei führt u.a. das Lesen von Büchern darüber, bspw. vom unerbittlichen Propagandaforscher Jonas Tögel, als Pflichtlektüre an den Schulen in Sachsen-Anhalt ein. So wegen Bildungshoheit der Länder und so…

Denn dieser „mindwar“ wird Zerstörungen IM Menschen über Generationen hin hinterlassen, die man sich kaum ausmalen kann. Total verblödete, orientierungslose Gesellschaften, die absolut nichts, niente, nada mehr zustande bringen. Das ist dann der erfüllte Wunsch des Grönemeyer: Kinder an die Macht! Der Plot, die Grundannahme aus dem – leider – völlig verhunzten, idiotisch gemachten Film „Idiocrazy“ droht Wirklichkeit zu werden.

Das zugrunde liegende Prinzip dieses Krieges ist die Manipulation des menschlichen Geistes, wobei immer im möglichst tiefen Unterbewusstsein, bis hin zur instinktiven Ebene, angesetzt wird. Angst, gar Todesangst ist der hierbei unschlagbare Gefühlszustand, der durch ein wohlkalkuliertes Sammelsurium von Methoden erzeugt wird und der mittels ausgeklügelter Implementierungs- und Intensivierungspraktiken permanent hochgehalten wird.

Das ist eigentlich ein alter Hut, nur die Methoden haben sich, wie in „UnsererDemokratie“ bestens zu sehen ist, enorm verbessert. Denn wir haben ja endlich Gender, Klima- und Weltrettung, Diversität, Vielfalt und Frieden (auf jedem Friedhof), Freude, Eierlecken. „Wos woin de Motza dann übahaupt no?“

„Diese neuen Konzepte klingen moralisch überlegen und barmherzig, richten in der Praxis jedoch oft massiven Schaden an.“ Thomas Sowell

Dank jahrzehntelanger Bildungsreformen wurde eine infantilisierte Masse geschaffen  und dazu gebracht, mit quasi religiösem Eifer für den eigenen Untergang zu kämpfen. Trotzdem dämmert den Hohlköpfen langsam, dass eine Funktionsträgerschaft der Hohlköpfe, also aus ihresgleichen, den engstirnigen Einfältigen, offenbar eher suboptimale Ergebnisse zeitigt.

Die Leute, die wirklich an der Hierarchiespitze stehen, praktizieren für ihren Machterhalt ohne Ende Verschwörungen und führen gleichzeitig einen erbitterten Kampf gegen Verschwörungstheorien. Dabei feiern Heuchelei, Doppelmoral, Gratismut und ähnliche Facetten von Feigheit fröhliche Urständ.

Die Verschwörungstheorie zur Strategie der Globalisten wurde durch Corona nachweislich bestätigt. Mit genügend Angst, geschaffen durch PsyOps am Fließband und paralleler Propagandaüberflutung, unterwerfen sich die Massen nach Belieben jederart von „Anordnungen“. „Fü…. äähh…, Dingsbums befiehl! Wir folgen!“

Dessen ungeachtet, wenn es unerwartet an der Tür klingelt, müssen Sie nicht zwangsläufig Sorge vor der Staatsmacht haben. Denn es kann nun durchaus sein, dass Sie einfach da von der Politik abgeholt werden, wo Sie stehen, um Ihnen die glorreiche Politik besser erklären zu können. „Genau des eazäins do jedn Dog.“

Wie in einer Zaubershow wird die Illusion wertlos, wenn man den Trick mal kennt.

Jede Art von Seelenheilung, heute Psychotherapie genannt, bedient sich der einzig wirksamen Methode zur Bekämpfung von seelisch-psychischen Defekten bzw. Verletzungen. Nämlich die Hervorholung der Gründe aus dem Unterbewußten ins Bewußtsein. Sich dessen bewusst zu werden, kann die Augen öffnen. Die Täuschung, die Illusion, die Lüge wird somit enttarnt und verliert durch die Offensichtlichkeit ihren Schrecken.

Wenn allerdings Gespräche nur noch aus Slogans, Parolen und Phrasen bestehen, und zwar ausnahmslos, so wie in den TV-Talks vorgegeben, was ist das dann? Beredte Sprachlosigkeit? Lautmalerisches Nervtöten? Explosives Schweigen? Egal, denn die binären Gut-Böse-Aussagen solch gefühliger Veitstänze verstehen die Artgenossen dieser Spezies auch ohne ausdifferenzierte Sprachkunst.

Ein aussagekräftiges Beispiel hierfür ist die nachweislich starke Korrelation zwischen den gesichert Strunzdummen in „UnsererDemokratie“ und der psychischen Erkrankung an Arachnophobie. Das ist eine übersteigerte und unbegründete Angst vor Spinnen und anderen Spinnentieren. Im vorliegenden Fall ist das eine Sonderform, die man vielleicht AfDophobie nennen könnte.

In den Bevölkerungen des „Imperium der Lügen“ ist die mentale Abwehr des unsäglichen Propagandamülls viel zu schwach ausgeprägt.

Der Mensch macht das, was alles Leben macht. Er begibt sich dahin, wo er sich wohl fühlt. Den Weg weisen uns Symbole jeglicher Art, vom Regenbogen bis Hakenkreuz, von Blasmusik bis Punk, einfach alles, was jeder individuell als Teil seiner Blase, seines Stammes, seines Clans etc. anerkennt.

Seien wir ehrlich. Jeder ist doch am liebsten bei seinen Geistesverwandten als unter, ihm vollkommen unsympathischen, Vollhonks. Das ist nicht Neu Normal, sondern Scheißnormal! Selbst dann, wenn es sich trotz widriger Faktenlage einfach „gut und richtig“ anfühlt.

Erwachsen sein, das stand früher mal ganz einfach für die Tatsache, mit den Realitäten umzugehen und damit bestmöglich, das meint mit Vernunft und Verstand, fertig zu werden. Die heute überall nervende larmoyante Wehleidigkeit und Heulsuserei ist infantil bis ins Mark und Ausdruck einer vollkommenen Lebens-Unreife, wie es sie in diesem Ausmaß noch in keiner Gesellschaft dieser Welt gegeben hat.

„Das wird böse enden.“

Die Sache mit der Verarschung wird am besten veranschaulicht mit einem metaphorischen Vergleich. Stellen Sie sich einfach einen dieser Systemlinge in diesem Protektorat vor, der noch den 37. Gebrauchten vom gleichen Händler kauft. Von dem hat er sich zwar in den vergangenen Jahren schon 36 Schrottkisten andrehen lassen, die nach kurzer Zeit den Geist aufgaben. Aber jetzt, beim 37. Versuch, hofft man trotzdem inständig darauf, dass der Wagen diesmal aber für Lange hält.

Wenn Ihnen nun spontan in den Sinn kommt: „Wie blöd kann man sein?“, dann übertragen Sie das mal beispielsweise auf einen der unglaublich vielen unterbelichteten Trottel, die die Massen der undifferenzierten Mitläufer im System bilden. Die verhalten sich offensichtlich alle nach dem Motto: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Doch wer immer lügt, dem glauben Millionen.

Man wird sehen. Bis dahin kann man sich ja an Neil Postman halten und sich amüsieren. Solange es noch geht.

Und vielleicht erinnert sich mancher an den vor über 50 Jahren beliebtesten TV-Holländer Rudi Carrel, der einen Ohrwurm kreierte: „Lass Dich nicht verarschen…“ Äääähh… „überraschen“. Kommt doch eh aufs Gleiche raus.

Mit Terminator-Gruss: Hasta la Vista, Baby… I’ll be back…

Mehr von Werner Roth finden Sie hier: https://www.anderweltonline.com/satire/

Dieser Artikel erschien zuerst unter
https://www.anderweltonline.com/satire/satire-2026/die-grosse-verarsche/


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Das Buch „Corona – das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben“ ist am 20. August 2026 im Online-Handel erschienen.

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Über Corona wurde viel geschrieben – meist über einzelne Aspekte. Dieses Buch versucht, die vielen Teile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. In 18 Kapiteln werden die politischen, gesellschaftlichen, medizinischen, medialen und psychologischen Facetten der Corona-Zeit: von Zahlen und Impfkampagne über Grundrechtseingriffe, RKI-Protokolle und mediale Meinungslenkung bis hin zu Widerstand und der bis heute unzureichenden Aufarbeitung beleuchtet.

Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

Wer urteilen will, sollte das ganze Bild kennen.

Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

Seit 31. August Nr. 1 der Amazon-Bestseller in der Kategorie Gesundheitspolitik.

Das Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2.Juli 2026 veröffentlicht.
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Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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Was erlauben Fritze?

Von Georg Ohrweh

Dieser irre Kanzler wäre eigentlich augenblicklich zu entmachten, bevor er noch Schlimmeres anrichten kann

Am Staatsfeiertag Deutschlands setzt sich der Kanzler mit 10% Zustimmung in den falschen Zug nach Kiew, statt nach Moskau, um diesen Tag in dem mit Schulden und Waffen gekauften 17. Bundesland mit der Landeshauptstadt Kiew zu begehen. Diesmal war es nicht die Deutsche Bahn, sondern die offensichtliche Desorientierung eines den deutschen Staat gefährdenden Kriegslüsternheitskanzlers, der nicht in der Lage ist zu verstehen, dass Russland sich nicht auf einen Waffenstillstand, wie er ihn sich in seiner verhaltensauffälligen Phantasie eingeredet hat, einlässt, sondern nach wie vor nachhaltige Friedensverhandlungen für den richtigen Weg hält.

Wäre er nach Moskau gefahren, hätte es vielleicht eine Chance gegeben, von Angesicht zu Angesicht die jeweiligen Argumente vorzulegen, aber dazu scheint ihm das Format zu fehlen. Stattdessen betont er immer wieder, dass Russland nicht bereit ist, sich auf die Bedingungen von Klein-Deutschland einzulassen. Man wäre ja bereit zu reden, aber nicht so.

Dass diese Bedingungen für Russland keine Grundlage sind, scheint ihm nicht ins Gehirn zu wollen.

Ganz abgesehen davon, dass Russland sich gerade von Deutschland, das permanent eskaliert, absurde Behauptungen zu hybriden russischen Angriffen loslässt und auch ansonsten kein gutes Haar an Russland und Putin lässt, sich auf die Worte eines Mannes einlassen würde, den Russland beim besten Willen einfach nicht mehr ernst nehmen kann, weil er sich selbst zur Karikatur eines Bundeskanzlers gemacht hat. Und für Deutschland gilt das gleiche, sieht man sich seinen Rückhalt an. Gefährlich für Deutschland bleibt er dennoch, weil er das Potenzial hat, eine Katastrophe auszulösen.

Stattdessen hält er in Kiew eine Rede, die unterirdischer nicht sein kann:

„Die deutsche Bevölkerung steht hinter der Ukraine“, behauptet der Übergeschnappte.

Was erlauben Fritze, für ein Volk verallgemeinernd zu sprechen, das ihn sonst nicht die Bohne interessiert? Derartige pauschalisierte und übergriffige Behauptungen kann man sich nur auf das Schärfste verbieten. Falls er jedoch mit dieser dreisten, unverschämten Lüge die steinmeierschen Unserdemokraten meint, und nicht die Vulgär-Demokraten, dann soll er das auch bitte so konkret sagen.

Wenn das so weitergeht, und es sieht ganz danach aus, dann wird Merz der erste Kriegskanzler nach dem 2. Weltkrieg, weil er nicht mehr in der Lage ist, Deutschland und die Ukraine als zwei Länder anzusehen. In seinem Hirn scheinen sie zu verschmelzen und der Konflikt in der Ukraine mit Russland scheint eine direkte kriegerische Auseinandersetzung mit Deutschland und Russland und vor allem mit ihm persönlich zu sein. Ist das noch normal?

Wie lange dauert es noch, bis er alle Hebel in Bewegung setzt, um in Deutschland den Spannungsfall auszulösen, weil Deutschland, stellvertretend in der Ukraine, in seiner Wahnvorstellung von Russland angegriffen wird? Dieser Irre tritt das deutsche Friedensgebot mit Füßen. Das ist staatswohlgefährdend, was er da veranstaltet.

Kurz vorher verleiht er noch in Münster der NATO den Westfälischen Friedenspreis. Irrer geht es wohl kaum noch.

Man kann wirklich den Eindruck gewinnen, Merz hat sich fest vorgenommen, weil er sich persönlich angegriffen fühlt, allein gegen Russland in den Krieg zu ziehen und felsenfest davon überzeugt zu sein, diesen Krieg auch zu gewinnen.

Die USA lachen sich wahrscheinlich über ihn kaputt, darüber wie sehr er sich da in eine Sache verrannt hat und zum Affen macht, aber sie lassen ihn laufen, weil das am Ende die USA nicht juckt, wenn Deutschland gänzlich danieder liegt, weil ein Depp einen Krieg in Europa ausgelöst hat, aus dem sich die USA geflissentlich heraushalten werden. „Wir waren das nicht, wir haben nichts angezettelt, das ist nicht unsere Angelegenheit.“

Durch die genauso seltsam-gefährlichen Vögel Wadephul und Pistorius scheint er sich noch darin bestätigt zu fühlen, dass der von ihm eingeschlagene Weg der richtige ist. Und einige weitere Kriegshetzer in seinen Reihen gibt es obendrein. Wadephul wird sagen, wir wollten ja mit Lawrow reden, aber man sieht ja, wie störrisch der ist. Und Pistorius hat nichts besseres zu tun, als den Bau eines neuen Marinehafens in Emden anzukündigen. Hat die Meyer-Werft schon einen Auftrag zum Bau eines Flugzeugträgers bekommen?

In was hat sich Deutschland durch eine Riege von hochgefährlichen Deppen da verrannt? Man vergesse nicht, dass das ganze Elend einmal mit der Lieferung von 5.000 Helmen angefangen hat. Wo stehen wir heute? Was hat Russland in der Zwischenzeit an Gründen vorgebracht, die diese Eskalation rechtfertigen würden? Wo sind die Beweise, dass Russland Deutschland bedroht? Es gibt keine, weil es sie nicht gibt!

Es wäre nicht das erste Mal, wenn man sich plötzlich schütteln müsste, weil man erkannt hat, dass man im Krieg ist, ohne, dass es jemand wirklich gewollt hätte. Oder will man dieses Mal ganz bewusst. Und wenn ja, warum? Um den endlosen Murks, denn die jetzige und vorangegangene Regierung Deutschlands angerichtet hat, mit Schutt zu bedecken, damit ihn niemand sehen und am Ende dann doch niemand mehr zur Rechenschaft gezogen werden kann?

Der Langmut Russlands, stellvertretend durch Putin und Lawrow, hat längst die Schwelle der Engelsgeduld überschritten. Wären andere hitzigere Köpfe in Russland an der Macht, hätte es in Deutschland schon längst geknallt, und wer könnte es Russland verdenken?

Bei diesem merzschen Afffentanz kann einem nur gleichzeitig die Luft und die Spucke wegbleiben und das bei Dauerkopfschütten, verbunden mit der Unfähigkeit, derartigen staatsgefährdenden Unsinn auch nur ansatzweise nachvollziehen zu können.

(pareto und Friedenstaube auch auf telegram unter https://t.me/pareto_artikel und https://t.me/friedenstaube_artikel )

(Helfen Sie, dass das nicht zensierbare pareto-Projekt weiterwächst. Leiten Sie Artikel, die Sie auch in den telegram-Kanälen finden, an Menschen weiter, von denen Sie sich vorstellen können, dass sie sich dafür interessieren.)

(Bitte scheuen Sie sich nicht, meine Arbeit mit einem Satoshi-Regen zu gießen.)

(Dieser Beitrag wurde mit dem Pareto-Client geschrieben.)

* *

(Bild von pixabay)

Der Artikel wurde zuerst veröffentlicht unter
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Das Buch „Corona – das letzte Kapitel ist noch nicht geschrieben“ ist am 20. August 2026 im Online-Handel erschienen.

https://www.amazon.de/s?k=uwe+froschauer+Corona+-+das+letzte+Kapitel+ist+noch+nicht+geschrieben&__

Über Corona wurde viel geschrieben – meist über einzelne Aspekte. Dieses Buch versucht, die vielen Teile zu einem Gesamtbild zusammenzufügen. In 18 Kapiteln werden die politischen, gesellschaftlichen, medizinischen, medialen und psychologischen Facetten der Corona-Zeit: von Zahlen und Impfkampagne über Grundrechtseingriffe, RKI-Protokolle und mediale Meinungslenkung bis hin zu Widerstand und der bis heute unzureichenden Aufarbeitung beleuchtet.

Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

Wer urteilen will, sollte das ganze Bild kennen.

Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

Seit 31. August Nr. 1 der Amazon-Bestseller in der Kategorie Gesundheitspolitik.

Das Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2.Juli 2026 veröffentlicht.
https://www.amazon.de/dp/B0H761YF9H/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=

Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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9-Euro-Ticket, Schlaglöcher flicken, Wohnungen enteignen: „Antifaschismus“ leicht gemacht

13. Oktober 2026, von Albrecht Künstle

Die “Badische Zeitung” (BZ) macht mit ihrem halbseidenen (pardon: halbseitigen) Interview vom 9. Oktober mit Isabella M. Weber – sie lehrt an der University of Massachusetts in Amherst in den USA – unkritische Reklame für deren Buch „Antifaschistische Wirtschaftspolitik: Wie der Aufstieg der extremen Rechten mit der richtigen Wirtschaftspolitik gestoppt werden kann“, das heute erscheint; hier eine Kurzwerbung des einst altehrwürdigen Suhrkamp-Verlags, der solche subversiven Machwerk heutzutage herausbringt. Das Interview trägt den emblematischen Titel “Wir brauchen wieder das 9-Euro-Ticket”. Nachdem ich mit der Lektüre des Interviews fertig war, war ich auch ansonsten fertig. So simpel also geht Antifaschismus?!

Ich war spontan geneigt, der Zeitung einen Leserbrief zu schicken, aber es gehört zur leidigen neuen Medien-(Un)kultur auch dieser ehemals liberalen Zeitung, keine Zuschriften mehr von mir zu veröffentlichen, obwohl ich dort sogar einmal als freier Mitarbeiter für die Wirtschaftsredaktion tätig war. Eben Pressefreiheit, die sie meinen. Dann aber dachte ich eher an eine Glosse für Ansage!, mit der Möglichkeit einer etwas ausführlicheren kritischen Befassung mit Webers Äußerungen, die in ihrer sozialistischen Naivität und gedanklichen Lückenhaftigkeit zwingend zum Widerspruch reizen.

So verkündet diese „Wissenschaftlerin“ (der Verweis auf ihr Fachgebiet Volkswirtschaft wurde von der BZ aus welchen Gründen auch immer unterlassen), „Antifaschismus“ funktioniere eigentlich ganz einfach: Zum Beispiel durch „das Ausbessern von Schlaglöchern“. Nach dieser Definition dürfte Adolf Hitler dann nicht nur der “größte Führer aller Zeiten“ gewesen sein, sondern auch ein großer Antifaschist: Denn er ließ nicht nur Schlaglöcher ausbesseren, sondern ganze Autobahnen bauen (nach Plänen aus der Weimarer Republik übrigens, die vor ihm übrigens vor allem der sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Fritz Tarnow propagiert hatte, dann aber durch Reichskanzler Heinrich Brüning von der Zentrumspartei (er regierte vom 30. März 1930 bis zum 30. Mai 1932) auf Eis gelegt wurde.

Werte wegnehmen statt neue schaffen

Aber die Buchautorin hat noch mehr auf Lager: Ein noch “größeres Beispiel” als Schlaglöcher auszubessern wäre “Wohnraum schaffen”. Dabei geht es ihr natürlich weniger darum, Werte zu schaffen, sondern Werte wegzunehmen: Ihre Antwort auf die Frage, ob sie Wohnungsbestände vergesellschaften wolle, lässt tief blicken und zeigt, dass Weber durchaus auch das Zeug für eine Regierende Bürgermeisterin von Berlin (oder anderen deutschen Großstädten) hätte: „Dass wir in unserem Grundgesetz die Möglichkeit zur Vergesellschaftung von Produktionsmitteln haben, ist eine Lektion aus dem Faschismus“, meint sie. Ergo ist Enteignung also ebenfalls Antifaschismus. Soso. Hält diese Behauptung einer historisch-wissenschaftlichen Überprüfung stand? In Artikel 15 Grundgesetz heißt es zwar: “Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz … in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden”.

Aber gilt das auch für die Immobilien, die auf dem Grund und Boden stehen und die ein Vielfaches des Wertes der Grundstücke betragen? Natürlich nicht; gemeint waren diese von den Vätern des Grundgesetzes niemals, weshalb sie auch keine Immobilienkonzerne in die Aufzählung mit aufnahmen? Vielleicht ja nur deshalb, weil unter den 19 Steigbügelhaltern Hitlers, die Hindenburg in der “Industrielleneingabe“ aufforderten, Hitler endlich zum Reichskanzler zu ernennen, kein einziger Immobilienmagnat war. Lediglich Joachim von Oppen, Präsident der Brandenburgischen Landwirtschaftskammer, und Kurt Gustav Ernst von Rohr-Manze, ein Gutsbesitzer, gehörten dazu.

Immobilienbesitz war und ist jedenfalls nicht faschismusverdächtig. Aber das muss offenbar weder eine Migrationsherkünftlerin wie die nächste Regierende Bürgermeisterin in spe Elif Eralp, noch die in die USA ausgewanderte „Wissenschaftlerin“ mit Lehr-, besser: Leerstuhl in Massachusetts Isabella M. Weber wissen. In solche Niederungen des Verfassungsrechts und der Rechtspolitik hinabzusteigen, überfordert sie vermutlich oder sie sind sich dafür zu schade. Zustimmen kann man Weber allenfalls für die Aussage: „Der Staat muss die konkreten Probleme der Menschen lösen“. Aber für ein solch triviales Statement braucht es keine neuen Buchweisheiten und Professuren. Mit den Ewiggestrigen kollektivistischen Rezepten aus der sozialistischen Mottenkiste gelingt das jedenfalls nicht; im Gegenteil. Diese sind auch 36 Jahre nach dem Zusammenbruch der DDR noch so wenig erfolgreich wie ein Arzt, der eine Therapie verordnet, die auf einer falschen Diagnose beruht. Doch es hat ja niemand behauptet, dass aus der deutschen Geschichte je gelernt worden wäre…

Antifaschismus – oder kommunistische Mangelwirtschaft?

Übrigens: Nach Redaktionsschluss erreichte mich dann noch die aktuelle Wochenausgabe der “taz”. Die schwarze Titelseite schmückt in großen Lettern: “Prof. Dr. Antifa” – und gemeint ist natürlich die „VWL-Professorin Isabella Weber“. Aus Anlass ihres besagten neuen Buches „Antifaschistische Wirtschaftspolitik“ sind ihr die Seiten 18 und 19 gewidmet; aus Zeit- und Platzgründen sowie mit Rücksicht auf die Nerven normaldenkender Leser will ich ihre dortigen Aussagen hier nicht näher kommentieren, genannt seien nur einige Zitate: „Neoliberalismus und Faschismus haben eine gemeinsame Grundlage.“ Interessant! Man darf gespannt sein, ob das Freiburger Walter-Eucken-Institut die Unterstellung widerspruchslos hinnimmt, eine faschistische Ökonomie zu lehren.

Ein weiteres Schmankerl von Weber: “Bei einem Ernteausfall explodiert der Preis, ohne dass das Angebot von Getreide bis zur nächsten Ernte steigt. Deshalb braucht es in diesen volatilen Märkten öffentliche Reserven, die Preis, Angebot und Nachfrage stabilisieren können. Wenn das Angebot zu klein ist, kann der Staat aus den Beständen verkaufen und dadurch den Preis, aber auch die Profite senken. Dadurch sichern wir die Nahrungsmittelversorgung und beschränken die Machtkonzentration der Konzerne. Wenn das Angebot zu groß ist und die Preise niedrig sind, kann der Staat Getreide einkaufen und so die Preise auch für die Landwirte auf ein erträgliches Niveau steigern.“

So also geht Antifaschismus? Oder meinte Weber nicht vielleicht eher kommunistische Mangelbewirtschaftung? Und woher sollen eigentlich all die noch mehr benötigen Beamten kommen, die erst einmal diese “antifaschistische“ Wirtschaftslehre verinnerlichen und dann auch noch besser sein müssen als die Experten der freien Wirtschaft?

Dieser Artikel ist mit „KI“, mit Künstle-Intelligenz 😊 erstellt; zuerst hier https://ansage.org/9-euro-ticket-schlagloecher-flicken-wohnungen-enteignen-antifaschismus-leicht-gemacht/ erschienen.

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Die Ukraine kostet uns die Altersversorgung

08. Oktober 2026, von Albrecht Künstle

Auslandskanzler Friedrich Merz benutzte quasi bei Nacht und Nebel einen Sonderzug. Nein, nicht den von Udo besungenen „Sonderzug nach Pankow“ – sondern einen nach Kiew. Und auch nicht, um einem Boxkampf Vitali Klitschkos anzuschauen, sondern um Wolodymyr Selenskyj einmal mehr die Ehre zu geben. Im Gepäck hatte er wieder einmal so viele Milliarden Euro, dass er diese nicht einmal im Kofferraum seiner gepanzerten Kanzlerlimousine hätte transportieren können, sondern dafür einen ganzen Waggon benötigt hätte – wäre dieser nicht schon mit seiner Delegation aus Wirtschaftslobbyisten der Rüstungsindustrie und Energiebranche besetzt gewesen: Eine Milliarde Euro für Waffen, die Ziele in Russland angreifen sollen, und weitere 350 Millionen Euro für den Erhalt der “Infrastruktur”, die eben durch die so erzielte Kriegsverlängerung weiterhin zerstört wird. Ungeheuerliche 102 Milliarden Euro hat Deutschland in diesen hochkorrupten Staat gesteckt, der da angeblich unsere Freiheit verteidigt.

2026 waren es allein bis Ende Juli bereits 11,5 Milliarden Euro, seit 2022 Direktzahlungen von insgesamt 30,6 Milliarden Euro, davon drei Viertel für Waffen gegen Russland, plus der (natürlich mit Abstand größte) Anteil an den von der EU ausgereichten 95,3 Milliarden Euro, wobei für den Rest des Jahres 2026 weitere 33,7 Milliarden Euro zur Verfügung stehen – erneut von unserem Geld. Das dicke Ende (?) kommt dann noch obendrauf – mit dem Kreditpaket von 90 Milliarden Euro für 2026/27, an dem Deutschland ebenfalls für den Löwenanteil haftet. Selbst dann, wenn die Ukraine nicht korrupt wäre und für das Geld transparente Verwendungsnachweisen vorlägen (was nicht der Fall ist!), wäre all dies ein aberwitziges Fass ohne Boden. Dass der Zarenkrieger Putin bei diesem Säbelrasseln Deutschlands aus verbaler Eskalationsrhetorik, maßlosen Anschuldigungen und unverhohlener Finanzierung des Kriegsgegners nicht mehr lange tatenlos zuschauen wird, müsste jedem Schulbuben klar sein. So ist es nachvollziehbar, dass die Chefs der drei Geheimdienste gegenüber dem Bundestag nun das als Befund konstatierten, was einer selbsterfüllenden Prophezeiung gleichkommt: Deutschland ist bereits ins Fadenkreuz russischer Militärs geraten – oder wird es bald.

False Flag oder glückliche Umstände?

Die Regierung wird dann fraglos Ursache und Wirkung vertauschen und so tun, als habe sie mit ihren Warnungen vor Putins Aggressionen recht behalten – obwohl diese in Wahrheit das zwangsläufige Ergebnis der leichtsinnigen und antidiplomatischen westlichen Provokationspolitik (vor allem der deutschen Bundesregierung) wären (wobei das Vertrauen in Bundesnachrichtendienst seit dem neuen Skandal um seinen Ex-Präsidenten August Hanning erschüttert sein dürfte…). Als Beispiel für die Warnung wurde der Vorfall auf dem Flughafen Leipzig genannt. Doch angesichts des Umstandes, dass sich dieser Flugplatz längst zur europäischen Drehscheibe der Waffenlieferungen in die Ukraine gemausert hat, weist das Fehlen jeglicher belastbarer Beweise eher auf eine weitere False-Flag-Operation der Ukrainer hin – mit dem naheliegenden Ziel, auch den Teil der deutschen Öffentlichkeit, der noch Sympathien für Russland hegt, für das Selenskyj-Reich zu vereinnahmen (der NordStream-Anschlag lässt grüßen!). Sollte es – gegen alle Wahrscheinlichkeit und Plausibilität – tatsächlich eine russische Aktion gewesen sein, könnten wir jedoch von Glück reden, dass Russland einen nur spielzeuggroßen Quadrokopter mit Baumarkt-Technik einsetzte, der offenbar so fluguntauglich war, dass er von einem Busfahrer ausgetreten werden konnte wie eine Zigarettenkippe.

Ansonsten war auf der Pressekonferenz der Geheimdienste wenig zu erfahren, nur Mutmaßungen. Ich persönlich glaube aber sehr wohl, dass Russland sich nicht ein drittes Mal seit 1914 den Krieg erklären lässt – und es nicht ungestraft erlaubt, dass sich deutsche Kriegswaffen erneut gegen Russland richten werden. Am selben Tag der Pressekonferenz der Geheimdienste wurde berichtet, “Pistolius” plane, bei Emden jetzt auch noch einen neuen Kriegshafen bauen zu lassen. Außer dem Verteidigungsminister machen auf dem Bild alle Abgebildeten dazu sehr, sehr nachdenkliche Gesichter. Sie wissen, wagen aber nicht warnend auszusprechen, dass neue Militäranlagen schließlich vorrangige Ziele jedes potenziellen Gegners sind.

Woher soll das Geld der Steuerzahler kommen?

Die Lage ist inzwischen wirklich ernst – und sie wird mit jedem Tag hoffnungsloser angesichts eines Bundeskanzlers, der ausgerechnet am Tag der Deutschen Einheit zu seinem Hätschelkind Selenskyj nach Kiew fährt und dort weitere uneingeschränkte Unterstützung gegen Russland zusagt. Dabei hat Deutschland die Wiedervereinigung, die an diesem Tag gefeiert wurde, keinem Land mehr zu verdanken als Russland –, und kein Land hat während des von Hitlerdeutschland begonnenen Zweiten Weltkrieges mehr Menschen verloren als Russland. Dieser 10-Prozent-Kanzler gibt vor, im Namen des deutschen Volkes zu handeln, das seiner mehr als überdrüssig ist und dessen Wohlstand er arrogant weltweit verscherbelt.

Apropos: Wenden wir uns nochmals den Folgen der aberwitzigen Milliardengeschenken und der Aufrüstung zu. Weil es sich bei diesem Milliardenregen nicht um Falschgeld handelt, sondern um echtes Geld der Steuerzahler, stellt sich die Frage, woher diese Summen kommen sollen. Am besten denen nehmen, die es erst kurz vor dem Ableben merken und sich dann nicht mehr wehren können – Stichwort Altenpflege, obwohl das ist nicht gerade mein Fachgebiet ist, weshalb ich lieber zum Problem der ebenfalls betroffenen Altersversorgung schreibe: Der Politik wird (zu Unrecht) vorgeworfen, dass sie sich für Ihren Billionenrausch mit Abermilliarden aus der Kasse der Rentenversicherung bediene. Nein, zutreffend ist vielmehr, dass sie bereits in der Vergangenheit der Gesetzlichen Rentenversicherung immer mehr versicherungsfremde Leistungen aufs Auge drückte, dazu aber weder die Beiträge noch den staatlichen Zuschuss ausreichend erhöhte.

Großes Fressen aus immer neuen Schuldentrögen

Noch mehr gesündigt wird bei der kapitalgedeckten Komponente der Beamtenversorgung. “Meine“ örtliche Regionalzeitung titelt am 2. Oktober: „Land zapft Pensionsfonds an“. Und weiter: „Um den Landeshaushalt Baden-Württembergs zu decken, zweigt Grün-Schwarz Geld aus den Rücklagen für die Beamtenversorgung ab. Doch auch bei den Pensionsverpflichtungen klafft eine Lücke.“ Bereits für 2026 wurden 200 Millionen Euro Zinserträge für die Deckung des Landeshaushalts verwendet. Und nun wird für 2027 auch noch die gesetzlich vorgeschriebene Zuführung an die beiden Pensionsfonds gestoppt. Und das, obwohl die Kapitalerträge der Fonds nur einen kleinen Teil der Pensionsverpflichtungen decken. Außerdem zehrt die Inflation am Wert der Rücklagen respektive Rückstellungen: Die Lücke von fünf Milliarden Euro soll aufgelöst werden, indem neue Schulden aufgenommen werden. Damit die Länder genauso sündigen dürfen wie der Bund, hatten die Verfassungsgegner des Bundestages das geltende Grundgesetz so geändert, dass auch die Länder zusätzliche Schulden in Höhe von 0,35 Prozent des Inlandsprodukts aufnehmen können. Das große Fressen aus den neuen Schuldentrögen kann beginnen!

Es ist einfach nicht mehr auszuhalten, dass die gleichen Damen und Herren Politiker, die das Grundgesetz immer wieder und immer schamloser nach ihrem persönlichen Demokratieverständnis schleifen, der größten Oppositionspartei vorwerfen, mit der Demokratie auf Kriegsfuß zu stehen. „Haltet den Dieb“, so lautet ihre dreiste Polit-Philosophie – denn sie sind selbst die größten Diebe. Und diese Herrschaften wollen einfach nicht merken, dass auch unpolitische Wähler immer mehr das (rundum berechtigte!) Gefühl haben, mit „unserer Demokratie“ die sie meinen, stimme etwas nicht.

Vorbehalt: Falls in diesem Artikel Strafbares enthalten sein sollte, distanziere ich mich prophylaktisch von solchen Unrechtsgrundlagen bzw. der Justiz, die darin evtl. Strafbares erkennen will.

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Klimalüge und Klimadiktatur? Teil 10: Das Klima wird zum politischen Großprojekt

Von Uwe Froschauer

Was als wissenschaftliche Frage über den Einfluss von Treibhausgasen auf die Temperatur begann, ist zu einem der umfassendsten politischen Projekte der Gegenwart geworden. Energieversorgung, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft, Finanzmärkte und zunehmend auch individuelle Lebensentscheidungen werden heute unter klimapolitischen Gesichtspunkten betrachtet.

Das ist per se nicht unbedingt falsch. Wenn ein Problem tatsächlich groß ist, darf auch die politische Antwort groß sein. Es stellt sich jedoch die Frage: Wie wurde aus der Sorge um eine Erwärmung von wenigen Grad ein politisches Programm, das den Umbau ganzer Volkswirtschaften rechtfertigt? Wann wurde aus Klimaforschung Klimapolitik? Wann aus Klimapolitik Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik? Und vor allem: Sind die politischen Maßnahmen, die aus diesen wissenschaftlichen Befunden abgeleitet werden, tatsächlich wirksam, angemessen und verhältnismäßig?

Dieser Entwicklung möchte ich in diesem Kapitel nachgehen.

Vom Umweltschutz zur Weltpolitik

Klimapolitik ist nicht vom Himmel gefallen. Sie entwickelte sich über Jahrzehnte – zunächst eingebettet in die internationale Umweltpolitik, später als eigenständiges Politikfeld mit immer größerer Reichweite.

Ein wichtiger Ausgangspunkt war die UN-Umweltkonferenz von Stockholm 1972. Damals standen jedoch noch ganz andere Probleme im Vordergrund als die globale Erwärmung: Luft- und Wasserverschmutzung, Chemikalien, Ressourcenverbrauch und die Folgen einer rasch wachsenden Industriegesellschaft. Die Konferenz führte unter anderem zur Gründung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, UNEP. Das Klima spielte zu diesem Zeitpunkt politisch noch eine Nebenrolle. Das änderte sich in den folgenden Jahren.

1979 fand in Genf die erste Weltklimakonferenz statt. Wissenschaftler diskutierten dort bereits mögliche langfristige Veränderungen des Klimas und den Einfluss menschlicher Aktivitäten. 1988 folgte dann der entscheidende institutionelle Schritt: Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen und die Weltorganisation für Meteorologie gründeten den Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) – den Weltklimarat.

Seine Aufgabe war und ist nicht, selbst Klimaforschung zu betreiben, sondern den vorhandenen wissenschaftlichen Kenntnisstand auszuwerten und für politische Entscheidungsträger zusammenzufassen.
Wissenschaft und Politik wurden damit institutionell enger miteinander verknüpft. Das bedeutet noch nicht, dass Politiker den Wissenschaftlern vorschreiben, zu welchen Ergebnissen sie kommen sollen – auch wenn dies gelegentlich der Fall zu sein scheint. Es bedeutet aber, dass der IPCC von Anfang an ausdrücklich mit dem Ziel geschaffen wurde, wissenschaftliches Wissen für politische Entscheidungen nutzbar zu machen.

1990 veröffentlichte der IPCC seinen ersten Sachstandsbericht.
Zwei Jahre später folgte ein weiterer Meilenstein in der Klimapolitik-Geschichte: die UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. Dort wurde die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC – United Nations Framework Convention on Climate Change) beschlossen. Ihr Ziel war die Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen auf einem Niveau, das eine „gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems“ verhindern sollte. Damit war eine folgenschwere Weiche gestellt. Aus der wissenschaftlichen Frage nach möglichen Folgen menschlicher Treibhausgasemissionen war ein dauerhaftes internationales Politikfeld geworden.

1997 folgte das Kyoto-Protokoll. Erstmals wurden für Industriestaaten international verbindliche Ziele zur Begrenzung beziehungsweise Verringerung ihrer Treibhausgasemissionen vereinbart. Die Logik war noch vergleichsweise überschaubar: Die beteiligten Industriestaaten verpflichteten sich, ihre Treibhausgasemissionen in der ersten Verpflichtungsperiode von 2008 bis 2012 gegenüber dem Basisjahr 1990 im Durchschnitt um mindestens fünf Prozent zu reduzieren.

Einen weiteren tiefgreifenden Schritt markierte 2015 das Pariser Klimaabkommen. Während das Kyoto-Protokoll verbindliche Reduktionsziele im Wesentlichen für Industriestaaten vorsah, bezog Paris fast die gesamte Staatengemeinschaft in die internationale Klimapolitik ein. Mit dem Pariser Klimaabkommen vereinbarten nahezu alle Staaten, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur gegenüber dem vorindustriellen Niveau auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. Gleichzeitig wurde ein weitergehendes Ziel formuliert: Die Staaten sollen Anstrengungen unternehmen, die Erwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Die 2-Grad-Marke bildet damit die übergeordnete Grenze, während 1,5 Grad als das ambitioniertere Ziel angestrebt wird. Die einzelnen Länder sollen eigene Klimabeiträge – die sogenannten Nationally Determined Contributions (NDCs) – vorlegen. Alle fünf Jahre müssen neue Beiträge vorgelegt werden, die nach dem Pariser Abkommen jeweils eine Weiterentwicklung gegenüber den bisherigen Zielen darstellen sollen.

Damit veränderte sich auch der Charakter der Klimapolitik. Es ging nicht mehr allein darum, einige Kraftwerke sauberer zu machen oder bestimmte Emissionen zu reduzieren. Wer die weltweiten Nettoemissionen von Treibhausgasen langfristig auf null oder nahezu null bringen will, muss zwangsläufig an die Strukturen heran, durch die diese Emissionen entstehen.

Damit geraten praktisch alle Bereiche in den Blick, in denen in größerem Umfang Treibhausgase freigesetzt werden: die Erzeugung und Nutzung von Energie, industrielle Produktion, Verkehr und Heizung ebenso wie Landwirtschaft und teilweise auch Konsum. Aus einem klimapolitischen Ziel wird damit zwangsläufig eine Aufgabe, die tief in Wirtschaft und Alltag hineinreicht.

Diese neue globale Klimapolitik unterscheidet sich von vielen klassischen Bereichen des Umweltschutzes. Früher stand häufig eine konkrete und räumlich begrenzte Umweltbelastung im Mittelpunkt: Ein Fluss ist verschmutzt, also muss verhindert werden, dass Schadstoffe eingeleitet werden. Die Luft einer Stadt ist mit Schwefeldioxid belastet, also werden entsprechende Emissionen reduziert.

Bei CO₂ ist die Ausgangslage eine andere. Es entsteht bei einem erheblichen Teil wirtschaftlicher Tätigkeit: bei der Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern, beim Heizen, beim Autofahren, beim Fliegen, bei der Stahl- und Zementproduktion und in zahlreichen weiteren Bereichen. Wer CO₂-Emissionen umfassend reduzieren will, greift zwangsläufig wesentlich tiefer in wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen ein als bei der Beseitigung einer einzelnen lokalen Umweltbelastung. Aus klassischem Umweltschutz wird damit Strukturpolitik.

Das ist zunächst weder gut noch schlecht. Es ist eine Konsequenz des gewählten politischen Ziels. Aber man sollte sich über die Dimension im Klaren sein. Klimapolitik ist längst keine Umweltpolitik im klassischen Sinne mehr. Sie greift tief in die Energie-, Industrie-, Verkehrs-, Landwirtschafts- und Finanzpolitik ein und reicht zunehmend auch in die Gesellschaftspolitik hinein.

Innerhalb weniger Jahrzehnte hat sich das Klima damit von einem Forschungsgegenstand zu einem politischen Ordnungsrahmen entwickelt, an dem inzwischen ein erheblicher Teil wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entscheidungen ausgerichtet wird. Wie weit dieser Wandel inzwischen reicht, zeigt sich besonders deutlich an einem Begriff, der noch vor wenigen Jahrzehnten kaum jemandem außerhalb der Fachwelt etwas gesagt hätte und heute ganze Regierungsprogramme bestimmt:

Netto Null

Was bedeutet dieser Begriff? Zunächst einmal nicht, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt überhaupt kein CO₂ mehr ausgestoßen werden darf. Netto Null bedeutet, dass die vom Menschen verursachten Emissionen durch entsprechende Entnahmen aus der Atmosphäre ausgeglichen werden. Was auf der einen Seite noch ausgestoßen wird, soll auf der anderen Seite wieder gebunden werden – beispielsweise durch Wälder oder andere biologische Senken sowie durch technische Verfahren zur CO₂-Entnahme. Der IPCC definiert Netto-Null-CO₂ entsprechend als einen Zustand, in dem anthropogene CO₂-Emissionen und anthropogene CO₂-Entnahmen über einen bestimmten Zeitraum ausgeglichen sind.
Ausschlaggebend ist demnach die Bilanz. Werden beispielsweise noch 100 Einheiten CO₂ ausgestoßen und gleichzeitig 100 Einheiten CO₂ dauerhaft aus der Atmosphäre entfernt, beträgt die Nettoemission rechnerisch null.

Auch zwischen Netto-Null-CO₂ und Netto-Null-Treibhausgasen muss unterschieden werden. Bei Letzterem werden auch andere Treibhausgase wie Methan und Lachgas berücksichtigt. Da diese das Klima unterschiedlich stark und unterschiedlich lange beeinflussen, werden ihre Emissionen über festgelegte Faktoren in sogenannte CO₂-Äquivalente umgerechnet. Mit diesen so geschaffenen Recheneinheiten lassen sich beispielsweise eine Tonne Methan und eine Tonne CO₂ rechnerisch in einer gemeinsamen Klimabilanz erfassen. Netto Null ist keine einfache Messgröße, sondern das Ergebnis einer Bilanz, in die unterschiedliche Treibhausgase und ihre jeweilige Klimawirkung eingehen.

Die wissenschaftliche Begründung für Netto Null ergibt sich aus den Annahmen der heutigen Klimaforschung. Der IPCC geht von einem annähernd linearen Zusammenhang zwischen der insgesamt vom Menschen ausgestoßenen CO₂-Menge und der dadurch verursachten globalen Erwärmung aus. Soll die CO₂-bedingte Erwärmung auf einem bestimmten Niveau stabilisiert werden, müssten die weltweiten Netto-CO₂-Emissionen nach dieser Logik auf null sinken. Wie bereits in den vorangegangenen Kapiteln dargestellt, sind jedoch die genaue Größenordnung des menschlichen Anteils und insbesondere die daraus abzuleitende Erwärmung mit erheblichen Unsicherheiten verbunden, und damit für mich äußerst fragwürdig.

Bis hierhin befinden wir uns im Wesentlichen noch auf der Ebene des wissenschaftlichen Konzepts. Interessant wird es bei der Frage, was politisch daraus gemacht wird. Das Pariser Abkommen selbst nennt kein weltweites Netto-Null-Datum 2050. Es formuliert vielmehr das Ziel, in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts ein Gleichgewicht zwischen menschengemachten Treibhausgasemissionen und ihrer Aufnahme durch Senken zu erreichen. Die heute so prominente Zielmarke 2050 wurde erst in der weiteren wissenschaftlichen und politischen Konkretisierung zu einem zentralen Datum. Dabei sieht das Abkommen keinen für alle Staaten identischen Zeitplan vor. Es erkennt ausdrücklich an, dass Entwicklungsländer für das Erreichen ihres Emissionshöhepunkts mehr Zeit benötigen können. Die unterschiedlichen wirtschaftlichen und entwicklungspolitischen Ausgangslagen der Staaten sind damit bereits im Abkommen berücksichtigt.

Die Europäische Union hat daraus für sich ein wesentlich konkreteres Ziel gemacht: Klimaneutralität bis spätestens 2050. Dieses Ziel ist seit 2021 im Europäischen Klimagesetz rechtlich verbindlich. Als Zwischenziele müssen die Netto-Treibhausgasemissionen der EU gegenüber 1990 bis 2030 um mindestens 55 Prozent und bis 2040 um 90 Prozent sinken. Das ist keine unverbindliche Absichtserklärung mehr.

Die EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten sind rechtlich verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Das Europäische Klimagesetz formuliert darüber hinaus ausdrücklich, dass nach 2050 negative Emissionen angestrebt werden – also insgesamt mehr Treibhausgase entnommen als ausgestoßen werden sollen.

Damit bekommt eine zunächst abstrakte Zahl enorme politische Sprengkraft. Wenn eine Volkswirtschaft ihre Netto-Treibhausgasemissionen innerhalb weniger Jahrzehnte nahezu vollständig  beseitigen beziehungsweise verbleibende Emissionen ausgleichen soll, genügt es nicht, hier ein effizienteres Kraftwerk zu bauen und dort ein paar Solarmodule aufs Dach zu setzen. Dann müssen praktisch alle größeren Emissionsquellen erfasst werden. Stromerzeugung, Industrie, Gebäude, Verkehr, Landwirtschaft – überall entstehen Treibhausgase. Entsprechend erklärt die Europäische Kommission, dass alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft ihren Beitrag zur Klimaneutralität leisten sollen.

Die wissenschaftliche Ausgangsthese, auf der dieses politische Ziel beruht, habe ich in den vorangegangenen Kapiteln kritisch hinterfragt: Wie belastbar lässt sich der menschliche Anteil an der Erwärmung quantifizieren, wie verlässlich ist die angenommene Klimasensitivität und wie präzise lässt sich daraus die Wirkung einer bestimmten CO₂-Reduktion ableiten? Der IPCC führt die beobachtete Erwärmung zu einem erheblichen Teil auf den menschlichen Einfluss zurück und beziffert die anthropogene Erwärmung für den Zeitraum 1850–1900 bis 2010–2019 mit einer zentralen Schätzung von 1,07 Grad Celsius. Diese 1,07 Grad sind jedoch kein direkt gemessener menschlicher Temperaturanteil, sondern das Ergebnis wissenschaftlicher Attributionsverfahren und der dabei zugrunde gelegten Annahmen. Wie belastbar diese Zuordnung und insbesondere die daraus abgeleitete Bedeutung des CO₂ ist, habe ich bereits kritisch hinterfragt.

Doch selbst wenn diese Quantifizierung und die daraus abgeleitete Temperaturwirkung zutreffen sollten, ist damit noch nicht beantwortet, welche politischen Maßnahmen daraus folgen müssen. Ob weitreichende finanzielle und soziale Eingriffe verhältnismäßig sind, bleibt eine politische Abwägung – insbesondere angesichts der Tatsache, dass sich Menschen seit jeher an veränderte klimatische Bedingungen angepasst haben. Ein wissenschaftlicher Befund rechtfertigt nicht automatisch jede Maßnahme, die mit ihm begründet wird.

Damit stellt sich die nächste Frage: Auf welchem Weg soll ein einzelnes Land dieses Ziel erreichen? Damit ist weder entschieden, welche Technologien bevorzugt, verteuert, subventioniert oder eingeschränkt werden sollten, noch welche wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Belastungen dafür angemessen und verhältnismäßig sind. Solche Entscheidungen kann die Klimawissenschaft der Politik nicht abnehmen. Bei diesen Entscheidungen muss demzufolge dieselbe Frage gestellt werden wie bei jeder anderen Politik auch: Was bringt die Maßnahme tatsächlich? Was kostet sie? Welche Nebenwirkungen erzeugt sie? Gibt es bessere Alternativen? Und steht der Aufwand in einem vernünftigen Verhältnis zum erreichbaren Nutzen?

Bei einem globalen Problem ist außerdem eine weitere Frage zu stellen: Was bewirkt die Reduktion in einem einzelnen Land oder Wirtschaftsraum, wenn die Emissionen anderswo gleichzeitig steigen? Eine eingesparte Tonne CO₂ unterscheidet nicht danach, ob sie in Deutschland, China, Indien oder den USA ausgestoßen worden wäre.

Netto Null ist deshalb weit mehr als eine technische Zielgröße. Es ist der Ausgangspunkt für einen tiefgreifenden Umbau wirtschaftlicher Strukturen. Ob dieser Umbau sinnvoll, effizient und verhältnismäßig gestaltet wird, ist keine Frage, die mit dem Hinweis auf „die Wissenschaft sagt…“ erledigt werden kann.

Wenn Klimapolitik in den Alltag eingreift

Solange von Temperaturzielen, Emissionsbudgets und Netto Null die Rede ist, bleibt Klimapolitik abstrakt. Spürbar wird sie dort, wo aus Zielen konkrete Regeln werden. Das geschieht inzwischen in beinahe allen Lebensbereichen. Wer heizt, Auto fährt, fliegt, Strom verbraucht, ein Haus baut oder saniert und bestimmte Waren konsumiert, verursacht direkt oder indirekt Treibhausgasemissionen. Soll eine Volkswirtschaft innerhalb weniger Jahrzehnte klimaneutral werden, geraten deshalb zwangsläufig auch Entscheidungen in den Blick, die früher weitgehend dem Einzelnen überlassen waren.

Ein wichtiges Instrument zur Erreichung der Klimaneutralität sehen die Verfechter des menschengemachten Klimawandels im CO₂-Preis. Die Idee dahinter ist einfach: Wer fossile Energieträger nutzt, soll für die damit verbundenen CO₂-Emissionen bezahlen. Dadurch werden emissionsintensive Produkte und Tätigkeiten teurer, klimafreundlichere Alternativen im Verhältnis attraktiver. Ökonomen sprechen von der Internalisierung externer Kosten – Kosten, die bislang nicht vollständig vom Verursacher getragen wurden, sollen in den Preis einfließen. Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben: Die CO₂-Bepreisung belastet nicht nur Verbraucher und Unternehmen, sondern beschert dem Staat zugleich Einnahmen in Milliardenhöhe.

Hinter der CO₂-Bepreisung steht eine klare ökonomische Logik – und zugleich ein staatlicher Lenkungsanspruch, den ich für zunehmend übergriffig halte. Neben der Einpreisung vermeintlicher externer Kosten und den Mehreinnahmen für den Staat soll sie das Verhalten der Menschen verändern. Und das in einem Deutschland, dessen Staat trotz zusätzlicher Verschuldung in Billionenhöhe aufgrund der Unfähigkeit seiner Protagonisten dennoch Haushaltslücken hat.

Der dahinterstehende Mechanismus sollte klar benannt werden: Verhalten soll über Preise verändert werden. Was politisch erwünscht ist, wird finanziell begünstigt, was als klimaschädlich gilt, verteuert. Vereinfacht gesagt funktioniert das nach dem Prinzip von Belohnung und Bestrafung. Ich sehe eine solche politische Verhaltenslenkung durchaus kritisch, denn der Bürger wird damit nicht nur informiert und überzeugt, sondern über seinen Geldbeutel zu einem bestimmten Verhalten bewegt. Und das funktioniert besonders in Deutschland ausgezeichnet.

Dieser Lenkungsmechanismus beruht jedoch auf einer entscheidenden Voraussetzung: Die verteuerten Verhaltensweisen müssen tatsächlich in der angenommenen Größenordnung zur Erwärmung beitragen – und ihre Veränderung muss einen entsprechend relevanten Klimaeffekt bewirken. Diese Größenordnungen und die daraus abgeleiteten politischen Konsequenzen habe ich in den vorangegangenen Kapiteln kritisch hinterfragt. Wenn bereits die Prämissen mit Unsicherheiten verbunden sind, muss die Verhältnismäßigkeit der darauf aufgebauten Lenkungsmaßnahmen infrage gestellt werden.

In Deutschland ist dieser Mechanismus beispielsweise beim Tanken und Heizen unmittelbar zu spüren. Seit 2021 gibt es einen nationalen CO₂-Preis auf fossile Brennstoffe wie Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas. Bezahlen müssen die sogenannten CO₂-Zertifikate zunächst nicht die Autofahrer oder Hausbesitzer selbst, sondern die Unternehmen, die diese Brennstoffe in Verkehr bringen – beispielsweise Mineralölunternehmen oder Gaslieferanten. Diese Kosten können sie anschließend über die Preise an ihre Kunden weitergeben. Der CO₂-Preis landet damit letztlich an der Tankstelle oder auf der Heizkostenrechnung.

Bis 2025 legte der Staat den Preis für eine Tonne CO₂ fest; er stieg von 25 Euro im Jahr 2021 auf 55 Euro im Jahr 2025. Seit 2026 werden die Zertifikate versteigert, allerdings innerhalb eines staatlich vorgegebenen Korridors von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂. Vereinfacht gesagt: Die betroffenen Unternehmen müssen für die von ihnen in Verkehr gebrachten fossilen Brennstoffe entsprechende CO₂-Zertifikate erwerben. Bei der Versteigerung geben sie an, wie viele Zertifikate sie zu welchem Preis kaufen wollen. Aus diesen Geboten ergibt sich der Versteigerungspreis – 2026 jedoch nur innerhalb der vorgegebenen Spanne von 55 bis 65 Euro je Tonne CO₂.

Ab 2028 soll daraus ein europaweites System werden: der sogenannte ETS2, der zweite Europäische Emissionshandel. Er erfasst vor allem Brennstoffe für Gebäude und Straßenverkehr und funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip wie das bisherige deutsche System. Verpflichtet bleiben die Brennstofflieferanten, die für die durch ihre verkauften Brennstoffe entstehenden CO₂-Emissionen entsprechende Zertifikate abgeben müssen. Der wesentliche Unterschied: Der CO₂-Preis wird dann nicht mehr innerhalb des bisherigen deutschen Systems bestimmt, sondern im Rahmen eines europaweiten Emissionshandels.

Nochmals im Klartext: Was mehr CO₂ verursacht, soll teurer werden. Doch beim Preis für Brennstoffe bleibt es nicht. Auch die Wahl der Heizung wird klimapolitisch beeinflusst. Das frühere Gebäudeenergiegesetz wurde 2026 zum Gebäudemodernisierungsgesetz geändert. Für den Austausch einer Heizung in bestehenden Gebäuden sieht das Gesetz verschiedene Möglichkeiten vor, darunter Wärmepumpen, Biomasseheizungen, Hybridlösungen, Stromdirektheizungen oder den Anschluss an ein Wärmenetz. Auch neue Öl- und Gasheizungen bleiben grundsätzlich möglich, unterliegen jedoch schrittweise steigenden Vorgaben für den Einsatz bestimmter klimafreundlicherer Brennstoffe.

Auch wenn die ursprünglichen Pläne des damaligen „Wirtschaftsministers“ Robert Habeck im Gesetzgebungsverfahren deutlich abgeschwächt wurden, bleibt das Ergebnis für mich ein Beispiel dafür, wie weit Klimapolitik in das Eigentum und den Geldbeutel der Bürger eingreift. Eine Handwerkerfamilie beispielsweise, die sich über Jahrzehnte mühsam ein kleines Eigenheim aufgebaut hat, kann durch einen notwendigen Heizungstausch vor erheblichen zusätzlichen Investitionen stehen. Was politisch als Beitrag zum Klimaschutz begründet wird, bedeutet für den Einzelnen unter Umständen eine erhebliche finanzielle Belastung.

Beim Auto zeigt sich die gleiche Entwicklung. Nach derzeit geltendem EU-Recht müssen Autohersteller bei ihren neu zugelassenen Fahrzeugen ab 2035 die durchschnittlichen CO₂-Emissionen ihrer Pkw- und leichten Nutzfahrzeugflotten gegenüber dem Referenzziel von 2021 um 100 Prozent senken. 100 Prozent bedeutet in diesem Fall: Die Neuwagenflotte darf im Durchschnitt keine CO₂-Emissionen am Auspuff mehr verursachen. Für klassische Benzin- und Dieselfahrzeuge bedeutet diese Nullvorgabe faktisch das Aus als regulär zugelassene Neuwagen – wo Benzin oder Diesel verbrannt wird, entsteht zwangsläufig CO₂. Bereits zugelassene Verbrenner sind davon nicht betroffen.

Inzwischen ist diese Regelung selbst wieder Gegenstand der Politik. Die EU-Kommission schlug Ende 2025 vor, die vorgeschriebene Emissionsminderung ab 2035 von 100 auf 90 Prozent zu reduzieren. Das bedeutet: Statt einer vollständigen Reduktion würde ein rechnerischer Rest von 10 Prozent verbleiben, der unter bestimmten Bedingungen ausgeglichen werden könnte. Damit könnten auch bestimmte Verbrenner nach 2035 weiterhin neu auf den Markt kommen. Beschlossen ist diese Änderung bislang jedoch nicht. Geltendes Recht bleibt vorerst bei der – aus meiner Sicht idiotischen – 100-Prozent-Vorgabe.

Auch beim Fliegen greift Klimapolitik zunehmend ein. Der europäische Emissionshandel erfasst bereits Teile des Luftverkehrs. Hinzu kommt die EU-Verordnung ReFuelEU Aviation, die die CO₂-Emissionen des Luftverkehrs verringern soll. Sie verpflichtet die Treibstoffanbieter an europäischen Flughäfen, steigende Mindestanteile sogenannter nachhaltiger Flugkraftstoffe bereitzustellen – seit 2025 zunächst 2 Prozent, ab 2030 6 Prozent und bis 2050 schrittweise 70 Prozent.

Auch Lebensmittel geraten in die Debatte. Landwirtschaft verursacht insbesondere Methan und Lachgas. Deshalb werden Tierhaltung, Düngung und landwirtschaftliche Produktionsweisen zunehmend unter Klimagesichtspunkten bewertet.
Diesbezüglich bin ich äußerst skeptisch und auch stinksauer. Europas Landwirtschaft befindet sich ohnehin in einem massiven Strukturwandel: Die Zahl der Höfe geht seit Jahrzehnten zurück, während sich landwirtschaftliche Flächen und Produktion zunehmend auf weniger und größere Betriebe konzentrieren. Besonders kleinere Familienbetriebe geraten durch wirtschaftlichen Druck, Bürokratie und immer neue Auflagen schnell an ihre Grenzen. Wenn Klimapolitik diesen Druck zusätzlich erhöht, muss die Frage erlaubt sein, wem diese Entwicklung am Ende nutzt – dem kleinen Bauern oder den großen Agrar- und Lebensmittelunternehmen. In meinen Augen werden kleine Bauern in der EU systematisch fertiggemacht. Der Bauernstand ist für mich generell der wichtigste Berufsstand. Auf einen Werbetexter kann ich verzichten – auf einen Bauern nicht.

Gleichzeitig öffnet die EU den Lebensmittelmarkt für neue Produkte. Dazu gehören inzwischen auch bestimmte als „Novel Food“ zugelassene Insekten und Insektenbestandteile. Niemand wird direkt oder indirekt gezwungen, Mehlwürmer oder andere Insekten zu essen – zumindest noch nicht. Ich werde davon jedenfalls keinen Gebrauch machen. Gewichtiger finde ich die Frage, warum solche neuen Lebensmittel politisch den Weg in den Markt finden, während gleichzeitig immer mehr traditionelle bäuerliche Betriebe verschwinden.

Bei mir drängt sich folgender Verdacht auf: die zunehmende Konzentration der Lebensmittelproduktion und das Verschwinden kleinerer landwirtschaftlicher Betriebe werden politisch nicht nur hingenommen, sondern sind gewollt. Beweisen kann ich das nicht – die Entwicklung gibt mir jedoch allen Grund, kritisch hinzusehen.

Das Ergebnis ist unübersehbar: Je mehr kleine und unabhängige Betriebe verschwinden, desto stärker konzentriert sich die Lebensmittelversorgung auf wenige große Akteure. Damit wächst zwangsläufig auch die Abhängigkeit der Bevölkerung von ihnen. Bei Autos, Computern oder Turnschuhen wäre eine solche Konzentration schon kritisch zu hinterfragen. Bei Lebensmitteln bekommt sie eine andere Dimension.

Essen ist kein beliebiges Konsumgut. Es ist eine elementare Lebensgrundlage. Wer die Lebensmittelversorgung kontrolliert, verfügt über Macht. Und je weniger unabhängige Erzeuger übrig bleiben, desto größer wird diese Macht.

Eine solche Entwicklung halte ich nicht nur für bedenklich. Ich halte sie für gefährlich.

Die Beeinflussung der genannten Lebensbereiche durch die Klimapolitik zeigen, wie weit der politische Wirkungsbereich eines umfassenden Klimaziels inzwischen reichen kann: Er endet nicht beim Kraftwerk oder beim Auspuff. Er reicht bis zur Landwirtschaft und damit letztlich bis zu der Frage, wie Lebensmittel künftig produziert werden. Jede einzelne Maßnahme lässt sich für sich diskutieren. Ein CO₂-Preis kann sinnvoll, falsch oder falsch ausgestaltet sein. Eine Wärmepumpe kann für ein Gebäude hervorragend und für ein anderes weniger geeignet sein. Elektromobilität – deren Strombedarf ja auch produziert werden muss – kann Vorteile haben, ohne deshalb für jeden Anwendungsfall automatisch die beste Lösung zu sein. Problematisch wird es, wenn aus einem übergeordneten Ziel der Eindruck entsteht, jede Maßnahme, die CO₂ reduziert, sei allein deshalb schon vernünftig. Das ist sie nicht.

Eine verantwortungsvolle Klimapolitik muss sich genauso an Wirksamkeit, Kosten, sozialen Folgen, technologischer Offenheit und Verhältnismäßigkeit messen lassen wie jeder andere Politikbereich. Entscheidend ist nicht, ob auf einer Maßnahme „Klimaschutz“ steht, sondern was sie tatsächlich bewirkt – und welchen Preis eine Gesellschaft dafür bezahlt.

Damit verändert sich auch die politische Dimension des Klimathemas. Aus einem globalen Temperaturziel werden über mehrere Zwischenschritte ganz konkrete Entscheidungen darüber, was teurer wird, was gefördert wird und welche technischen Möglichkeiten künftig noch zur Verfügung stehen. Spätestens hier ist Klimapolitik im Alltag angekommen.

Die Bürger werden meines Erachtens unverhältnismäßig stark zur Kasse gebeten.

Warum Klima politisch so mächtig ist

Wie die vorherigen Ausführungen gezeigt haben, lässt sich Klimapolitik mit nahezu allen Bereichen von Wirtschaft und Alltag verbinden. Anders als bei vielen räumlich begrenzten Umweltproblemen geht es beim Klima um ein globales System, bei dem Ursachen, Maßnahmen und deren mögliche Wirkungen zeitlich und räumlich weit auseinanderliegen können. Das mindert die Bedeutung der Klimapolitik nicht automatisch. Es macht es jedoch wesentlich schwieriger zu überprüfen, was eine einzelne politische Maßnahme für das globale Klima bewirkt. Nach meinem Dafürhalten steht bei vielen Maßnahmen die erreichbare Klimawirkung nicht in einem angemessenen Verhältnis zu den finanziellen Belastungen und den teilweise weitreichenden Eingriffen in das Alltagsleben der Bürger.

Hinzu kommt ein zweiter Faktor: Klima ist global. Deutschland kann seine Emissionen reduzieren, das globale Klima aber nicht allein steuern. CO₂ kennt keine Landesgrenzen. Entscheidend ist letztlich die weltweite Entwicklung. Daraus entsteht ein politisches Dilemma: Nationale Maßnahmen können erhebliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen haben, während ihr isolierter Einfluss auf die globale Durchschnittstemperatur entsprechend begrenzt ist.

Wie klein dieser Einfluss ist, darüber wird heftig gestritten. Der damalige fraktionslose Bundestagsabgeordnete Robert Farle rechnete 2023 im Bundestag vor, Deutschland beeinflusse den weltweiten CO₂-Anteil in der Atmosphäre lediglich mit 0,000028 Prozent. Diese Rechnung wurde anschließend kritisiert, weil sie Deutschlands Anteil an den menschengemachten Emissionen mit dem gesamten CO₂-Anteil der Atmosphäre verrechnet und damit unterschiedliche Größen miteinander verbindet. Die konkrete Zahl sollte deshalb nicht mit Deutschlands tatsächlichem Anteil an den weltweiten menschengemachten CO₂-Emissionen verwechselt werden.

An der wesentlich belastbareren Größenordnung ändert das jedoch nichts: Nach den derzeit jüngsten vollständig verfügbaren internationalen Daten verursachte Deutschland 2024 rund 1,48 Prozent der weltweiten CO₂-Emissionen aus fossilen Energieträgern und Industrie. Deutschlands Anteil ist damit vergleichsweise klein.

Mich stört der deutsche Hang zur klimapolitischen Vorreiterrolle, dieses Bedürfnis nach moralischer Überlegenheit, dieser moralische Narzissmus. Deutschland scheint anderen Ländern nur allzu gerne zeigen zu wollen, wie etwas funktioniert – auch wenn die eigenen Maßnahmen erhebliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Kosten verursachen und ihr isolierter Einfluss auf die globale Temperatur begrenzt bleibt. Vorbild sein zu wollen, ist erst einmal ehrenwert. Teuer – insbesondere für den Bürger und Steuerzahler – wird es, wenn aus dem Vorbild ein Selbstzweck wird und die Frage nach Wirkung und Verhältnismäßigkeit in den Hintergrund gerät.

Ein dritter Faktor ist die Zeitdimension. Klimapolitik arbeitet mit Zeiträumen von Jahrzehnten bis Jahrhunderten. Entscheidungen von heute werden mit Entwicklungen begründet, die teilweise für 2050, 2100 oder darüber hinaus projiziert werden. Je weiter der Blick in die Zukunft reicht, desto stärker spielen Annahmen über Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaft, Energieverbrauch, technologische Innovationen und Emissionen eine Rolle. Projektionen sind keine Messungen der Zukunft. Sie zeigen, was unter bestimmten Annahmen eintreten könnte. Ändern sich diese Annahmen, ändern sich auch die Ergebnisse.

Das habe ich in den vorherigen Kapiteln bereits ausführlich behandelt und soll hier nicht erneut aufgerollt werden. Politisch besonders folgenreich ist jedoch: Aus möglichen Entwicklungen der Zukunft werden – in meinen Augen teils unverhältnismäßige – Maßnahmen der Gegenwart abgeleitet.

Es kommt ein vierter, besonders wirkungsvoller Faktor hinzu: Moral.

Beim Klima geht es längst nicht mehr allein um Temperaturkurven. Kommende Generationen, Menschen in ärmeren Ländern, Artenvielfalt und die Welt, die Kindern und Enkeln hinterlassen wird, verleihen der Debatte eine starke moralische Dimension. Das ist legitim. Kritisch wird es, sobald aus politischer Abwägung eine moralische Einbahnstraße wird.

Dann steht nicht mehr nur eine konkrete Maßnahme zur Diskussion, sondern oftmals auch die Haltung des Kritikers. CO₂-Bepreisung infrage gestellt? Dann will man angeblich nichts gegen Emissionen unternehmen. Kritik am Heizgesetz? Mangelnde Verantwortung gegenüber kommenden Generationen. Bedenken hinsichtlich einer energiepolitischen Strategie? Schon steht der Verdacht im Raum, das Klimaproblem nicht ernst zu nehmen.

Diese Gleichsetzungen sind falsch. Der menschliche Einfluss auf das Klima lässt sich anerkennen und ein bestimmter CO₂-Preis trotzdem ablehnen. Klimaschutz lässt sich befürworten und ein Heizgesetz dennoch kritisieren. Erneuerbare Energien können sinnvoll sein, ohne deshalb jede energiepolitische Strategie für vernünftig zu halten.

Kritik an einer Maßnahme ist keine Leugnung eines Problems. Und Moral ersetzt keine sachliche Abwägung.

Schließlich besitzt Klimapolitik noch eine weitere Besonderheit: CO₂ lässt sich messen, berechnen, bilanzieren und mit einem Preis versehen. Ein Haus, ein Auto, eine Flugreise, ein Unternehmen oder ein Produkt kann mit einem rechnerischen CO₂-Fußabdruck versehen werden. Damit entsteht eine gemeinsame Maßeinheit, über die völlig unterschiedliche Tätigkeiten erfasst, miteinander verglichen und schließlich auch politisch bewertet werden können.

Aus einem unsichtbaren Gas wird auf diese Weise eine politische Rechengröße. Tonnen CO₂ lassen sich zählen, mit Grenzwerten versehen, besteuern, bepreisen oder durch Zertifikate handelbar machen. Plötzlich können Autofahren, Heizen, Fliegen, Bauen oder Produzieren unter demselben Maßstab betrachtet werden. Damit reicht Klimapolitik weit über klassische Umweltpolitik hinaus. Sie erhält ein Instrument, mit dem sich tief in wirtschaftliche Entscheidungen und den Alltag der Menschen hineinwirken lässt.

Diese Verbindung verleiht der Klimapolitik eine enorme politische Reichweite: Ein globales Problem wird mit einer berechenbaren Größe, langfristigen Risiken und einem moralischen Auftrag verknüpft. CO₂ wird damit nicht nur zur physikalischen Größe, sondern auch zu einem politischen Steuerungsinstrument.

Je mehr Lebensbereiche unter diesem Maßstab erfasst werden, desto größer werden auch die politischen Interpretations- und Handlungsspielräume.

Für mich bleibt diese Denkweise höchst fragwürdig. Hinter der scheinbar exakten CO₂-Bilanz steht eine wesentlich weniger exakt zu beantwortende Frage: Wie belastbar lässt sich der Einfluss der jeweiligen menschlichen CO₂-Emissionen auf die globale Temperatur bestimmen, und welchen Anteil haben demgegenüber natürliche Einflussgrößen und die natürliche Klimavariabilität? Die damit verbundenen Unsicherheiten habe ich in den vorherigen Kapiteln ausführlich dargestellt. Eine auf die Nachkommastelle berechnete CO₂-Bilanz darf nicht den Eindruck erwecken, auch ihre konkrete Wirkung auf das Klima ließe sich mit derselben Genauigkeit bestimmen.

Das wäre vielleicht noch hinnehmbar, wenn es sich lediglich um akademische Rechenmodelle handelte. Doch aus diesen Berechnungen entstehen politische Maßnahmen, die unmittelbar an den Geldbeutel der Menschen gehen. Und dieselbe Verteuerung trifft nicht jeden gleich. Wer über ein hohes Einkommen verfügt, wird einige Cent mehr für den Liter Benzin oder höhere Heizkosten möglicherweise kaum wahrnehmen. Für Menschen mit geringem Einkommen können dieselben Mehrkosten sehr wohl eine große Belastung darstellen. Deshalb muss Klimapolitik mehr leisten, als auf eingesparte Tonnen CO₂ zu verweisen. Sie muss auch beantworten, ob die damit erzielte Klimawirkung in einem angemessenen Verhältnis zu den finanziellen und sozialen Folgen steht.

Damit schließt sich der Kreis dieses Kapitels. Aus einer wissenschaftlichen Frage über den Einfluss von Treibhausgasen auf das Klima ist ein politisches Projekt entstanden, das heute bis in nahezu alle Bereiche von Wirtschaft und Alltag hineinreicht. Je weitreichender die daraus abgeleiteten Maßnahmen werden, desto wichtiger wird die Frage nach ihrer Wirksamkeit und Verhältnismäßigkeit. Der Hinweis auf den Klimaschutz allein kann diese Prüfung nicht ersetzen.

Ob eine bestimmte Klimapolitik richtig oder falsch ist, ist damit noch nicht beantwortet. Deutlich wird jedoch, warum das Klima zu einem der größten politischen Projekte unserer Zeit wurde.

Ein Projekt dieser Größenordnung braucht nicht nur politische Beschlüsse. Es braucht auch öffentliche Zustimmung. Menschen müssen davon überzeugt sein, dass die gesetzten Ziele notwendig, die damit verbundenen Eingriffe gerechtfertigt und die verlangten Belastungen angemessen sind. Damit kommt eine weitere Macht ins Spiel, ohne die die heutige Klimapolitik kaum denkbar wäre: die öffentliche Kommunikation – und mit ihr der Klimajournalismus. Welche Rolle die Medien dabei spielen, wie sie über Klima berichten und welchen Einfluss sie auf die öffentliche Wahrnehmung der Klimafrage haben, wird Gegenstand des nächsten Kapitels sein.

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Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
https://www.manova.news/artikel/die-nieten-festnageln

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G‘schichtn aus‘m Nachbargartn – Folge 66

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Der DAX und die anderen Börsen-Indizes schießen spekulationsbesoffen historische Höchststände in Reihe ab. Daneben stürzt der „Rest vom Schützenfest“ der Volkswirtschaft in tiefste Tiefen, mit tausenden Pleiten von Mittelständlern und Zulieferern und dem Abbau von Arbeitsplätzen bis zum ergriffen geforderten „Net-Zero“. „Do simma dabei. Dat is prihiimah… Viva Colonia…“

Unlängst warnte sogar Andrew Bailey, Gouverneur der Bank of England und zugleich Vorsitzender des internationalen Financial Stability Board (FSB), vor der Mutter aller Finanzmarktkatastrophen. Die Gefahr erwächst aus dem Zusammenspiel von extremer Verschuldung und weit überzogenen Bewertungen von Wertpapieren. Die Kapital-Konzentration auf wenige Kapitalverwaltungsfonds und Finanzmarktunternehmen (Blackrock, Vanguard, State Street, etc.) verschärft die ganze Chose noch.

Das Bedeutungsvolle ist hier aber weniger die einzelne Warnung als die Tatsache, wer da inzwischen warnt. Das kann man „ALTIRO“, Alarmstufe tiefrot, nennen für die großen Spieler im Casino. Die sind allerdings zu groß, um sie einzusperren („too big to jail“), was die ehrlichste Zuschreibung für dieses Konstrukt ist.

Warum koinzidiert wohl die Kriegsgeilheit mit dem bevorstehenden Finanzcrash? Rein zufällig?

In allen Bereichen des Lebens kann man es treiben, auch wild treiben und übertreiben. So auch in der Politik. Das ist nur süffisanter formuliert die Weisheit mit der Dosis und dem Gift

Fast ausnahmslos alle Strömungen und Entwicklungen sind Prozesse, die so gut wie nie linear verlaufen, sondern die sich, auf ihrem Weg zum Endpunkt hin, stark beschleunigen. Oder einfach unspektakulär im Nirgendwo verschwinden…

Nun warnen ja schon sehr lange die einschlägigen Propheten vorm Untergang. Bezüglich der USA mindesten seit einem halben Jahrhundert, als die Goldbindung des US-Dollars aufgehoben wurde. Und? Noch immer werkelt das US-Dollar-Leitwährungssystem vor sich hin. Nix mit Untergang, triumphieren die Jünger des Glaubens an das „Imperium der Lügen“.

Dennoch ist die überall nach unten zeigende Tendenz nicht mehr auszublenden.

Nun denn, der Niedergang eines solch riesigen, auf allen Ebenen mächtigen, verlogenen, manipulativen Weltherrschaftssytems ist kein Tagesgeschäft und zieht sich eben weit länger hin, als dies für menschliches Zeitverständnis verarbeitbar ist. „Bei de oidn Röma hod se des a üba mera Generationa hizogn, bis ois weg woa.“

Den Spruch von dem alten Indianer mit dem Geld, das man nicht essen kann, muss das „Imperium der Lügen“ gerade schmerzlich selbst erfahren, nur ein wenig anders. Geld kann man lange drucken, aber keine kriegstauglichen Hightech-Waffen.

Übergreifend könnte man äußern, wer seine spirituell-geistig-moralische Mitte verliert, seine innere Balance, gerät zuerst ins Straucheln, dann taumelt er mehr und mehr und schlussendlich fliegt (kriegt?) er „voll auf die Schnauze“. Da bleibt nur zu hoffen, dass das mit dem dubiosen roten Knopf auch nur eine Schimäre sein möge…

Das Herrschaftsmotto der Herzen: Hauptsache Macht und bloß keine Verantwortung.

Ein britischer Regierungsbeamter sprach in Sachen Kriegstüchtigkeit beruhigend zum Volk: „Es geht um gesunden Menschenverstand, nicht um Panikmache.“ Das erinnert doch stark an das durch Douglas Adams verbreitete Motto „Don’t panic! Take a towel“, was das lässige Umgehen mit der Sprengung der Erde betraf. Nur wegen einer läppischen Umgehung(sstraße). „Es woa jo lang gnua ausghängt, oda?“

Die Meldung über fast 65.000 Briten, die wegen „Vergehen im Zusammenhang mit Äußerungen“ in den letzten fünf Jahren verhaftet wurden, ist da der verbeulte Deckel auf dem Topf. Dagegen erklärt der schwedische Staat seiner beflissenen, gut abgerichteten Bevölkerung, was bei einem Atomangriff so geschieht – und wie man sich danach verhalten soll. Mord im Mitsommer, oder so…

Die Desinformationisten bringen an, die Hauptkraft dieser hinterhältigsten Tyrannei ever liegt in ihrer Fähigkeit, Bevölkerungen von ganzen Ländern zu verblenden, ohne dass sie es merken. Der Psychiater Dr. Hans-Joachim Maaz führte mit Beginn der Corona PsyOp den Begriff der Normopathie der Gesellschaft ein, in der psychische Störungen zur Normalität geworden sind. „Dea hods vo Anfang a gwusst, hah.“

Lüge nicht, betrüge nicht, stehle nicht. „UnsereDemokratie“ duldet keine Konkurrenz.

Eine ständig wachsende Zahl an Menschen ist sich einig, dass das alles nur ein schlechter Witz ist. Gerade deshalb sollte man darüber hyperschallend (kleines Wortspiel…) lachen. Ob einem das Lachen vergeht, wenn es Haselnüsse regnet?

Somit darf man die Sache Kerkeling nicht (unter)schlagen. Der Hape, „de aufblosane Dampfnudl“, der künftige (?) Bundespräsi, der von allen angehimmelte „Horst Schlämmer“, ward doch als „Experte“ zum Thüringer Landtag geladen, zwecks eines Verbots der aktuellen Nazis. Die Attitüde ist bestens eingeübt: Den Kampf gegen die Höllenpest, den die Idioten in „Babylon Berlin“ verloren haben, werden wir, „die Guten™“, hier und jetzt siegreich zu Ende bringen. Wenn dafür dieselben Methoden, wie die von den damaligen Siegern angewendet werden, was soll‘s.

Ein ungesichert verstrahlter X-Nutzer nahm in unziemlicher Weise einen früheren Sketch der Mietmaul-Schwuchtel sehr treffend ins Visier und brachte seine Aussage vor dem ehrlosen, ääähh…, ehrenwerten Gremium auf den Punkt: „Der Höcke, der Flüchtling, … auf der grüüüünen Wiese, … schreit: HURZ!“

Eine Verschwörungstheorie ist eine Verschwörungserzählung, die einer Verschwörungsideologie entspringt.

Diese Zwischenüberschrift ist zwar abwegiger, verschwurbelter Unsinn im Quadrat, und doch aussagekräftig im Sinne von sublimer, hinterhältiger Provokation des normopathischen Zeitgeistes, dessen Erscheinungsformen eben solcherart Schwachfug befördern.

Heutzutage sind die Menschen nicht mehr nur geisteskrank, sie sind eine Freakshow. Woke und queer. Non-Binärer Fuchs und Trans-Schoko-Hase gleichzeitig. Leute ohne Minderwertigkeitskomplexe bezüglich ihrer intellektuellen Begabungen, lassen diese geistige Abnormität noch besonders deutlich hervortreten.

Nicht nur Tarek Cyril Amar fällt die alt-bekannte Absenz einer menschlichen Eigenschaft auf, indem er feststellt: „Deutschlands bekannte Tragödie – oder sagen wir, eine davon – besteht in einem chronischen Mangel an Ironie“.

Der Tiefgründler Felix Feistel denkt da einfach: „Die moderne Kultur ersetzt Qualität durch Masse — und das in jedem einzelnen Bereich.“ Wobei die Oberflächlichkeit ausnahmslos alles tiefgründigere überwältigt und zudeckt.

Karl Kraus sagte mal: „Parlamentarismus ist die Kasernierung der politischen Prostitution.“

Diesem Philipp Amthor muss man eigentlich dankbar sein. Mit seiner unangenehmen Ausstrahlung, seinem geschniegelt-unechten Auftreten und seinem demonstrativen Desinteresse an den Sorgen der arbeitenden Bevölkerung personifiziert er perfekt die Entfremdung von den Wählern und damit den Untergang der CDU.

Das läuft vor dem Hintergrund einer weitflächig verbaerbockten Gesellschaft ab, die dramatisch immer weniger Bescheid weiß im Lesen, Schreiben und Rechnen, was aber auch als Inklusion der mindergut mit Intellekt und Verstand ausgestatten Individuen interpretiert werden kann. „S’meakt do eh koana mea wos.“

Ein sensitiver Geist wie Milosz Matuschek beschreibt treffend, wenn eine Zivilisation den Höchststand der Dekadenz erreicht hat: „Für mich ist es das Merkmal, dass die Realität die Parodie überholt, sich dadurch fast jeder weiterer Parodisierung entzieht und im Grunde das Tor in Richtung Tragödie öffnet.“

Trotzdem, oder gerade deswegen, bewegt sich alles auf den Punkt zu, an dem es heißt: „Philipp als Präsident!“ Oder: „Philipp for everything!“ Die neue Lichtgestalt! Philipp Amthor – Der Annalena Baerbock der CDU!

Wenn sich etwas Satire nennen kann, dann, weil Satire „nach oben“ tritt.

Sprache dient ja vor allen Dingen dem Zweck, die Gedanken in möglichst anregende und genüßliche Wortfugen zu kleiden. In ihrer besten Ausprägung gereicht dies ganz zum Pläsier der denkfreudigen und sprachverliebten Geister, denen es geziemt, sich mal Wohlzufühlen in anregenden Gedanken- und Sprachwelten. „Oiso a Freid fia olle de gean nochdenga und d’Sproch meng.“

Eine Frage steht somit nun schon länger im Raum, nämlich warum die vernünftigen, klaren, lebensklugen Köpfe, die sprachgewandt, souverän und sachbezogen, mit Raffinesse, Witz und Esprit ihre Gedanken und Ideen nachvollziehbar ausdrücken können, nicht in Machtpositionen kommen. Solche Leute sind im Neuen Normal ausschließlich im Kreise der Verfemten und Aussätzigen zu finden.

Stattdessen sind wir umgeben von „den Guten™“, die mit ihrem einseitigem Geschrei nach Aufmerksamkeit, mit ihrer vorwürfigen Mimosität, mit ihren sinnbefreiten Artikulationen von katastrophaler Humorabwesenheit, die schweinemäßig nervendsten Zeitgenossen sind. Das ist der Mainstream.

Das Bild, das Rocco Burggraf herzlos enthüllt, ist eine „zerfallene Gesellschaft, deren letzte Gemeinsamkeit im kollektiven Verlust der Selbstreflexion besteht.“

Noch mehr Blödsinn gefällig?

Das Wunder der Vermehrung von Wein und Brot ist heute durch das Wunder der Geldvermehrung mittels Sondervermögen ersetzt worden. Das zombifizierte Scheinbürgermilieu fühlt sich dabei rundummadum wohl, wie die Sau im Schlammpfuhl.

Life-Style-Tipp: Wenn Sie mal von einem Ordnungshüter mit dem Wort „wohnhaft“ danach gefragt werden, wo Ihre Wohnstatt ist, dann antworten Sie einfach: „Nicht gern. Auch keine Untersuchungshaft.“

Zum Spooocht: Klopp hat sich selbst gleich voll auf dem „UnsereDemokratie“ Kurs eingenordet. So spielt die bunte Truppe dann auch. Nebenbei: Welcher Hirni hat dem eigentlich eingeredet, sich dieses oberkünstliche Las-Vegas-Blender-Lächel-Gebiss ins Gesicht implantieren zu lassen?

Das große Ganze am Ende: „Bei einem Angriff auf Russland wäre der Krieg sehr kurz“ – so lautet die Kernaussage, die der russische Außenminister Sergej Lawrow im September 2026 in einem Interview getätigt hat.

Wo er Recht hat, hat er Recht. Auch wenn’s richtig Aua macht! Schwapp mas owi. Ein Prosit der Gemütlichkeit! Oans, zwoa,… G’suffa! Bis ma spaim…

Mehr von Werner Roth finden Sie hier: https://www.anderweltonline.com/satire/

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Das Buch richtet sich besonders an Menschen, die angesichts widersprüchlicher Darstellungen noch immer fragen: Was ist damals eigentlich geschehen? Es liefert keine vorgeschriebene Antwort, sondern Zusammenhänge, Widersprüche und unterschiedliche Perspektiven als Grundlage für das eigene Urteil.

Wer urteilen will, sollte das ganze Bild kennen.

Rezension dieses Buches von Spiegel-Bestsellerautor Helmut Sterz („Die Impfmafia“):
https://wassersaege.com/blogbeitraege/rezension-des-buches-corona-das-letzte-kapitel-ist-noch-nicht-geschrieben/

Seit 31. August Nr. 1 der Amazon-Bestseller in der Kategorie Gesundheitspolitik.

Das Buch „Eine Reise zum Selbst“ wurde am 2.Juli 2026 veröffentlicht.
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Die Texte dieses Buches laden dazu ein, gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen, ohne neue Dogmen zu schaffen. Sie verbinden Erkenntnisse aus Philosophie, Spiritualität, Psychologie und Lebenserfahrung zu einer verständlichen und lebensnahen Reflexion über das Menschsein.

Themen wie Selbstreflexion, die Kraft des gegenwärtigen Augenblicks, Geben und Empfangen, Dankbarkeit, Liebe, Toleranz, persönliches Wachstum und der Umgang mit den Herausforderungen des Lebens bilden die Wegmarken dieser Reise.


Ende März und Anfang April 2025 wurden meine beiden Bücher
„Die Friedensuntüchtigen“ und „Im Taumel des Niedergangs“ veröffentlicht.

Rezension zu diesem Buch: https://www.manova.news/artikel/abwarts

Rezension zu diesem Buch: https://wassersaege.com/blogbeitraege/buchrezension-die-friedensuntuechtigen-von-uwe-froschauer/

Ende September 2024 erschien das Buch „Gefährliche Nullen – Kriegstreiber und Elitenvertreter“.

Hier der Link zur Rezension des Buches:
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